1. Panorama
  2. Coronavirus

Coronavirus in NRW: Spielplatz-Sperrungen angelaufen - zunächst keine Bußgelder

Corona-Krise in NRW : Spielplatz-Sperrungen langsam angelaufen - zunächst keine Bußgelder

Die Kommunen haben das vom Land verfügte Spielplatz-Verbot zur Eindämmung des Coronavirus am Mittwoch unterschiedlich intensiv umgesetzt.

Während zum Beispiel in Recklinghausen schon am Morgen Spielplätze mit rot-weißem Flatterband und Hinweisschildern abgesperrt waren, wies an mehreren Spielplätzen in Köln oder Düsseldorf zunächst nichts auf ein Verbot hin. Dennoch herrschte auch dort auf Schaukeln, Rutschen und Klettergerüsten oft gähnende Leere.

Die Landesregierung hatte am Dienstag neben anderen Einschränkungen beschlossen, dass von Mittwoch an auch Spiel- und Bolzplätze nicht mehr genutzt werden dürfen. Wer dagegen verstößt, soll nach Angaben des Städtetags NRW aber nicht gleich mit Strafen belegt werden. „Bei Verstößen werden Mitarbeiter der Ordnungsbehörden auf das Betretungsverbot hinweisen. Erst bei offensichtlicher Uneinsichtigkeit oder wiederholtem Verstoß werden Bußgelder erhoben“, teilte Helmut Dedy, Geschäftsführer des Städtetags NRW, mit.

Auch die Stadt Recklinghausen setzt nach Angaben einer Sprecherin auf die Einsicht der Eltern. „Das Ordnungsamt kontrolliert und weist bei Verstößen auf das Verbot hin“, sagte eine Sprecherin. Ein Bußgeld gebe es allenfalls, wenn sich jemand trotz Aufforderung explizit weigere, das Gelände zu verlassen.

In Dormagen kontrolliere der Ordnungsdienst mit Streifen im gesamten Stadtgebiet, ob die Spielplatz-Schließungen eingehalten würden, sagte ein Stadtsprecher. „Selbstverständlich können die Kollegen nicht rund um die Uhr überall präsent sein. Deshalb setzen wir auch auf die Eigenverantwortung von Eltern, keine Spielplätze aufzusuchen.“

In Köln gelte das Spielplatz-Verbot „formaljuristisch“ erst von Donnerstag an, sagte Stadtdirektor Stephan Keller. Die Stadt habe den Erlass des Landes vom Dienstagabend über Nacht in eine städtische Allgemeinverfügung umgesetzt, die streng genommen ab Donnerstag, 00.00 Uhr, gelte. Keller appellierte an die Eltern, das Verbot schon am Mittwoch zu beachten. Das Ordnungsamt werde ansonsten gegebenenfalls Einzelverfügungen verhängen.

Städtetags-Geschäftsführer Dedy sagte, es sei für Eltern zweifellos sehr herausfordernd, ihre Kinder ohne Unterstützung von Kitas und Schulen ganztags zu betreuen. „Dennoch ist es richtig, dass die Landesregierung Spielplätze gesperrt hat.“

(mba/dpa)