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Coronavirus: Behandlung mit nicht zugelassenem Wirkstoff in Deutschland - Liveticker

Coronavirus-Liveblog : Schwerkranke dürfen jetzt mit Ebola-Wirkstoff behandelt werden

Für besonders schwer erkrankte Patienten, bei denen bislang kein Medikament anschlägt, gibt es eine neue Hoffnung: Sie dürfen nun mit dem noch nicht zugelassenen Ebola-Wirkstoff Remdesivir behandelt werden. Alle Entwicklungen im Blog.

  • Besonders schwer erkrankte Patienten dürfen künftig mit dem noch nicht zugelassenen Wirkstoff Remdesivir behandelt werden, wenn alle anderen Mittel versagt haben. Das hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn genehmigt, wie ein Sprecher am Dienstag bestätigte. Der Wirkstoff wurde von einem US-Pharmaunternehmen ursprünglich gegen Ebola-Infektionen entwickelt. Es gebe erste Anzeichen für eine Wirksamkeit auch gegen das Coronavirus, hatte die europäische Arzneimittelbehörde EMA vergangenen Freitag festgestellt und einen Einsatz des Mittel für Schwerkranke ohne Behandlungsalternative empfohlen. Dem folgte die deutsche Behörde.

    Aktuell ließen sich zu einer Wirksamkeit aber keine Aussagen machen, betonte ein Sprecher der deutschen Arzneimittelbehörde. Es gebe nur Anzeichen. "Die Ergebnisse laufender klinischer Prüfungen bleiben abzuwarten." Bundesweit seien im März drei klinische Prüfverfahren für den Wirkstoff als Mittel gegen die Corona-Infektion genehmigt worden, sagte der Sprecher. Wie lange sie dauern würden, lasse sich nicht prognostizieren. Der sofortige Einsatz als nicht zugelassener Wirkstoff an Patienten sei streng reglementiert. In Frage kämen nur Patientengruppen, für die es sonst keine Therapiealternative mehr gebe. Die behandelnden Ärzte oder Kliniken wenden sich in solchen Fällen direkt an den Hersteller.
  • Als Reaktion auf die Corona-Krise schließt die Lufthansa den Flugbetrieb ihrer Kölner Tochter Germanwings. Zudem sollen etliche Flugzeuge auch anderer Teilgesellschaften stillgelegt werden, wie das Unternehmen mitteilte.
  • 4/7/20 5:22 PM
    After-Work-Events können momentan in der Regel nicht stattfinden. Der audiovisuelle Dienstleister Aventem aus Hilden möchte Abhilfe schaffen: Morgen soll ab 18 Uhr eine After-Homeoffice-Party mit DJ im Internet stattfinden.
  • 4/7/20 4:43 PM
    Vor drei Monaten übernahm Badr Eddin eine Schneiderei in Kleve-Kellen. Dort designt und schneidert der syrische Flüchtling jetzt Mund-Nasen-Masken, um sich selbst und anderen zu helfen.
  • 4/7/20 4:40 PM
    Der Messengerdienst WhatsApp schränkt zur Eindämmung von Falschnachrichten das Weiterleiten von Botschaften ein. Nutzer können zuvor häufig weitergeleitete Nachrichten fortan nur noch an einen Empfänger auf einmal weiterschicken, wie die Facebook-Tochter mitteilte. Diese häufig weitergeleiteten Nachrichten werden von WhatsApp mit Doppelpfeilen markiert.

