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Coronavirus:UN-Expertin befürchtet große Hungerkrise durch Corona-Pandemie - Liveticker

Liveblog : UN-Expertin befürchtet große Hungerkrise durch Corona-Pandemie

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) rechnet mit einer großen Hungerkrise. Laut Zahlen der Johns Hopkins Universität sind weltweit mittlerweile mehr als eine Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Alle Entwicklungen im Liveblog.

  • Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) rechnet mit einer großen Hungerkrise infolge der Corona-Pandemie. „Wir läuten richtig die Alarmglocken“, sagte Bettina Lüscher, Sprecherin des Berliner WFP-Büros, dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Wir befürchten, dass es eine ganz große Krise wird.“ Schon bisher müsse das WFP 87 Millionen Menschen in über 80 Ländern mit Nahrungsmitteln versorgen. Dies werde durch Kriege, Klimawandel, Dürren und Fluten immer schwieriger. Nun komme die Corona-Pandemie hinzu.

    Aber die Hilfe für die Menschen dürfe nicht nachlassen: „Wir sind deren lebensrettender Anker“, sagte Lüscher. Durch das Coronavirus, das fast alle afrikanischen Länder erreicht habe, entstehe vielerorts eine wirklich schlimme Gemengelage, vor allem in Gebieten mit schwacher Wirtschaft und schwachen Gesundheitssystemen. „Wir sind in einer einzigartigen Situation, die wir als weltgrößte Hilfsorganisation so noch nie angepackt haben. Das ist absolut Neuland“, sagte die WFP-Sprecherin.

    Bisher hungern nach UN-Schätzungen über 820 Millionen Menschen weltweit. Allein in Ostafrika sind 15 Millionen Menschen unterernährt, im Südsudan, in Äthiopien, Somalia und Kenia. Durch die Corona-Pandemie sei zu befürchten, dass Hunger für weitere Millionen Menschen zur Realität wird, sagte Lüscher. Der Bedarf an Nahrungsmittelhilfe werde steigen.

  • 4/3/20 4:23 AM
    Auch vor den entlegensten Gegenden der Welt macht das Coronavirus nicht halt. Im Kampf gegen das Virus hat sich die 3500 Kilometer von der südamerikanischen Küste entfernte chilenische Osterinsel nahezu vollständig abgeschottet. Strände und Nationalparks sind menschenleer. Doch auf der vom Tourismus abhängigen Insel fürchten viele Bewohner um ihre Existenz.
    Die Corona-Krise hat die chilenische Insel mit gut 7700 Einwohnern in eine Ausnahmesituation manövriert. Zwei Coronavirus-Infektionen wurden bisher nachgewiesen, das Testergebnis für zwei Verdachtsfälle steht noch aus. Eine weitere Ausbreitung des Virus könnte zur Katastrophe führen: Inselweit gibt es lediglich drei Beatmungsgeräte.

  • 4/3/20 4:19 AM
    Die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise setzen die Verkehrsunternehmen zunehmend unter Druck. Bei den Bartickets wie Einzelfahrscheinen und Monatskarten sind die Verkäufe um 70 bis 90 Prozent eingebrochen, wie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Sie machen sonst etwa die Hälfte aller Ticketeinnahmen aus. „Wir haben 80 bis 90 Prozent weniger Fahrgäste“, erklärte Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff.
  • 4/3/20 3:56 AM
    Auch die Mitglieder von Terrororganisationen wie IS, Al-Kaida oder Taliban sind vom Coronavirus bedroht. Einige von ihnen sehen jedoch im Chaos der Pandemie neue Chancen: https://rp-online.de/politik/ausland/coronavirus-so-wirkt-sich-die-pandemie-auf-terror-organisationen-aus_aid-49895017
  • 4/3/20 3:17 AM
    Das Kölner Museum Ludwig lagert Bilder aus den USA - in Folge der Corona-Pandemie. Am 1. März ging in dem Museum eine Ausstellung über den Konzeptkünstler Wade Guyton zu Ende - doch die rund 200 Leihgaben aus den USA stehen immer noch dort. Die Kosten für den Rücktransport seien aufgrund der zusammengestrichenen Flüge jetzt massiv von 75.000 auf 330.000 Euro gestiegen. Das sei allerdings noch nicht einmal der ausschlaggebende Grund, sagte Direktor Yilmaz Dziewior der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist sicherer, wenn die Arbeiten bei uns sind als wenn sie irgendwo im Transit stehen.“ Ausgeliefert würden sie derzeit sowieso nicht. Das Vorgehen sei mit Museen und privaten Leihgebern abgesprochen worden.
  • 4/3/20 2:39 AM
    „Selbst wenn uns Corona eine Zeit mit weniger Schadstoffen bringt, weil weniger gefahren und produziert wird, sollten wir nicht aus dem Blick verlieren, dass wir eine langfristige Verkehrswende in den Städten brauchen - nicht nur für bessere Luft, sondern auch für weniger Lärm.“
    Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamts, warnt zudem vor voreiligen Schlüssen zur Wirkung der Corona-Krise auf die Umweltverschmutzung. Der Zeitraum sei noch zu kurz, um valide Schlüsse zu ziehen.
  • 4/3/20 1:58 AM
    Chinesische Politiker machen sich Sorgen über die Gefahr einer so genannten zweiten Coronavirus-Welle. Hohe Funktionäre forderten die Einwohner der chinesischen Millionenmetropole Wuhan auf, ihre Schutzmaßnahmen zu verstärken und das Verlassen der Wohnung zu vermeiden. Auf dem Festland Chinas sind die täglichen Fallzahlen seit dem Höhepunkt der Krise im Februar zwar zurückgegangen, aber jeden Tag werden Dutzende neue Covid-19-Fälle mit Reisenden aus Übersee gemeldet. Am Donnerstag meldeten die chinesischen Behörden 31 neue bestätigte Coronavirus-Fälle, darunter zwei lokal übertragene Infektionen.

