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Fehlende Investitionen wegen Corona: Finanzielle Belastung für Kommunen

Umfrage der Förderbank KfW : Kommunen rechnen mit finanzieller Belastung wegen Corona

Viele deutsche Städte und Gemeinden erwarten wegen der Folgen der Corona-Krise auf absehbare Zeit eine deutliche Verschlechterung ihrer Haushaltslage. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichen Befragung der staatlichen Förderbank KfW unter 200 Kommunen hervor.

Demnach beurteilen 90 Prozent von ihnen ihre Finanzsituation im laufenden Jahr "pessimistisch". 80 Prozent gehen davon aus, dass die Lage auch im kommenden Jahr schlecht bleibt.

Die Befragung ist nach Angaben der KfW nicht repräsentativ für die Gesamtheit der Kommunen. Sie liefere jedoch "einen belastbaren Eindruck" davon, wie sich die Corona-Pandemie finanziell auf die Gemeinden auswirke, erklärte die Förderbank. 42 Prozent erwarteten in diesem Jahr stark sinkende Einnahmen, weitere 53 Prozent zumindest tendenziell sinkende Einnahmen. Hauptursache dafür sei, dass die Steuereinnahmen durch die Krise zurückgingen.

Auf der anderen Seite rechneten 50 Prozent der befragten Gemeinden für 2020 und die Folgejahre mit steigenden Ausgaben, etwa durch höhere Sozial- und Personalausgaben. In vielen Kommunen dürfte die Verschuldung steigen, resümierte die KfW. In 63 Prozent der befragten Städte und Gemeinden stünden nach eigenen Angaben zudem auch "Konsolidierungsmaßnahmen" an. Jede dritte Kommune rechne damit, weniger investieren zu können - etwa in die Infrastruktur.

(anst/AFP)