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Coronavirus: Reisen, Schulen, Unis, Sport, NRW - alle Infos im Überblick

Übersicht : Alle Infos zum Coronavirus auf einen Blick

Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 hat seit Mitte März massive Auswirkungen auf das Leben in Deutschland und vielen anderen Ländern der Welt. Wir haben die aktuellen Infos zum Thema zusammengestellt.

Direkt zu einem Thema springen: Medizinisches, Schulen, Hochschulen, Nahverkehr, Reisen, Arbeit und Wirtschaft, Veranstaltungen, Altenheime und Pflegeeinrichtungen, Sport, Haustiere

Wie ist die Lage in NRW?

Nordrhein-Westfalen war anfangs das am stärksten betroffene Bundesland, mittlerweile sind jedoch auf die Einwohnerzahl gerechnet in Bayern am meisten Menschen betroffen. In unserer interaktiven Karte finden Sie eine aktuelle Übersicht über die Zahl der Infizierten, Genesenen und Todesfälle in den Kreisen und kreisfreien Städten in NRW.

Ständig aktuelle Informationen aus NRW und dem Rest der Welt finden Sie zudem in unserem Liveblog.

Das öffentliche Leben in Nordrhein-Westfalen war seit Mitte März stark eingeschränkt. Gastronomie, Museen, Schulen und viele weitere Einrichtungen wurden geschlossen. Seit dem 4. Mai haben Friseursalons, Gedenkstätten, Museen und Zoos wieder geöffnet. Ab Donnerstag, 7. Mai, sind in NRW auch wieder Spielplätze frei zugänglich. Alle Infos darüber lesen Sie hier.

Am 6. Mai verkündete der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, dass weitere Einrichtungen des öffentlichen Lebens schrittweise öffnen dürfen. Welche das sind und wann sie öffnen, erfahren Sie hier.

Beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen gilt seit dem 27. April in NRW eine Schutzmaskenpflicht. Welche Masken sich wofür eignen, lesen Sie hier. Gastronomiebetriebe müssen weiter geschlossen bleiben, das Liefern und Abholen von Speisen bleibt erlaubt.

Durch Erlass des Gesundheitsministeriums waren ab dem 22. März nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt.

Zunächst wurde am 6. Mai eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juni, später dann bis zum 29. Juni beschlossen. Nach und nach haben alle Geschäfte wieder geöffnet, Restaurants dürfen öffnen. Bars und Clubs sowie Bordelle bleiben geschlossen. Eine Übersicht, was offen und was geschlossen hat - finden Sie hier.

Hier lesen Sie, welche Lockerungen es ab Samstag, dem 30. Mai für NRW beschlossen worden sind.

Medizinisches

Wann muss ich Sorge haben, infiziert zu sein? Infos zu Symptomen und Tests finden Sie hier.

Wie lange kann das Virus auf glatten Oberflächen überleben? Sind Desinfektionsmittel sinnvoll? Wir haben mit dem Virologie-Professor Ortwin Adams vom Universitätsklinikum Düsseldorf gesprochen und ihm 25 häufig gestellte Fragen zum Coronavirus vorgelegt. Hier lesen Sie seine Antworten [RP+].

Händewaschen, in den Ellbogen niesen, Abstand halten: Die Tipps, mit denen man seine Ansteckungsgefahr minimieren kann, können die meisten inzwischen auswendig herunterbeten. Hier finden Sie dennoch noch einmal eine Übersicht.

Probleme bei medizinischem Personal: Wer ungeschützt Kontakt mit einem Coronavirus-Patienten hatte, soll zur Sicherheit 14 Tage zu Hause bleiben. Bei Ärzten und Pflegern funktioniert das nicht. Warum das so ist, lesen Sie hier [RP+].

