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Corona: USA erleben "fast vertikalen Anstieg" der Infektionen

Omikron-Ausbreitung : USA erleben „fast vertikalen Anstieg“ der Corona-Infektionen

Angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante erleben die USA nach Angaben des führenden Epidemiologen Anthony Fauci derzeit „fast einen vertikalen Anstieg“ der Corona-Neuinfektionen. Doch er sieht auch Grund zur Hoffnung.

„Wir befinden uns definitiv mitten in einem sehr ernsten Anstieg und Aufwärtstrend der Fälle“, sagte Fauci am Sonntag dem Fernsehsender ABC. Dass die Kurve der Neuinfektionen so steil in die Höhe schieße, sei „wirklich beispiellos“.

Am Freitag waren in den USA mehr als 440.000 neue Ansteckungen binnen 24 Stunden gemeldet worden. Das waren fast genau 200.000 mehr als bei dem Höhepunkt der Pandemie im vergangenen Februar.

Fauci hob hervor, die Entwicklung in Südafrika gebe aber Anlass zur Hoffnung. Dort war die Omikron-Variante Ende November erstmals nachgewiesen worden. Kurz vor Silvester erklärte die südafrikanische Regierung, der Höhepunkt der durch Omikron ausgelösten neuen Corona-Welle sei bereits überschritten.

Fauci verwies darauf, dass die Hospitalisierungs- und die Sterberate in den USA in den vergangenen Wochen deutlich niedriger gewesen sei als bei vorherigen Corona-Wellen. Mit Blick auf den für Montag vorgesehenen Unterrichtsbeginn an US-Schulen nach den Weihnachtsferien rief der Berater von Präsident Joe Biden die Eltern auf, ihre Kinder gegen Corona impfen zu lassen, bei Bedarf zu testen und sie mit einer Maske in den Unterricht zu schicken.

Unter diesen Voraussetzungen seien die Risiken durch Corona geringer als „die schädliche Wirkung“, wenn sie nicht am Präsenzunterricht teilnehmen dürften, sagte Fauci.

(hebu/AFP)