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Corona: Sachsen plant Lockerungen der Maßnahmen auch für Großveranstaltungen

Zurück zur Normalität : Sachsen plant Corona-Lockerungen

Die Maskenpflicht soll zwar auch in Sachsen bleiben - das Land möchte jedoch andere Maßnahmen in einer neuen Coronaschutzverordnung anpassen. Ab September könnte es dort sogar wieder Großveranstaltungen geben.

Sachsen will vom 1. September an wieder Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen zulassen, wenn eine Kontaktnachverfolgung aller Teilnehmenden möglich ist. Darin eingeschlossen seien auch etwa Vorstellungen in der Dresdner Semperoper, wenn die Gäste personalisierte Daten hinterlassen, kündigte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden an. Die neue Coronaschutzverordnung will das Kabinett am nächsten Dienstag beschließen. Sie gilt dann vom 18. Juli bis 30. August.

Geplant sei auch, dass kleine Theater ihre Plätze ausschöpfen dürfen. Voraussetzung sei aber auch dort eine mögliche Rückverfolgung der Kontakte. Zudem sollen Jahrmärkte, Volks- und Weinfeste wieder erlaubt werden, aber nur wenn ein genehmigtes Hygienekonzept vorliege, wie Köpping unterstrich.

Festhalten wird Sachsen an der Maskenpflicht beim Einkauf und im öffentlichen Nahverkehr. Köpping hatte sich zwar für eine Lockerung beim Tragen des Mund-Nasenschutzes ausgesprochen. Ihr sei aber eine bundesweit einheitliche Regelung wichtig, sagte sie. Bund und Länder hatten sich auf eine weitere Maskenpflicht verständigt.

Bleiben sollen in Sachsen auch die Kontaktbeschränkungen. Demnach sind Treffen von Mitgliedern aus zwei Hausständen beziehungsweise zehn Personen möglich. Ausnahmen soll es bei Betriebs- und Vereinsfeiern geben, bis zu 50 Personen seien dann erlaubt.

In Sachsen waren bis Dienstagmittag laut Köpping 5.455 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Laut Köpping gibt es aktuelle zwei kleinere lokale Coronavirus-Ausbrüche in Leipzig. Betroffen sind unter anderem zwei Betreiber einer Kneipe.

(ahar/epd)