    WhatsApp sei gerade aktuell für viele Menschen ein wichtiges Kommunikationsmittel, erklärte das Unternehmen. "Leider gab es jedoch auch eine deutliche Zunahme bei weitergeleiteten Nachrichten, von denen sich Benutzer überwältigt fühlen und die zur Verbreitung von Fehlinformationen beitragen können." Die Ausbreitung solcher Nachrichten gelte es zu "verlangsamen, damit WhatsApp weiterhin ein Ort für persönliche Gespräche bleibt".
  • 4/7/20 4:32 PM
    Und noch eine Nachricht, die hoffen lässt: Aus Italien werden 604 neue Todesfälle gemeldet, die geringste Zunahme seit 25 Tagen. Auch die Zahl der neuen bekannten Infektionen fiel und lag dem Katastrophenschutzamt zufolge bei 3039. Insgesamt sind damit 17.127 Tote und 135.586 Infizierte gemeldet.
  • 4/7/20 4:28 PM
    Eine gute Nachricht in dieser unsicheren Zeit: In Neuss hat eine Frau ihr Kind gesund zur Welt gebracht – obwohl sie mit dem Virus infiziert ist. Eine ernste Bewährungsprobe für das Geburtshilfe-Team am Lukaskrankenhaus. [RP+]
  • 4/7/20 4:26 PM
    In der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan ist das Ausreiseverbot ausgelaufen. Mit dem Ende der Maßnahme in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) strömten tausende Menschen zu den Zügen am Bahnhof, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Es ist das erste Mal seit dem 23. Januar, dass die Bewohner Wuhan verlassen dürfen.
  • 4/7/20 4:25 PM
    Wer derzeit das Abo für Fitnessstudio oder Oper nicht nutzen kann, soll mit Gutscheinen entschädigt werden. Das geht aus einem Entwurf des Bundesjustizministeriums hervor, den das Kabinett an diesem Mittwoch beschließen will. Das "Corona-Kabinett" hatte sich schon am vergangenen Donnerstag auf die Gutschein-Lösung für abgesagte Reisen, Kultur- oder Sportveranstaltungen geeinigt. Das aktuelle Papier präzisiert nun die Pläne für den Veranstaltungsbereich. Für Reisen wird es separate Regelungen geben.

    Aus dem Papier wird deutlich, dass auch für Musik-, Sprach- oder Sportkurse Gutscheine geplant sind. Umfasst sind auch Dauerkarten etwa für Fußballvereine. Die Gutscheine sollen bis Ende 2021 befristet sein und für alle Tickets gelten, die vor dem 8. März gekauft wurden. Hat der Kunde seinen Gutschein bis Ende 2021 nicht eingelöst, muss der Veranstalter ihm den Wert erstatten. Geplant sind auch Härtefallklauseln für alle Kunden, für die ein Gutschein wegen ihrer "persönlichen Lebensumstände" nicht zumutbar ist.
  • 4/7/20 4:22 PM
    Die Arbeit in Pflegeheimen ist derzeit besonders schwierig. In Düsseldorf-Oberkassel starben zwei Bewohner eines Heims am Wochenende. Die Mitarbeiter müssen strenge Regeln einhalten, um nicht nur sich selbst, sondern auch die Bewohner zu schützen. Dabei ist die Personal-Situation in den meisten Einrichtungen ohnehin sehr schwierig.
  • 4/7/20 4:18 PM
    Deutschland will in der kommenden Woche 50 unbegleitete Minderjährige aus den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufnehmen. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, hat die Landesregierung in Hannover zugesagt, dass sie ihre zweiwöchige Quarantäne in Niedersachsen verbringen können. Anschließend sollen sie auf mehrere Bundesländer verteilt werden. Deutschland will dem Vernehmen nach gemeinsam mit Luxemburg, das die kurzfristige Aufnahme von 12 Kindern und Jugendlichen zugesagt hat, einen Charterflug organisieren.
  • 4/7/20 4:14 PM
    Die Zahl der Infektionen ist in NRW weiter auf nun 21.825 bestätigte Fälle gestiegen. Das ist der offizielle Stand, den das Gesundheitsministerium um 16 Uhr veröffentlichte. Am Montagnachmittag seien es 20.814 Infizierte gewesen. Die Todesfälle im Land nahmen von 297 auf 363 gemeldete Verstorbene zu. Die gute Nachricht: 8858 Personen in unserem Bundesland haben sich bereits von einer Infektion erholt und gelten als genesen.

    Besonders betroffen waren die Stadt Köln, der Kreis Heinsberg sowie Aachen mit der Städteregion Aachen. In Köln sind den Angaben zufolge bisher insgesamt 1777 Infektionen bekannt geworden, es wurden 32 Todesfälle gemeldet und 730 Personen seien wieder genesen. Im Kreis Heinsberg waren es 1476 gemeldete Infektionen, 47 Verstorbene und 863 genesene Personen. Und für Aachen mitsamt der Städteregion Aachen werden 1295 Infektionen, 35 Todesfälle und 662 Genesene auf der Liste geführt.
  • 4/7/20 3:53 PM
    In einem Krefelder Pflegeheim darf die Tochter einer Verstorbenen ihren Nachlass nicht selbst abholen. Stattdessen räumen die Pfleger das Zimmer selbst aus und packen die Habseligkeiten in Plastiksäcke.
  • 4/7/20 3:47 PM
    US-Präsident Donald Trump hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Versagen vorgeworfen. Sie habe "wirklich Mist gebaut" (engl. "really blew it"), schreibt Trump auf Twitter. Zum Glück habe er früh die Empfehlung der Organisation verworfen, die Grenzen zu China offen zu lassen.
  • 4/7/20 3:45 PM
    Wirtschaftswissenschaftler gehen davon aus, dass die aktuelle Situation die Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt verschärft. Zum großen Teil kümmern sich Frauen um die Kinder. Gerade die Schulschließungen, von denen weltweit mehr als 1,5 Milliarden Kinder betroffen sind, wirken sich daher negativ auf sie aus. Besonders schlimm treffe dies alleinerziehende Mütter.

