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Coronavirus weltweit: Pandemie vernichtet laut ILO 100 Millionen Jobs

Auswirkungen auf den weltweiten Arbeitsmarkt : Corona vernichtet laut ILO im laufenden Jahr 100 Millionen Jobs

Die Corona-Krise wirkt sich laut den Vereinten Nationen verheerend auf die Arbeitsmärkte aus. Im laufenden Jahr verursache die Krise den Wegfall von insgesamt rund 100 Millionen Vollzeit-Arbeitsplätzen, teilte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) am Mittwoch in Genf mit.

ILO-Generaldirektor Guy Ryder führte aus, 2022 würden noch einmal 26 Millionen Vollzeitstellen vernichtet. Ryder hielt weiter fest, dass damit im kommenden Jahr weltweit 205 Millionen Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen sein würden. Im letzten Jahr vor der Corona-Krise, 2019, seien global 187 Millionen Frauen und Männer arbeitslos gewesen. Ryder machte die Aussagen aufgrund einer neuen Trendstudie der ILO.

Ryder betonte, dass Frauen stärker als Männer von den Jobverlusten betroffen seien. Ebenso litten junge Menschen stärker unter der Krise als Menschen, die im Arbeitsleben etabliert seien. Viele Junge suchten vergeblich einen Job und ihr Eintritt in das Arbeitsleben verzögere sich. Die Störungen auf dem Arbeitsmarkt für junge Leute könnten noch Jahre andauern.

Zudem mache sich die Arbeitslosigkeit stärker in armen Ländern bemerkbar als in reichen. Die wohlhabenden Staaten könnte ihre Bevölkerungen schneller gegen Covid-19 impfen und somit rascher zur Normalität zurückkehren.

Die ILO, eine Sonderorganisation der UN, kalkulierte den Wegfall von Arbeitsstunden infolge der Corona-Krise und rechnet die Einbußen in Jobverluste um. Dabei geht die ILO von einer 48-Stunden-Woche aus.

(c-st/epd)