    Unterdessen wird China am Samstag eine nationale Trauerfeier für "Märtyrer" abhalten, die im Kampf gegen die Epidemie gestorben sind, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua weiter berichtet.
  • 4/3/20 1:15 AM
    Die US-Regierung scheint sich der Kritik zu beugen, ihre Bürger mit der Finanzierung einer Covid-19-Behandlung allein zu lassen. US-Vizepräsident Mike Pence teilte am Donnerstagabend (Ortszeit) mit, Präsident Donald Trump habe die Coronavirus-Arbeitsgruppe im Weißen Haus angewiesen, Wege zu finden, wie die Regierung für Behandlungen der rund 30 Millionen nicht krankenversicherten Amerikaner bezahlen könne. Man arbeite an einem Vorschlag für Trump, wie Coronavirus-Hilfsgelder dafür verwendet werden könnten, die Krankenhäuser direkt zu bezahlen.
  • 4/3/20 12:42 AM
    Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, hat sich Peru eine besondere Variante der Ausgangssperre einfallen lassen: nach Geschlechtern getrennt. Wie der peruanische Präsident Martin Vizcarra sagte, dürfen Männer und Frauen ihre Häuser nur an bestimmten Tagen, getrennt nach Geschlecht, verlassen. So dürften Montags, Mittwochs und Freitags nur Männer nach draußen gehen, um sich zu versorgen. Frauen dürften dann Dienstag, Donnerstag und Samstag ausgehen. Sonntags dürfe niemand das Haus verlassen. "Wir müssen dafür sorgen, dass weniger Menschen täglich auf der Straße sind", sagte Vizcarra.
  • 4/3/20 12:13 AM
    Nur sieben Prozent der Deutschen wünschen sich weniger staatliche Eingriffe im Kampf gegen das Coronavirus. Das geht aus einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Zeitung „Die Welt“ (Freitag) in acht europäischen Ländern und den USA hervor. In Deutschland halten 44 Prozent die Maßnahmen für ausreichend, sogar strengere Maßnahmen fordern 41 Prozent - zusammengenommen 85 Prozent.

    Auch in den besonders stark betroffenen europäischen Ländern ist die Zustimmung sehr hoch: Spanien (92 Prozent), Italien und Frankreich (90 Prozent).

  • 4/2/20 11:07 PM
    Am Donnerstag hat die belgische Pro League als erste große Fußball-Liga ihre Saison wegen der Corona-Krise abgebrochen. Bald darauf äußerte sich die Uefa:
  • 4/2/20 10:29 PM
    US-Präsident Donald Trump ist erneut negativ auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Trump sei gesund und habe keinerlei Symptome der Lungenerkrankung Covid-19, teilte das Weiße Haus am Donnerstag mit. Trump hatte sich bereits Mitte März auf eine mögliche Infektion mit dem Virus testen lassen.
  • 4/2/20 10:26 PM
    Der Hilferuf eines US-Marinekapitäns hat zu dessen Entlassung geführt. Unter den mehr als 4000 Besatzungsmitgliedern der „USS Theodore Roosevelt“ gibt es bislang mindestens 114 bestätigte Fälle von Sars-CoV-2. Kapitän Brett Crozier hatte unter anderem darauf hingewiesen, dass es keine Quarantäne-Stationen auf dem Kriegsschiff gibt. In einem Brief hatte er eine weitgehende Evakuierung des nuklearbetriebenen Flugzeugträgers gefordert, um weitere Infektionen zu vermeiden. Der Beschwerdebrief war am Dienstag an die Öffentlichkeit gelangt. Am Donnerstag enthob die US-Regierung den Kapitän seines Amtes. Die Navy wirft Crozier vor, den Brief auch an Empfänger außerhalb der Befehlskette adressiert zu haben.

