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Corona Spanien: Dritter Notstand steht bevor

Beratungen laufen : Spanien steht vor drittem Corona-Notstand

Die spanische Regierung hat am Sonntag über Einzelheiten eines erneuten Notstands wegen der Corona-Pandemie beraten.

Am Samstagabend hatte sie mitgeteilt, die Mehrheit der Regionalpräsidenten habe dem dritten Notstand seit März grundsätzlich zugestimmt. Bei den Beratungen am Sonntag ging es darum, was an Sperrmaßnahmen verhängt werden soll und wie weit sie gehen sollen.

Ein Notstand gibt der Zentralregierung in Madrid die Vollmacht, Grundrechte - wie das auf Freizügigkeit - einzuschränken. In der Corona-Pandemie seit März wurde bereits zwei Mal der Notstand erklärt.

Beim ersten wurden strikte Ausgangssperren verfügt, Geschäfte geschlossen und Privatunternehmen verpflichtet, das öffentliche Gesundheitswesen zu unterstützen. Er wurde im Juni aufgehoben, als die Infektionszahlen zurückgingen. Der zweite Notstand trat vor zwei Wochen im Großraum Madrid in Kraft und endete am Samstag. Dabei wurde Einwohnern praktisch untersagt, ihre unmittelbare Umgebung zu verlassen.

Spanien meldete am Freitag fast 20.000 neue Coronavirus-Fälle; 231 Menschen starben an einem Tag mit oder an dem Virus. Mehr als eine Million der insgesamt rund 47 Millionen Spanier wurden seit Beginn der Pandemie mit dem Virus infiziert. Mehr als 34.000 starben mit Covid-19.

(dpa/lha)