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Greta Thunberg: Spende von 100.000 Dollar-Preisgeld für Unicef-Kampagne

„Eine Krise der Kinderrechte“ : Greta Thunberg spendet 100.000 Dollar Preisgeld für Unicef-Kampagne

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat dem UN-Kinderhilfswerk Unicef ein Preisgeld gespendet - in Höhe von 100.000 Dollar. Das Geld soll dem Schutz von Kindern in der Corona-Krise dienen. Thunberg hatte sich eigenen Angaben zufolge mit dem Virus infiziert.

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg spendet 100.000 Dollar für die Arbeit des UN-Kinderhilfswerks Unicef. Wie die dänische Wohltätigkeitsorganisation Human Act am Freitag mitteilte, wird mit dem Geld eine Spendenkampagne zum Schutz von Kindern vor den Folgen der Coronavirus-Pandemie ins Leben gerufen. Human Act wird dem Hilfswerk demnach zusätzliche 100.000 Dollar zur Verfügung stellen, um die gemeinsame Aktion zu fördern.

Mit der Kampagne „Let's Move Humanity for Children in the Fight Against Coronavirus“ wollen Thunberg und Human Act zu den Bemühungen von Unicef beitragen, während der Corona-Krise Leben zu retten und Gesundheitsmaßnahmen zu fördern, ohne dass dabei die Bildung der Kinder auf der Strecke bleibt. Laut Unicef Deutschland fließen die Erlöse der Kampagne direkt in die Unicef-Nothilfemaßnahmen gegen Covid-19, etwa für die Bereitstellung von Schutzmasken, Hygieneartikeln und Schutzausrüstung, sowie in die Aufklärungsarbeit und Unterstützung für Gesundheitssysteme.

„Die Corona-Pandemie ist, wie die Klimakrise, eine Krise der Kinderrechte“, erklärte Thunberg laut einer Mitteilung von Unicef Deutschland. „Sie betrifft alle Kinder, schon heute und in Zukunft. Aber benachteiligte Kinder werden besonders darunter leiden.“

Human Act ist eine dänische Stiftung, die 2016 von dem Philanthropen Djaffar Shalchi und seiner Frau gegründet worden war und sich unter anderem gegen die Armut in der Welt einsetzt. Nach Angaben der Organisation wurde Thunberg zuletzt mit dem neu geschaffenen Human Act Award 2020 ausgezeichnet. Das Preisgeld davon sei an die Greta-Thunberg-Stiftung gegangen, die dieses Geld nun für die Kampagne spende. Aus dem Umfeld Thunbergs wurden die Angaben bestätigt.

Thunberg hatte sich Ende März nach eigenen Angaben „sehr wahrscheinlich“ mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Nach einer Europareise habe sie mehrere typische Symptome bekommen, berichtete die 17-Jährige damals.

(ala/dpa)