So können Sie helfen - und Hilfe bekommen Die Corona-Krise legt das öffentliche Leben in Nordrhein-Westfalen derzeit lahm – und stellt vor allem alte und kranke Menschen vor Probleme. Möglichkeiten, wie Sie helfen können und wie Sie Unterstützung bekommen, haben wir hier gesammelt. Außerdem bietet die „Rheinische Post“ die neue Plattform #rpgemeinsamstark an, bei der Menschen zusammenkommen können, die einander unterstützen.

Wie funktioniert eigentlich der Test auf das Coronavirus? Wir waren in der Uniklinik Düsseldorf und haben es uns angeschaut.

Schulen und Kitas

Die Schulen und Kindertageseinrichtungen in NRW haben am 16. März geschlossen. Seit dem 23. April haben die Schulen schrittweise geöffnet. Zunächst für diejenigen Schüler, die dieses Jahr ihren Abschluss machen. Infos zu der Regelung finden Sie hier.

Am 6. Mai verkündeten NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Schulministerin Yvonne Gebauer, dass ab dem 11. Mai die Schüler von Grundschulen und weiterführenden Schulen wieder tageweise unterrichtet werden. „Es wird keinen Unterricht geben, so wie wir ihn kannten“, sagte die Ministerin. Der Unterricht werde in kleineren Lerngruppen stattfinden, Klassen sollten zumeist geteilt und tageweise unterrichtet werden. Zudem gebe es ein Beschäftigungsverbot für Lehrpersonal aus Risikogruppen.

Kitas dürfen schon seit Montag, den 16. März, keine Kinder mehr betreuen. Nun ist klar: Ab dem 8. Juni öffnen die Kitas in NRW wieder. Wie das funktionieren soll - steht hier.

Für Kinder, deren Eltern in einem systemrelevanten Beruf arbeiten, gibt es die Möglichkeit einer Notbetreuung. Die Zahl dieser Berufe wird künftig erweitert. Welche Berufe das sind, lesen Sie hier [RP+].

Hochschulen

Der Vorlesungsbeginn des Sommersemesters 2020 in Nordrhein-Westfalen ist bis zum Ende der Osterferien verschoben. Die NRW-Hochschulen starteten am 20. April mit reiner Online-Lehre ins Sommersemester. Infos dazu gibt es hier.

Öffentliche Verkehrsmittel

Der öffentliche Nahverkehr gilt als unverzichtbar, damit etwa medizinisches Personal noch zur Arbeit kommen kann. In einigen Städten, zum Beispiel in Köln und Düsseldorf wurde der Takt aber ausgedünnt, weil die Verkehrsbetriebe mit weniger Passagieren und mehr Ausfällen bei Mitarbeitern gerechnet hatten. Seit dem 27. April ist die Düsseldorfer Rheinbahn wieder zum normalen Fahrplan zurückgekehrt. Zudem führen die Verkehrsbetriebe Vorsichtsmaßnahmen ein, zum Beispiel dürfen Fahrgäste in vielen Bussen nicht mehr vorn beim Fahrer einsteigen. Das bedeutet auch, dass es nicht mehr möglich ist, beim Fahrer ein Ticket zu kaufen. Seit dem 27. April gilt außerdem Mundschutzpflicht in Bussen und Bahnen in NRW.

Die Deutsche Bahn hatte ihren Regionalverkehr zwischenzeitlich deutlich eingeschränkt. Damit reagierte das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen. Außerdem würden in den Regionalzügen bis auf weiteres die Fahrkarten nicht mehr kontrolliert. Dies geschehe zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern, sagte eine Sprecherin. Seit dem 20. April fahren aber zumindest viele S-Bahnen in NRW wieder nahezu im Normalbetrieb. Welche das sind, lesen Sie hier.

Reisen

Generell gilt die dringende Empfehlung von Bund und Ländern, derzeit auf private Reisen zu verzichten, auch auf Besuche von Verwandten.

