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Corona-Regeln Weihnachten NRW: Was ist erlaubt & was nicht?

Regeln für harten Corona-Lockdown : Was jetzt an Weihnachten in NRW erlaubt ist – und was nicht

Lockdown wird härter: Das ist Weihnachten jetzt noch erlaubt

Das Weihnachtsfest 2020 wird wohl in die Erinnerung eingehen. Zahlreiche Beschlüsse wurden festgezurrt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Was ist nun in NRW erlaubt, wie viele Menschen dürfen zusammen feiern? Wir geben Antworten.

Das Weihnachtsfest 2020 wird wie das gesamte Jahr 2020 außergewöhnlich. Das steht nach der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder mit der Bundesregierung am Sonntag fest. Deutschland ist Mittwoch, 16. Dezember, in einen sogenannten „harten Lockdown“ gegangen: Der Einzelhandel hat geschlossen, Kitas und Schulen fahren weitgehend auf einen Notbetrieb herunter. Nun stellt sich die Frage, was an den Weihnachtstagen erlaubt ist und mit wie vielen Personen das Fest gefeiert werden darf. Darauf geben wir Antworten. 

  • Wie viele dürfen sich an Weihnachten treffen? Für Weihnachten sollen die strengen Regeln für private Kontakte – maximal fünf Personen aus maximal zwei Hausständen – etwas gelockert werden. Vom 24. bis zum 26. Dezember sind Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kinder im Alter bis 14 Jahren zulässig. Die Personen müssen aus dem engsten Familienkreis kommen. Das gilt auch für NRW. Ausführlichere Informationen zu den Kontaktbeschränkungen an Weihnachten finden Sie hier.
  • Wie werden die Kontaktbeschränkungen über Weihnachten kontrolliert? Kontrollen der Kontaktbeschränkungen zu Hause wird es nicht geben. „Es wird keine Stichproben unter Weihnachtsbäumen geben“, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Sonntag nach der Bund-Länder-Konferenz. Man könne aber „da ansetzen, wo der Verdacht besteht, dass eklatant gegen Regeln verstoßen wird“. Das gelte etwa, wenn sich größere Gruppen zu Weihnachtspartys zusammentäten. Sollten die Ordnungsbehörden oder Polizei einschreiten müssen, dann droht den Regelbrechern ein Bußgeld.
  • Was kostet ein Verstoß? Dem Ordnungswidrigkeiten-Katalog, der auch in der aktuellen Corona-Schutzverordnung steht, zufolge drohen bei Verstößen gegen die Regelungen Bußgelder bis zu 250 Euro. Die müssen gezahlt werden, wenn Ordnungsamt oder Polizei größere Ansammlungen mit mehr als zwei Haushalten und fünf Personen auflösen. Nach aktueller Schutzverordnung fallen 50 Euro bei Missachtung der Mund-Nasen-Schutz-Regelung zu Buche.
  • Was ist mit Weihnachtsgottesdienten? Weihnachtsgottesdienste soll es trotz der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr geben. Allerdings seien sie „nur unter engen Voraussetzungen möglich“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag. „Wir werden dazu Gespräche mit den Kirchen führen.“ In Nordrhein-Westfalen ist dies bereits der Fall, wie Laschet mitteilte. Die katholische Deutsche Bischofskonferenz reagierte erleichtert auf das Ergebnis der Beratungen. Voraussetzung für Präsenzgottesdienste an Weihnachten ist nach dem Bund-Länder-Beschluss, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt wird, Masken auch am Platz getragen werden und nicht gesungen wird. Wird erwartet, dass Kirchen ausgelastet werden, muss eine Anmeldung erfolgen – dies dürfte für Heiligabend überall notwendig sein. Mit den Kirchen soll gesprochen werden, „um im Lichte des weiteren Infektionsgeschehens zu geeigneten Regelungen für religiöse Zusammenkünfte zu kommen“. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat indes am Montag, dem 14. Dezember, Online-Gottesdienste ins Spiel gebracht. Religionsfreiheit sei ein besonders geschütztes Grundrecht, Weihnachten und Gottesdienste gehörten zusammen. Allerdings müsse auch bei Gottesdiensten auf Möglichkeiten der Kontaktreduzierung zurückgegriffen werden, sagte Braun am Montag im RBB-Inforadio. Bei Hybrid-Gottesdiensten sitzt ein Teil der Gemeinde vor Ort in der Kirche, ein anderer Teil verfolgt den Gottesdienst per Video-Stream.
  • Wird es Ausgangsbeschränkungen in NRW geben? Während es zum Beispiel in Baden-Württemberg Ausgangsbeschränkungen gibt, geht NRW Laschets Worten zufolge einen anderen Weg: „Wir halten Kontaktbeschränkungen für das richtigere Mittel“, so der Ministerpräsident. Bisher können aber NRW-Kommunen, in denen der Inzidenzwert bei mehr als 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt, in Absprache mit dem Land Ausgangsbeschränkungen anordnen. Das ist derzeit im Kreis Lippe und im Kreis Düren der Fall. In Bayern liege der landesweite Inzidenzwert aber auch über 200, sagte Laschet.
  • Was gilt an Silvester? Auch für Silvester wurde die ursprüngliche Regelung, mit maximal zehn Personen aus unterschiedlichen Haushalten zu feiern, gekippt. Stattdessen gilt auch für den Jahreswechsel die Beschränkung auf fünf Personen aus zwei Haushalten, dazu kommen noch Kinder unter 14 Jahren. Feuerwerk ist komplett verboten, es wird keinen Verkauf von Böllern und Feuerwerksrakten geben.

(mja/dpa/epd)