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Häme und Genesungswünsche: Boris Johnson mit Corona-Infektion in Klinik

Premierminister an Covid-19 erkrankt : Häme und Genesungswünsche für Boris Johnson

Der an Covid-19 erkrankte britische Premierminister liegt auf der Intensivstation. Neben zahlreichen Genesungswünschen reagieren einige jedoch auch mit Häme auf den Gesundheitszustand des Politikers.

Noch am Montagnachmittag hatte sich Johnson über den Kurzbotschaftendienst Twitter aus dem Krankenhaus gemeldet und erklärt, er sei „guter Stimmung“. Er stehe weiterhin in Kontakt mit seinem Team, mit dem er an der Eindämmung der Pandemie arbeite. Der Premier dankte zudem den „brillanten Mitarbeitern“ des britischen Gesundheitssystems, „die sich in dieser schwierigen Zeit um mich und andere kümmern“.

Wünsche für die rasche Genesung Johnsons kamen unter anderen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und US-Präsident Donald Trump.

„Gute Besserung, Boris“ - Politiker und Prominente senden dem britischen Premierminister Genesungswünsche.

Doch Boris Johnson erreichten nicht nur gute Wünsche - sondern auch Häme. „Boris Johnson im Krankenhaus;British Humour. ZwinkerSmiley!“, twitterte etwa EU-Parlamentsabegordneter und Satiriker Martin Sonneborn bereits vor einigen Tagen, als bekannt wurde, dass Johnson stationär behandelt werde. Am Mittwoch reagierte er auf Kritik an seinem Tweet und schrieb: „Ich glaube, Boris Johnson hat der Welt mehr Gewalt angetan als ich ihm mit einem kleinen Tweet. Ein bisschen Schadefreude, dass es bei der Schaffung von „Herdenimmunität“ den dämlichen Leithammel als erstes erwischt, sollte auch gestattet sein... Smiley.“

Der britische Journalist und Moderator (CNN) Piers Morgan, der vor einer Woche die britische Regierung für ihre Politik in der Corona-Krise noch scharf kritisiert hatte, forderte nun auf Twitter auf: „Falls du nichts Positives über Boris Johnson zu sagen hast, dann halte verdammt nochmal die Klappe. Der Mann ist unser Premierminister und kämpft gerade um sein Leben.“ Morgans Tweet wurde mehr als 17.000 Mal geteilt und von knapp 150.000 Nutzern mit „Gefällt mir“ markiert.

Johnson war zu Beginn der Corona-Krise in die Kritik geraten, weil er restriktive Maßnahmen abgelehnt hatte. Inzwischen gilt im ganzen Vereinigten Königreich eine Ausgangssperre. Bis Montag wurden in Großbritannien mehr 50.000 Corona-Infektionen nachgewiesen, fast 5400 Menschen starben.

Der britische Premierminister hatte seine Corona-Infektion Ende März öffentlich gemacht. Nach gut einer Woche in Quarantäne in seiner Dienstwohnung wurde der Premier dann am Sonntagabend in ein Krankenhaus eingeliefert, da er weiterhin Symptome zeigte.

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(anst/dpa)