Corona-Regeln an Weihnachten Solidarität darf nicht am Flugsteig enden

Meinung | Düsseldorf · 100.000 Passagiere erwartet allein der Flughafen Düsseldorf zum Jahreswechsel. Während die Bürger aufgefordert werden, selbst Treffen mit Verwandten in derselben Stadt zu unterlassen, gehen Flugreisen weiter. Schlechtes Signal in angespannten Zeiten.

 Passagiere an Bord einer „Air France“-Maschine (Symbolfoto).

Passagiere an Bord einer „Air France“-Maschine (Symbolfoto).

Foto: dpa/Jerome Delay

Bleiben Sie zu Hause! Verreisen sie nicht! Unermüdlich bittet  RKI-Chef Lothar Wieler die Deutschen seit Tagen, ihre Mobilität an Weihnachten möglichst herunterzufahren. Und angesichts von fast 1000  Menschen, die allein in den vergangenen 24 Stunden an oder mit Corona gestorben sind, und angesichts von Intensivstationen, die Kostenpflichtiger Inhalt sich wohl auch an den Feiertagen weiter füllen werden, sind diese Appelle bitter notwendig. Doch während viele Familien sich nun schweren Herzens auf Feiern in kleinem Kreis geeinigt haben, packen andere trotz aller Reisewarnungen die Koffer. Allein der Flughafen Düsseldorf erwartet zum Jahreswechsel nach eigenen Angaben rund 100.000 Passagiere. Bis zum 3. Januar werden rund 1500 Starts und Landungen erwartet. Das entspricht knapp einem Viertel des für diese Zeit üblichen Passagieraufkommens. Die gefragtesten Ziele sind laut Flughafen die Kanaren, Orte in der Türkei und europäische Städte wie Wien, Zürich oder Moskau. Flieger gehen auch nach Japan, in den Irak und Libanon.