Zahlreiche Länder haben Einreisebeschränkungen verhängt. So dürfen etwa Menschen aus ganz Europa nicht mehr in die USA einreisen. Hier finden Sie eine Übersicht darüber, welche Länder Deutschen derzeit die Einreise verbieten oder etwa eine Quarantäne nach der Ankunft vorschreiben. Die ersten Bundesländer in Deutschland haben Ende Mai ihre Hotels wieder geöffnet. In NRW öffneten die Hotels wieder am 21. Mai ihre Pforten.

Deutschland hat seit dem 16. März massive Grenzkontrollen zu den Nachbarn Dänemark, Frankreich, Schweiz und Österreich eingeführt. Für Pendler und den Warenverkehr bleiben die Übergänge offen. „Normal“ Reisende dürfen nicht ausreisen. Hier finden Sie die Einzelheiten. Auch in den Niederlanden werden bereits vereinzelt Kontrollen durchgeführt.

Mittlerweile wurden die Grenzkontrollen gelockert. Einreisen darf, wer einen triftigen Grund hat und dies nachweisen kann. Nach Dänemark dürfen deutsche Touristen ab dem 15. Juni wieder einreisen.

Die internationale Reisewarnung des Auswärtigen Amts für alle Länder wurde bis zum 15. Juni verlängert. Was Urlauber nun wissen müssen, erfahren Sie hier. Außenminister Heiko Maas kündigte aber unlängst an, dass sie danach wohl nicht mehr verlängert werde. Für 31 Länder soll sie aufgehoben werden.

Seit dem 4. Mai ist es polnischen Arbeitnehmern und Studenten erlaubt, wieder zum Arbeiten und Studieren nach Deutschland, in die Slowakei, Tschechien oder Litauen zu reisen. Laut einer Verordnung der Regierung in Warschau müssen die Pendler bei einer Rückkehr nach Polen nicht mehr wie bislang für 14 Tage in Quarantäne. Diese Regelung gilt allerdings nicht für Menschen, die einen medizinischen Beruf ausüben oder in Pflegeeinrichtungen tätig sind, heißt es in der Verordnung vom 30. April.

Wer für die kommenden Wochen und Monate eine Reise gebucht hat, muss jetzt damit rechnen, sie möglicherweise nicht antreten zu können. Hier lesen Sie, welche Rechte Touristen und andere Reisende in einer solchen Situation haben [RP+].

Arbeit

Viele Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter vorsorglich ins Homeoffice. Andere haben bisher noch kaum auf die Bedrohung durch das Virus reagiert. Welche Rechte Sie als Arbeitnehmer haben, lesen Sie hier.

Andere Betriebe melden Kurzarbeit an. Was Arbeitnehmer in diesem Fall beachten müssen, ist hier nachzulesen.

Hartz-IV-Empfänger müssen vorerst nicht mehr persönlich bei ihrer Arbeitsagentur vorsprechen, sondern es reicht häufig der telefonische Kontakt. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit am Sonntag nach einer Sondersitzung des Vorstandes mit. „Eine Arbeitslosmeldung kann auch telefonisch erfolgen. Ein Antrag auf Grundsicherung kann formlos in den Hausbriefkasten der Dienststelle eingeworfen werden.“ Die Möglichkeit zum persönlichen Kontakt bleibe nur für Notfälle erhalten. Termine müssten nicht abgesagt werden. Ein nicht eingehaltener Termin werde keine Rechtsfolgen nach sich ziehen.

Wirtschaft

Es ist absehbar, dass das Virus und die Vorsichtsmaßnahmen handfeste Auswirkungen auf die Konjunktur hat. Die Regierung rechnet bis zur Jahresmitte mit einer schrumpfenden Wirtschaft. Bisher wurden vom Bund Zuschüsse von acht Milliarden Euro an kleine Unternehmen bewilligt.

In NRW können Selbstständige und kleine Unternehmen Soforthilfen beantragen. Das ist auf der Website soforthilfe-corona.nrw.de möglich. Das Portal ist seit dem 17. April wieder online, vorher war es wegen Betrugsfällen zwischenzeitlich vom Netz gegangen.