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EU-Wirtschaft soll sich nach Corona nachhaltig erholen

Wirtschaft nach Corona-Krise : EU-weiter Ruf nach Öko-Konjunkturpaket

Nach der Corona-Krise muss sich die Wirtschaft erholen - aber bitte nachhaltig: Das fordern Politiker, Unternehmenschefs, Gewerkschaften, Verbände und Experten aus ganz Europa.

Am Dienstag veröffentlichten sie einen Aufruf, den auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) unterzeichnet hat. „Nach der Krise wird die Zeit des Wiederaufbaus kommen“, heißt es darin. Die massiven Investitionen und die Pläne für Aufschwung auf allen Ebenen müssten Klimaschutz und den Erhalt der Ökosysteme zum zentralen Teil der Wirtschaftspolitik machen.

Gestartet hatte die Initiative der Vorsitzende des Umweltausschusses im Europäischen Parlament, Pascal Canfin. Schulze sagte, schon jetzt biete sich die Chance, ein neues Wohlstandsmodell zu entwickeln. „Dieses neue Modell muss sich an den Klimazielen orientieren, einer klimaneutralen Wirtschaft in ganz Europa den nötigen Rückenwind geben und uns helfen, auch künftige Herausforderungen gemeinsam zu meistern.“ Sie freue sich über die überparteiliche Initiative.

Bereits vergangene Woche hatten 13 europäische Umweltminister gefordert, im Zuge der Corona-Krise nicht die Gefahren des Klimawandels und des Artensterbens zu vergessen, und den europäischen Green Deal als Rahmen fürs Wiederankurbeln der Wirtschaft zu nutzen. Auch das hatte Schulze unterzeichnet.

(anst/dpa)