Pilotstudie zur Corona-Pandemie Heinsberg im Fokus der Forscher

Heinsberg · Der Virologe Hendrik Streeck startet in der vom Coronavirus besonders betroffenen Region eine Studie zur Dunkelziffer der Infizierten. Heinsberg sei dem Rest Deutschlands etwa zweieinhalb Wochen voraus, sagt der Landrat. Was lässt sich aus den Erfahrungen dort lernen?

 Die Hygienikerin Ricarda Schmithausen, Landrat Stephan Pusch und der Virologe Hendrik Streeck am Dienstag in Heinsberg.

Die Hygienikerin Ricarda Schmithausen, Landrat Stephan Pusch und der Virologe Hendrik Streeck am Dienstag in Heinsberg.

Foto: dpa/Jonas Güttler

Die Redensart, die Stephan Pusch an diesem Morgen immer wieder über die Lippen kommt, ist: Licht ins Dunkel bringen. Und derjenige, der das machen soll, sitzt gleich neben Pusch, dem Landrat des Kreises Heinsberg. Es ist Hendrik Streeck. Virologe, also derzeit eine Art Popstar. Streeck kommt von der Uniklinik Bonn und soll in Heinsberg eine bisher einmalige Studie starten. Es geht darum, die Infektionsketten beim Coronavirus-Ausbruch genauer zu erforschen und die Zahl derjenigen zu ermitteln, die zwar infiziert waren, aber nicht getestet wurden und demnach auch nicht in der Statistik auftauchten. Die Dunkelziffer soll ans Licht.