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Hendrik Streeck: Staatsanwaltschaft will nicht ermitteln - Heinsberg-Studie

Anzeige wegen Heinsberg-Studie : Staatsanwaltschaft will nicht gegen Virologe Streeck ermitteln

Die Bonner Staatsanwaltschaft hat die Aufnahme von Ermittlungen gegen den Bonner Virologen Hendrik Streeck im Zusammenhang mit der Heinsberg-Studie abgelehnt. Ein Naturwissenschaftler hatte Strafanzeige gegen Streeck gestellt und ihm unter anderem Betrug vorgeworfen.

„Wir sehen keinerlei Anhaltspunkte für strafbares Verhalten“, sagte ein Sprecher der Bonner Staatsanwaltschaft unserer Redaktion am Freitagmorgen.

Streeck soll dem Anzeigensteller zufolge die nordrhein-westfälische Landesregierung getäuscht haben, um Drittmittel für die Studie einzuholen. Außerdem habe der Virologe anstelle der mit dem Auftraggeber vereinbarten wissenschaftlich basierten Fakten zum Teil „erfundene Forschungsergebnisse“ geliefert.

Dabei geht es konkret um Aussagen im Zwischenbericht zur Heinsberg-Studie vom 9. April zu einem Zusammenhang zwischen Hygienemaßnahmen, der Viruskonzentration und dem Schweregrad einer Corona-Erkrankung. Dazu seien in der Studie keine Daten erhoben worden, die einen wissenschaftlichen Befund stützen, heißt es in der Anzeige.

Eine Strafanzeige kann jeder stellen, der strafbare Handlungen vermutet. Prominente und Politiker erhalten entsprechend gehäuft solche Anzeigen.

(kib)