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Coronavirus: EU-Staaten wollen enger kooperieren

Bessere Zusammenarbeit : EU-Staaten wollen im Kampf gegen Corona-Welle enger kooperieren

Die EU-Staaten sollen im Kampf gegen das Coronavirus enger zusammenarbeiten. Das fordern EU-Ratschef Charles Michel und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Vor allem die Nachverfolgung der Infektionen und die Quarantäneregeln sollen besser koordieniert werden.

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen hat EU-Ratschef Charles Michel eine bessere Koordinierung in Europa angemahnt. Dies gelte unter anderem für die Nachverfolgung von Infektionen und die Quarantäneregeln, sagte Michel am Donnerstag zum Auftakt des EU-Gipfels.

„In den vergangenen Tagen haben wir wichtige Entscheidungen getroffen, aber das reicht nicht“, sagte Michel. „Wir müssen mehr Koordinierung auf der europäischen Ebene entwickeln, um die Ausbreitung des Virus zu begrenzen.“ Damit würden sich die Staats- und Regierungschefs am Freitag eingehend befassen.

Auch EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat die EU-Staaten zu weiterer Koordinierung der Corona-Maßnahmen aufgerufen. Die Corona-Lage werde mehr und mehr besorgniserregend, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag zu Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. Die EU-Staaten hätten sich zwar in dieser Woche auf eine Ampel-Karte verständigt, auf der Regionen je nach Infektionslage farblich markiert werden. Aber ihrer Meinung nach sollte es darüber hinaus eine Einigung auf die Länge einer Quarantäne sowie auf die Notwendigkeit von Tests geben. „Ich rufe alle Beteiligten dazu auf, dass wir hier ebenfalls eine Einigung finden. Das ist wichtig.“

Mit Blick auf die Verhandlungen über einen Handelspakt mit Großbritannien nach dem Brexit sagte von der Leyen, dass bereits viel gute Arbeit geleistet worden sei. Die EU habe eine klare Position: „Wir wollen einen guten Deal, aber nicht zu jedem Preis.“

Zwei entscheidende Punkte seien noch offen: die Frage gleicher Wettbewerbsbedingungen im Gegenzug für britischen Zugang zum EU-Binnenmarkt sowie die Fischerei-Rechte. Normalerweise nennen EU-Vertreter zusätzlich noch die Überwachung des künftigen Abkommens als wichtigen Punkt.

(sed/dpa)