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Friseur, Zoo, Museum: Was ist ab Montag in NRW wieder erlaubt?

Lockerungen in Corona-Krise : Was in NRW jetzt alles wieder möglich ist

Am Montag öffnen Zoos und Friseure, die Landesgartenschau kann stattfinden. Die neue Normalität soll den Bürger wieder viele ihrer Freiheiten ermöglichen. Trotzdem gibt es weiterhin Unklarheiten.

Nordrhein-Westfalen bereitet sich auf eine neue Normalität vor. Diese soll zwar gekennzeichnet sein von Maskenpflicht und Abstandhalten, gleichzeitig erhalten die Bürger am Montag aber einen Teil ihrer vor Wochen eingeschränkten Freiheiten zurück. Öffnen dürfen erstmals seit sechs Wochen:

  • Zoos und Tierparks
  • botanische Gärten
  • Landschaftsparks
  • Museen
  • Galerien
  • Gedenkstätten
  • Schlösser und Burgen
  • Bildungseinrichtungen wie Volkshochschulen und Musikschulen
  • Friseure

Erleichterung herrscht in Kamp-Lintfort: Die Landesgartenschau kann dort am 5. Mai öffnen, wie die Landesregierung entschied. Ursprünglich war die Öffnung schon für den 17. April geplant gewesen, zuletzt hatte aber auch das neue Datum 5. Mai auf der Kippe gestanden. Die Organisation der Landesgartenschau hat dem Land ein Corona-Konzept vorgelegt mit geplanten Abstands-Markierungen, Aushängen, Durchsagen, Zutrittsbeschränkungen in geschlossenen Räumen und Einbahnstraßen-Regelungen.

Ab Montag finden in NRW außerdem wieder Führerscheinprüfungen statt, wie der Tüv Rheinland am Freitag bekannt gab. So können die Prüfungen zunächst nur in Registrierungspflichtiger Inhalt: Dennoch gilt bei der theoretischen und der praktischen Prüfung eine Maskenpflicht, heißt es weiter.

Ab Donnerstag dürfen dann auch wieder Spielplätze benutzt werden. Die Öffnung ist laut Familienminister Joachim Stamp (FDP) „ein kleiner, aber wichtiger Schritt für unsere Kinder und die Familien“. Kinder brauchten die Möglichkeit zu toben und mit Gleichaltrigen spielen zu können. Nach der Corona-Schutzverordnung müssen die Begleitpersonen auf den Spielplätzen einen Mindestabstand von 1,50 Metern zueinander wahren. Freizeitparks bleiben dagegen vorläufig weiter geschlossen.

Unklar ist aber, ob die gelockerten Maßnahmen von Dauer sein werden - oder ob die Lockerungen die Corona-Infektionen wieder hochschnellen lassen. In Nordrhein-Westfalen sind bis Sonntag 33.412 Coronavirus-Infektionen registriert worden. Das waren 212 bestätigte Fälle mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte. Die Zahl der Toten erhöhte sich innerhalb eines Tages um 19 auf 1268 seit Beginn der Pandemie.

Viele Unklarheiten gibt es weiterhin beim Thema Schulöffnungen. Der Präsident des Nordrhein-Westfälischen Lehrerverbands (NRWL), Andreas Bartsch, bemängelte widersprüchliche Signale der Landesregierung. „Die Irritationen in der Lehrerschaft sind inzwischen gewaltig“, sagte Bartsch unserer Redaktion. „Wir benötigen eine gute, klare Planung und nicht das ewige Hin und Her der vergangenen Tage.“ Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) müsse sich besser mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) abstimmen, forderte Bartsch.

(mba/dpa)