1. Panorama
  2. Coronavirus

Erschwerte Einreise: Berlin-Mitte gilt in Schleswig-Holstein als Risiko-Gebiet

Erschwerte Einreise : Berlin-Mitte gilt in Schleswig-Holstein als Risikogebiet

Schleswig-Holstein hat den Berliner Bezirk Mitte wegen hoher Corona-Infektionszahlen als eines von vier Risikogebieten im Inland ausgewiesen. Wer aus dieser Region in das Bundesland reisen will, muss einiges beachten.

Das könnte Urlaubspläne mancher Berliner mit Blick auf die anstehenden Herbstferien durchkreuzen: Denn alle Einreisenden aus Risikogebieten müssen sich im Norden für zwei Wochen in Quarantäne begeben oder zwei negative Corona-Tests innerhalb von fünf Tagen vorweisen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag in Kiel sagte. Das gilt auch für Schleswig-Holsteiner, die aus Berlin-Mitte zurückkehren.

Berlin-Mitte gilt als Corona-Hotspot. Hier ist die Zahl der Infizierten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen so hoch wie in keinem anderen der zwölf Berliner Bezirke. Am Freitag lag der Wert bei 59,6, also weit über der von Fachleuten als kritisch angesehenen Marke von 50. Die Berliner Gesundheitsverwaltung kommentierte die Entscheidung Schleswig-Holsteins am Freitag nicht.

Berlinweit klingeln bereits ab einem Wert von 30 die Alarmglocken. Dieser ist seit Tagen überschritten und lag am Freitag bei 34,5. Deshalb steht eine von drei Corona-Ampeln auf Rot. Ab Samstag gelten vor diesem Hintergrund restriktive Obergrenzen für private Feiern sowie eine Maskenpflicht für Bürogebäude.

Als Hauptursache für den seit längerem starken Anstieg der Corona-Infektionen in Berlin gelten den Behörden zufolge private Feiern und illegale Partys. Alkohol fließt hier oft reichlich, Abstandsgebote oder Schutzmasken spielen dabei oft keine Rolle.

Neben Berlin-Mitte gelten aktuell in Schleswig-Holstein drei weitere Städte und Kreise in Deutschland als Risikogebiete: Der Landkreis Rhön-Grabfeld in Bayern sowie die Städte Hamm und Remscheid in Nordrhein-Westfalen. Bereits seit Ende Juni weist das nördliche Bundesland nicht nur ausländische Regionen, sondern auch solche innerhalb Deutschlands als Risikogebiete aus.

(ahar/dpa)