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Hendrik Wüst: NRW-Ministerpräsident will bei Corona-Maßnahmen mit Berlin zusammenarbeiten

MPK-Vorsitz : Wüst will bei Corona-Maßnahmen mit Berlin zusammenarbeiten

Als neuer NRW-Ministerpräsident übernimmt Wüst den Vorsitz bei den Corona-Gipfeln der Landeschefs. Zurückhaltend reagiert er auf die Pläne der Ampel-Parteien, die epidemische Notlage im November auslaufen zu lassen.

Der frisch gewählte Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst (CDU) hat eine enge Zusammenarbeit mit der künftigen Bundesregierung bei den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in Aussicht gestellt. "Es muss möglich sein, auch über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg in solch wesentlichen Fragen wie der Corona-Pandemie zusammenzuarbeiten", sagte Wüst am Mittwochabend im „Heute Journal“ des ZDF. Dafür habe sich bislang das Format der Ministerpräsidentenkonferenz bewährt.

Als Ministerpräsident von NRW übernimmt Wüst von seinem Vorgänger Armin Laschet auch den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz.

Die Pläne der möglichen Koalitionspartner SPD, Grüne und FDPKostenpflichtiger Inhalt die epidemische Notlage im November auslaufen zu lassen und dafür einen entsprechenden Rechtsrahmen zu schaffen, habe er "vernommen", sagte Wüst weiter. Bei diesem Rechtsrahmen "müssen wir jetzt schon genau darauf schauen. Die Details sind da wichtig." An der ein oder anderen Stelle habe er da "durchaus Zweifel."

Als neuer Ministerpräsident folgt Wüst auf Laschet, der am Montag nach viereinhalb Jahren sein Amt niederlegte und am Dienstag als neues Mitglied des Bundestags verpflichtet wurde. Die Amtszeit des neuen Ministerpräsidenten ist jedoch zunächst nur auf wenige Monate begrenzt: Am 15. Mai wird in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt. Wüst war bereits am Samstag mit überwältigender Mehrheit als Nachfolger Laschets zum Landesparteichef gewählt worden.

(peng/AFP)