    Das Schiff liegt derzeit vor der Pazifikinsel Guam vor Anker. Das US-Militär hat inzwischen rund 3000 Soldaten vom Schiff gebracht, um sie an Land zu isolieren. Rund 1000 Soldaten sollen an Bord bleiben, um die Funktionstüchtigkeit und Sicherheit des hochgerüsteten und nuklearbetriebenen Schiffs zu garantieren.

  • 4/2/20 9:07 PM
    Die Odyssee des Kreuzfahrtschiffes „Zaandam“ ist vorbei. Die „Zaandam“ legte am Donnerstag im Hafen von Fort Lauderdale in Florida an, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.
  • 4/2/20 8:47 PM
    Frankreich hat zahlreiche für den Sommer geplante internationale Veranstaltungen verschoben. Dazu zählt der Frankreich-Afrika-Gipfel, der am 6. Juni in Bordeaux geplant war, wie der Élyséepalast am Donnerstagabend mitteilte. In Zusammenarbeit mit den afrikanischen Partnern werde Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seinen Amtskollegen in den kommenden Tagen eine Initiative vorschlagen, die sich der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Reaktion auf Covid-19 auf dem gesamten Kontinent widme, so der Élysée weiter. Macron hatte bereits im Januar die Staatschef der G5-Sahelgruppe nach Frankreich eingeladen. Ebenfalls verschoben ist der Kongress der Weltnaturschutzunion IUCN. Er war für den 11. bis 19. Juni in Marseille geplant und soll nun Anfang des Jahres 2021 nachgeholt werden. Das gilt auch für das Generation Equality Forum von UN Women, das für den 7. bis 10. Juli 2020 geplant war. Es soll nun in der ersten Jahreshälfte 2021 stattfinden.
  • 4/2/20 7:54 PM
    Auch die Düsseldorfer Geburtskliniken verschärfen ihre Regeln. Noch dürfen Schwangere ihre Partner mit in den Kreißsaal nehmen. Das Florence-Nightingale-Krankenhaus rät mittlerweile aber zur ambulanten Geburt.
  • 4/2/20 7:47 PM
    Die amerikanische Johns Hopkins Universität meldet, dass weltweit mittlerweile die Marke von einer Millionen Infizierter überschritten wurde. Mit über 230.000 Infizierten liegen die USA immer noch an der Spitze. In Deutschland seien mittlerweile mehr als 1000 Patienten an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Wie die Universität auf ihre international anerkannten Zahlen kommt, haben wir hier erklärt [RP+].
  • 4/2/20 7:44 PM
    Das vom Coronavirus betroffene Kreuzfahrtschiff "Zaandam" darf nach Angaben des Bürgermeisters von Fort Lauderdale in den Hafen der Stadt in Florida einlaufen. Die Küstenwache sowie verschiedene Behörden hätten sich darauf geeinigt, dass die "Zaandam" und ihr Schwesterschiff "Rotterdam" die Erlaubnis bekämen, im Hafen von Fort Lauderdale anzulegen, schrieb der Bürgermeister der Stadt, Dean Trantalis, am Donnerstag auf Twitter.

    Auf der "Zaandam" waren mehrere Passagiere positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Reederei Holland America Line – die sowohl die "Zaandam" als auch die "Rotterdam" betreibt – hatte am Montag mitgeteilt, vier Passagiere seien gestorben, andere seien in Lebensgefahr. Trantalis erklärte, vereinbart seien diverse Schutzvorkehrungen, damit Infizierte nicht mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt kämen. Die Mehrzahl der Passagiere, die nicht krank sei und keine Symptome habe, solle mit Bussen direkt zu Flugzeugen gebracht werden, um Fort Lauderdale zu verlassen. Eine kleine Gruppe schwer kranker Passagiere solle in örtliche Krankenhäuser gebracht werden. Jene mit leichten Krankheitsverläufen oder Symptomen sollten an Bord in Quarantäne bleiben.
  • 4/2/20 7:40 PM
    In Duisburg musste heute eine Bombe entschärft werden. Wie bei solchen Einsätzen üblich, wurde für Betroffene, die evakuiert werden mussten, ein Aufenthaltsraum eingerichtet. Aufgrund der Pandemie wurde dort streng auf Sicherheit und Hygiene geachtet.
  • 4/2/20 7:14 PM
    In Madrid wurde auf dem Messegelände Ifema ein provisorisches Feldlazarett eingerichtet. Dort werden Patienten in dem besonders vom Virus getroffenen Spanien behandelt.
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