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Hessischer CDU-Bundestagsabgeordneter Klaus Peter Willsch wegen privater Geburtstagsfeier in Kritik

„Nach geltenden Regeln nicht verboten“ : CDU-Bundestagsabgeordneter feiert 60. Geburtstag - ohne Abstand und ohne Masken

Wegen einer Geburtstagsfeier steht der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch massiv in der Kritik. Er habe seinen Ehrentag mit Freunden ohne Abstand und ohne Masken drinnen gefeiert haben. Er wehrt verteidigt die Feier.

Ein hessischer CDU-Bundestagsabgeordneter steht wegen einer privaten Geburtstagsfeier ohne Hygieneabstände und Masken in der Kritik. Am 28. Februar habe er seinen 60. Geburtstag mit seiner Familie gefeiert, erklärte Klaus-Peter Willsch (CDU) aus dem Wahlkreis Rheingau-Taunus/Limburg am Donnerstag in einer Stellungnahme. Der Politiker verteidigte die Feier. Sie sei "nach den geltenden Regeln in Hessen nicht verboten" gewesen.

Den Abend habe er mit seiner Hausgemeinschaft verbracht. Später sei unangekündigt eine befreundete Familie zur Runde hinzugestoßen, um zu gratulieren, erklärte Willsch. Nach den in Hessen geltenden Regeln sei das erlaubt gewesen, jedoch bedaure er, dass "ich damit meiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden bin".

Am Donnerstag berichtete unter anderem der "Spiegel" über den Vorfall und veröffentlichte einen Ausschnitt aus einem Video, das Willsch zeigte, wie er mit weiteren Menschen feierte. Auf den Aufnahmen trug keiner der Gäste einen Mund-Nasen-Schutz, Sicherheitsabstände wurden nicht eingehalten.

Private Treffen mit mehreren Haushalten sind in Hessen während der Corona-Pandemie nicht verboten. Zum Zeitpunkt der Feier gab es lediglich die Empfehlung, sich pro Haushalt nur mit einem Menschen aus einem weiteren Haushalt zu treffen.

(mja/AFP)