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Coronavirus: Franziska Giffey fordert mehr Kinder in Notbetreuung

Vorschlag von Giffey : „Spielplatz-Kümmerer“ könnten auf Hygiene-Regeln achten

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will Eltern entlasten, die wegen der Corona-Krise kleine Kinder zu Hause betreuen müssen. Sie fordert eine erneute Debatte über Spielplatzöffnungen und mehr Kita-Notbetreuung.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, über geschlossene Spielplätze zu debattieren. Die "Spielplatzdebatte ist eine, die man führen sollte“, sagte die SPD-Politikerin im Inforadio vom rbb am Dienstag. Dort könnten Eltern die Kinder gut beaufsichtigen. Man könnte zudem die Zahl der Kinder pro Spielplatz begrenzen oder "Spielplatz-Kümmerer" einsetzen, die darauf achteten, dass Hygiene-Regeln eingehalten werden. „Im Baumarkt sehen Sie das auch, da gibt es ja auch Menschen, die darauf achten, wie viele Menschen den Baumarkt betreten.“ Das müsse bei Spielplätzen auch möglich sein. „Das würde gerade in den großen Städten und Ballungsgebieten eine große Entlastung bringen.“

Außerdem sprach sich Giffey dafür aus, mehr Eltern einen Zugang zur Kita-Notbetreuung für ihre Kinder zu ermöglichen. Sie verwies insbesondere auf Alleinerziehende, Eltern von Vorschulkindern und Familien in besonders belasteten sozialen Situationen.

Auch für alle anderen der insgesamt 3,5 Millionen Kita-Kinder müssten Lösungen gefunden werden. Man könne sie beispielsweise in kleineren Gruppen oder zeitlich begrenzt betreuen. Entsprechende Vorschläge wollten Experten und Vertreter von Bund und Ländern noch in dieser Woche erarbeiten, so Giffey.

(zim/epd)