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Gratis FFP2-Masken in Apotheken: Wann kommt der Nachschub?

Apotheken-Ansturm : Nachschub an FFP2-Masken kommt

Die Nachfrage nach den Gratis-Masken in den Apotheken ist hoch. Im Januar gibt es weitere 36 Millionen Masken für NRW - dann aber nur gegen Zuzahlung und Coupon. Apotheker fordern zudem Schnelltests für Privatkunden.

Der Ansturm auf die Apotheken war gewaltig. Und noch immer haben nicht alle Senioren ihre FFP2-Masken bekommen. Doch Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Rheinland, beruhigt: „Der Nachschub kommt. Bis Weihnachten werden wir sechs Millionen NRW-Bürger versorgen, die Anspruch auf eines Maske haben. Damit werden die Apotheken 18 Millionen Masken beschafft und verteilt haben.“ Im Übrigen laufe die Aktion ja noch bis zum 6. Januar.

Der Druck ist allerdings groß; die Nachfrage nach FFP2-Masken steigt generell. Und nicht immer kann der Großhandel sofort liefern. „Insgesamt fragen mehr Menschen die hochwertigen Masken nach, um sich besser zu schützen. Immer häufiger sieht man im Straßenbild FFP2-Masken auch bei jüngeren Menschen“, so Preis.

Die Bundesregierung stellt Bürgern, die über 60 Jahre alt sind oder an einer bestimmten Vorerkrankung leiden, über den Winter insgesamt 15 Masken zur Verfügung. Derzeit bereiten die Apotheken die Verteilung im neuen Jahr vor. „Für Januar müssen die Apotheken in NRW 36 Millionen Masken beschaffen, für Februar weitere 36 Millionen“, betont Preis. Dann gibt es die Masken aber nicht mehr gratis, auch der Maskentourismus hat dann ein Ende. Dann müssen Kunden einen Berechtigungsschein (Coupon) ihrer Krankenkasse oder privaten Krankenversicherung vorlegen.

Die Versicherungen werden von sich aus auf die Bürger zugehen und ihnen zwei Coupons zusenden. „Vom 6. Januar bis 28. Februar können die anspruchsberechtigten Kunden sechs Masken gegen Vorlage eines Coupons und Zuzahlung von zwei Euro erhalten. Vom 16. Februar bis 15. April gibt es gegen Vorlage des zweiten Coupons und weiteren zwei Euro noch einmal sechs Masken“, erläutert Preis.

Das NRW-Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass die FFP2-Masken die Kennzeichnung CE und eine vierstellige Prüfnummer tragen. „FFP2-Masken senken die Gefahr für eine Ansteckung deutlich. Sie bieten keinen vollkommenen Schutz vor dem Coronavirus“, mahnt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Man solle weiter Abstand halten und Hygieneregeln beachten.

Zugleich fragen Kunden immer öfter nach Corona-Schnelltests, wie eine Umfrage des Apothekerverbands ergab. Apotheken dürfen diese aber nicht an Privatkunden abgeben. Es müssten rasch zuverlässige Tests entwickelt und zugelassen werden, fordert Verbandschef Preis. Hier seien Diagnostikhersteller und Behörden gefordert.