Supermärkte in der Coronakrise Mitarbeiter werden bespuckt und angepöbelt

Geldern/Wesel · Die Stimmung in den Supermärkten verschlechtert sich: Regale sind leer, Nachschub ist schnell vergriffen. Mancherorts kommt es zu Rangeleien, Mitarbeiter werden beschimpft – oder bespuckt. Handelsverbände mahnen zu Gelassenheit und angemessenen Käufen.

 Yannic Weeke, Edeka-Marktleiter in Korschenbroich, und sein Team kommen mit dem Nachräumen kaum nach und müssen etwa Hamsterkäufe von 90 Litern Milch unterbinden.

Yannic Weeke, Edeka-Marktleiter in Korschenbroich, und sein Team kommen mit dem Nachräumen kaum nach und müssen etwa Hamsterkäufe von 90 Litern Milch unterbinden.

Foto: Endermann, Andreas (end)

Zunehmende Hamsterkäufe und leere Regale sorgen für Probleme in immer mehr Supermärkten. Mancherorts kommt es offenbar zu Streits und Rangeleien. Am Dienstag rief die Marktleitung einer Rewe-Filiale in Geldern-Walbeck über Facebook zur Besonnenheit auf. „Unsere Mitarbeiter müssen sich nicht von Kunden anspucken und beschimpfen lassen, wie gestern geschehen“, schreibt die Marktleitung. „In solchen Fällen greifen wir rigoros durch und erteilen Hausverbot.“ Selbst gegen Gerüchte und Falschmeldungen muss sich der Supermarkt in dem beschaulichen Ort wehren. „Gerüchten zufolge sollen wir die nächsten drei Tage geschlossen haben. Das ist völliger Blödsinn“, schreibt die Marktleitung.