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Heiko Maas will verlängerte Reisewarnung vor September wieder prüfen

Corona-Pandemie : Maas will Reisewarnung auch vor September wieder prüfen

Außenminister Heiko Maas will die am Mittwoch verlängerte Reisewarnung für Länder außerhalb der Europäischen Union schnell an veränderte Bedingungen anpassen. Man behalte die Entwicklungen in einzelnen Ländern stets im Auge.

„Wir werden deshalb die Reisewarnung auch vor September immer wieder auf den Prüfstand stellen, immer mit der Sicherheit der Reisenden als zentralem Kriterium“, teilte Maas am Mittwoch mit. „Dort - und nur dort - wo das Gesamtpaket aus positiver Pandemieentwicklung, einem stabilen Gesundheitssystem, stimmigen Sicherheitsmaßnahmen für den Tourismus und verlässlichen Hin- und auch Rückreisemöglichkeiten das zulässt, können wir möglicherweise schon früher von einer Reisewarnung zu Reisehinweisen zurückkehren.“

Die Bundesregierung hatte die Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 31. August verlängert. Ausnahmen für einzelne Länder sind möglich. Den Beschluss fasste das Bundeskabinett am Mittwoch.

Anders als bei europäischen Nachbarn gebe es für den Rest der Welt noch nicht die gemeinsamen belastbaren Datengrundlagen, Kriterien und Abstimmungsprozesse, die einen uneingeschränkten Reiseverkehr ohne unkalkulierbare Risiken wieder möglich machten, so Maas dazu. „Wir können und werden nicht riskieren, dass im Sommer erneut Deutsche in aller Welt stranden oder Urlaubsrückkehrer das Virus unentdeckt nach Deutschland tragen.“

Der Bundesregierung sei bewusst, dass viele Bürger so schnell wie möglich auch außerhalb Europas wieder reisen wollten. Er nannte Urlaubsziele in der Türkei und in Nordafrika aber auch Südostasien und Amerika. Klar sei aber auch: Eine Aufhebung der Reisewarnung müsse in das Gesamtbild passen. „Solange pandemiebedingt Einreiseverbote aus Drittstaaten in die Europäische Union bestehen, wäre es nicht vermittelbar, wenn dort schon wieder zu Tausenden europäische Touristen unterwegs sind“, erklärte Maas.

(anst/dpa)