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Deutsche Unternehmen entschärfen Lieferengpässe für Desinfektionsmittel

Rund 820.000 Liter : Unternehmen entschärfen Lieferengpässe für Desinfektionsmittel

Vermehrte Produktion im Inland soll die Engpässe medizinischer Ausrüstung überwinden. Für Desinfektionsmittel hat sich bereits eine Reihe von großen Unternehmen zusammengefunden.

Mit einer schnellen Aktion haben mehrere deutsche Großunternehmen eine Menge von 820.000 Litern Desinfektionsmitteln für Krankenhäuser mobilisiert und damit die Lieferengpässe in diesem Bereich entschärft. Hinter dem Projekt steht als Initiator und Finanzier das Bundesgesundheitsgesundheitsministerium, wobei die erste Charge zum Teil von den Unternehmen gespendet wird.

Im einzelnen haben Shell Deutschland, Evonik, Dow Deutschland und Olin zusammen mit der Spedition Klaeser, der Rhenus AG und DHL Express unter der Koordination des Bundesverbandes deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) eine vollkommen neue komplexe Lieferkette aufgebaut, die hohe medizinische Qualitätsansprüche erfüllen soll.

Mit Hilfe von Tankwagen und der Logistik der Spedition Klaeser liefert Shell im ersten Schritt 700 Tonnen Bioethanol. Diese werden in Duisburg bei der Rhenus Warehousing Solutions in 1000-Liter-Container abgefüllt und dann per Lkw durch die Rhenus Freight Logistics zu den Krankenhausapotheken gebracht. Die Apotheken mischen das Bioethanol mit 35.000 Litern Wasserstoffperoxid vom Spezialchemiekonzern Evonik und 12.000 Litern Glycerin des Chemieunternehmens Olin, kommissioniert von Dow Deutschland, zum gebrauchsfertigen Produkt. Die Zustellung des Wasserstoffperoxids und des Glycerins an die rund 340 deutschen Krankenhausapotheken übernimmt DHL Express.

(dpa)