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Coronakrise: Bundesregierung plant finanzielle Hilfen für Eltern

Betreuungsprobleme in Corona-Zeiten : Bundesregierung plant finanzielle Hilfen für Eltern

Wegen des Coronavirus bleiben Schulen und Kitas vorerst geschlossen, die Kinder müssen zuhause bleiben. Das stellt viele berufstätige Eltern vor ein enormes Betreuungsproblem. Die Bundesregierung will sie mit finanziellen Hilfen unterstützen.

Die Bundesregierung plant finanzielle Hilfen für Eltern, die wegen der Kita- und Schulschließungen unverhältnismäßige Lohneinbußen haben, weil sie ihre Kinder selbst betreuen müssen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erklärte am Mittwoch in Berlin, das Bundeskabinett wolle dazu am kommenden Montag die gesetzlichen Voraussetzungen auf den Weg bringen.

Heil sagte, es gehe um Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren, die während der Zeit der staatlich angeordneten Kita- und Schulschließungen keine Betreuungsmöglichkeiten finden. Arbeitgeber sollten in die Lage versetzt werden, ihnen den Lohn weiter zu zahlen, indem sie die Ausgaben später vom Staat erstattet bekommen. Für Eltern in Kurzarbeit und jene Berufsgruppen, für deren Kinder eine Notfallbetreuung eingerichtet sei, solle die künftige Regelung nicht gelten, erläuterte Heil. Einzelheiten würden nach dem Kabinettsbeschluss kommende Woche bekanntgegeben.

Heil äußerte sich nach einem Treffen mit dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hofmann, Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), auf dem über gemeinsame Anstrengungen zur Unterstützung von Arbeitnehmern und der Wirtschaft in der Corona-Krise beraten wurde. Sie riefen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf, pragmatische und einvernehmliche Lösungen zu finden, um die Betreuung der Kinder sicherzustellen, etwa über Überstundenabbau, Inanspruchnahme von Urlaub oder Zeitausgleiche.

(ala/epd)