Steigende Zahlen Belgien schließt fast alle Geschäfte

Brüssel · Die Corona-Zahlen in Belgien steigen weiter, zuletzt hatte das Land eine Inzidenz von 1700. Deswegen treten in dem Land jetzt neue Maßnahmen in Kraft. Geschäfte, die nicht zwingend notwendige Waren verkaufen, müssen geschlossen bleiben.

 Polizisten kontrollieren Passanten in der Einkaufsstraße Lange Munte in Gent.

Polizisten kontrollieren Passanten in der Einkaufsstraße Lange Munte in Gent.

Foto: dpa/James Arthur Gekiere

In Belgien sind wegen der dramatisch gestiegenen Corona-Fallzahlen am Montag neue Maßnahmen in Kraft getreten. Alle Geschäfte, die nicht unbedingt notwendige Waren verkaufen, müssen geschlossen bleiben. Lediglich die Abholung und Hauslieferung vorbestellter Waren ist noch möglich. Um faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten, dürfen auch in Supermärkten nur noch Waren des täglichen Bedarf angeboten werden.

Die Schließung von Kneipen, Restaurants und Cafés sowie nächtliche Ausgangssperren waren bereits Mitte Oktober beschlossen worden. Zudem gilt seitdem die Regel, dass die Bürger außerhalb des eigenen Haushalts nur noch zu einer anderer Person engeren Kontakt pflegen dürfen. Ausgenommen sind nur Alleinstehende, die zwei sogenannte „Kuschelkontakte“ haben dürfen.

Die Maßnahmen sollen nach Angaben der Regierung für einen Zeitraum von eineinhalb Monaten bis einschließlich Sonntag, den 13. Dezember, gelten. Die Notwendigkeit der Geschäftsschließungen wird allerdings am 1. Dezember noch einmal geprüft.

An den Schulen werden die derzeitigen Herbstferien mindestens bis Mitte November verlängert. Die Hochschulen sollen bis mindestens ausschließlich 1. Dezember nur per Fernunterricht unterrichten.

Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes meldeten zuletzt im Sieben-Tages-Schnitt knapp 15 600 registrierte Fälle pro Tag. Pro 100 000 Einwohner wurden nach EU-Vergleichszahlen in den vergangenen 14 Tagen rund 1700 Infektionen gemeldet, in Deutschland waren es zum Beispiel nur 206.

(sed/dpa)
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