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Coronavirus in NRW: Fragen und Antworten zu aktuellen Zahlen und Daten

Zahlen von NRW : Fragen und Antworten zu unseren Corona-Daten

Seit Anfang März veröffentlicht RP ONLINE täglich Daten zur Corona-Krise mit besonderem Fokus auf NRW. Dazu erreichen uns täglich Fragen. Die häufigsten beantworten wir hier.

Unser Daten-Artikel mit Grafiken und interaktiver Karte zur Coronavirus-Verbreitung in NRW gehört zu den meistaufgerufenen Artikeln in der Geschichte von RP ONLINE. Im Laufe der Zeit sind einige Fragen rund um die Daten und ihre Darstellung immer wieder aufgetaucht – deshalb wollen wir an dieser Stelle einen kurzen Einblick geben, wie die Redaktion mit den Fallzahlen zur Coronavirus-Infektion in NRW umgeht.

Woher kommen die Daten?

Das NRW-Gesundheitsministerium ist die zentrale Erfassungsstelle für alle Fallzahlen in unserem Bundesland. Hier laufen die bestätigten Fälle aller Gesundheitsämter vor Ort zusammen. Die Zahlen werden unter der Woche morgens gegen 10.15 Uhr und nachmittags gegen 16.15 Uhr aktualisiert. Samstags und sonntags bekommen wir am Nachmittag eine aktualisierte Datentabelle. Diese wird dann umgehend für unsere Grafiken und die interaktive Karte übernommen.

Welche Daten sind überhaupt verfügbar?

Das Ministerium veröffentlicht zurzeit die Zahlen aller bestätigten Infektionen sowie alle Todesfälle im direkten Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Über die „Risklayer Gmbh“ in Zusammenarbeit dem „Karlsruhe Institute of Technology“ (KIT) erhalten wir außerdem die Zahl der wieder gesundeten Personen - so die jeweilige Stadt/der jeweilige Kreis diese Daten veröffentlicht. Die Gesundungszahlen sind nicht Meldepflichtig, weshalb es dazu keinen einheitlichen Datenstand gibt. Alle Angaben diesbezüglich sind daher ohne Gewähr und als inoffiziell zu betrachten.

Wieso weichen diese Daten von den aktuellen örtlichen Meldungen und Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ab?

Laut dem NRW-Gesundheitsministerium liegt das an den Meldewegen, die das Infektionsschutzgesetz vorsieht. So werden die bestätigten Infektionen vor Ort erfasst, an das Ministerium gesendet und von dort an das Robert-Koch-Institut weitergeleitet. Sprich: Die Gesundheitsämter der Städte und Kreise veröffentlichen ihre jeweiligen Daten bereits, bevor das Ministerium und das RKI diese erhalten. So kann es zu - mitunter deutlichen - Verzögerungen und unterschiedlichen Angaben kommen.

Wieso nutzt RP ONLINE dann nicht die aktuellen Zahlen der lokalen Gesundheitsämter?

In Nordrhein-Westfalen gibt es 53 Kreise und kreisfreie Städte, jeweils mit eigenem Gesundheitsamt und individueller Art und Weise, die Corona-Fallzahlen zu veröffentlichen. Für aussagekräftige Visualisierungen brauchen wir jedoch einheitliche, konstant zugängliche Daten – diese liefert aktuell zuverlässig nur das Landes-Gesundheitsministerium.

Wieso erfahre ich in den Daten nichts über die Zahl der dafür durchgeführten Tests? Wie hoch ist die Dunkelziffer?

Auch diese Daten werden bislang nirgendwo zentral erfasst und nur in einigen wenigen Komunen überhaupt veröffentlicht. Daher rechnen Experten in Deutschland - wie auch in nahezu allen Länder der Welt - mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Gibt es auf RP ONLINE auch Daten zum Coronavirus außerhalb von Nordrhein-Westfalen?

Ja. An dieser Stelle finden Sie aktuelle Daten über bestätigte Fallzahlen, Verdopplungszeiträume, Gesundungen, Todesfälle und Entwicklungen für alle 16 deutschen Bundesländer und 168 Länder dieser Welt. Die Daten dazu für Deutschland kommen vom Robert-Koch-Institut und der „Risklayer“-KIT-Zusammenarbeit, die weltweiten Daten werden von der der Johns-Hopkins-University gesammelt.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich einen Fehler in der Darstellung entdeckt habe?

In diesem Fall können Sie uns jederzeit eine E-Mail in die Redaktion schicken.