    Derzeit seien von der Krise die Arbeitsplätze von Frauen stärker betroffen, so das Ergebnis einer Studie der Mannheimer Ökonomin Professor Michèle Tertilt und drei weiteren Wissenschaftlern. Da in den Bereichen Gesundheit und Gastronomie und der Reisebranche viele Frauen beschäftigt sind, würden voraussichtlich viel mehr Frauen als Männer ihre Arbeitsplätze verlieren. Das unterscheide den aktuellen wirtschaftlichen Abschwung von früheren Rezessionen. Auf lange Sicht könnte die Corona-Krise jedoch kulturelle Normen verändern und Frauen Vorteile verschaffen, hieß es weiter. Mütter könnten von der Flexibilität im Homeoffice profitieren.
  • 4/7/20 3:40 PM
    Neben den Kollegen fehlt vielen Angestellten vor allem die Kantine, wenn sie im Homeoffice arbeiten. In unserem abendlichen Podcast geht es daher um die Frage, wie man sich bei Heimarbeit richtig ernährt. Außerdem ist Laschets Einschätzung zu Reisen in den Sommerferien ein Thema.

  • 4/7/20 3:26 PM
    Rund fünf Wochen lang leistete die mobile Arztpraxis, die vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Heinsberg, in Gangelt-Birgden betrieben wurde, gute Arbeit. In den ersten Wochen der Coronakrise im Kreis Heinsberg wurde sie dringend benötigt, als einige Arztpraxen im Raum Gangelt-Selfkant geschlossen bzw. überlastet waren. In den letzten Wochen hat sich die Lage deutlich entspannt. Alle Arztpraxen sind geöffnet, so dass sich der Krisenstab des Kreises Heinsberg im Dialog mit dem DRK darauf einigte, den Betrieb der mobilen Praxis heute einzustellen. Dies teilte ein Kreis-Sprecher mit.
  • 4/7/20 3:09 PM
    In Bielefeld hat ein junger Mann einem Supermarktmitarbeiter bei einem Streit um eine Corona-Regel mit einem Messer ins Bein gestochen. Der Täter floh, wie die Polizeiberichtete. Der 52-jährige Mitarbeiter stand bei dem Vorfall am Montagnachmittag am Eingang, als er einen jungen Mann bat, das Geschäft nicht über den Eingang, sondern den Ausgang zu verlassen. Grund dafür waren Sicherheitsregelungen. Laut Polizei sei das der Auslöser für den nachfolgenden Streit gewesen, bei dem der Mitarbeiter dann verletzt wurde. Die Polizei fahndet nach dem Täter, der etwa 1,70 Meter groß, Anfang 20 und schwarzhaarig war und eine dunkle Winterjacke trug.
  • 4/7/20 3:01 PM
    Das Museum Folkwang in Essen verschiebt den Start der Ausstellung mit Werken des US-amerikanischen Pop-Art-Künstlers Keith Haring (1958–1990) in den Spätsommer. Die Retrospektive werde wegen der Pandemie ab dem 21. August zu sehen sein und bis zum 29. November dauern, teilte das Museum am Dienstag mit. Ursprünglich war der Beginn der Ausstellung für den 29. Mai vorgesehen. Gezeigt werden frühe Zeichnungen und Experimente mit Video und Performance sowie großformatige Gemälde auf Papier, Leinwand und Vinyl. Zu sehen sind bekannte Motive wie das "Radiant Baby" und der "Barking Dog".
  • 4/7/20 2:49 PM
    Schutzmasken in rot und weiß: Fortuna Düsseldorf bieten seinen Fans nun einen speziellen Mundschutz in Vereinsfarben an.

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