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Corona-Regeln Ostern: Was an den Feiertagen erlaub ist? Einkaufen, Reisen & Kontaktbeschränkungen

Strenge Regeln auch ohne „Osterruhe“ : Was an Ostern erlaubt ist – und was nicht

Auch ohne die „Osterruhe“ stehen wir vor einem Osterfest mit strengen Regeln. Nach der neuen Corona-Schutzverordnung, die am 26. März vorgestellt wurde, gelten einige Regeln. Ein Überblick.

Grundsätzlich wurde der Lockdown am bei der Bund-Länder-Schalte am Montagabend bis zum 18. April verlängert. Ausnahmen gibt es an Ostern fast keine.

Wie viele Menschen dürfen sich an Ostern treffen?

Laut der neuen Corona-Schutzverordnung, die NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am 26. März vorgestellt hat, sind private Zusammenkünfte im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes weiterhin möglich. Auch Treffen mit Personen aus einem weiteren Haushalt sind möglich, diese sind jedoch auf maximal fünf Personen beschränkt. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Paare gelten als ein Haushalt.

Einem Osterbesuch bei der Familie steht daher grundsätzlich nichts im Weg, wenn dabei nur maximal fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. Das gilt auch in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100, in denen die Regelungen der Notbremse gelten: Die Notbremse beschränkt zwar private Treffen auf maximal zwei Personen aus zwei Haushalten, im Zeitraum vom 1. bis zum 5. April gilt angesichts der Osterfeiertage jedoch eine Ausnahmeregelung. 

Bürgerinnen und Bürger werden dazu ermutigt, die kostenlosen Testangebote zu nutzen – sich also vor dem Zusammenkommen testen zu lassen.

Wie sieht es mit den „Ruhetagen“ an Gründonnerstag und Karsamstag aus?

Beim Bund-Länder-Treffen war ursprünglich beschlossen worden, dass der 1. April (Gründonnerstag) und der 3. April (Samstag) als zusätzliche „Ruhetage“ definiert, werden, also analog zu Sonn- und Feiertagen. Nach massiver Kritik und Verwirrung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Regelung aber wieder gekippt. Das verkündete sie in einer kurzfristig einberufenen Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch. „Der Fehler ist mein Fehler“, sagte Merkel in einer öffentlichen Stellungnahme. Sie habe am Vormittag entschieden, die Verordnungen zur Osterruhe nicht auf den Weg zu bringen, sondern zu stoppen. Was Merkel gesagt hat, können Sie hier im Wortlaut noch einmal nachlesen.

Kann ich Ostern trotz Corona-Krise in ein anderes Bundesland fahren?

Reisen kann man im Inland, man findet nur keine Unterkunft. Denn Hotels und Ferienwohnungen bleiben auch an Ostern in allen Bundesländern für Touristen geschlossen. Übernachtungen sind weiterhin nur in Sonderfällen gestattet, etwa wenn man beruflich unterwegs ist. In den allermeisten Ländern darf man auch nicht in Hotels übernachten, um Verwandte zu besuchen – nur dann, wenn dafür ein dringender Grund vorliegt. Das gilt auch für Ostern. Wer zu Ostern verreisen möchte, muss also privat unterkommen, zum Beispiel bei Familienangehörigen oder Freunden. Tagesausflüge sind erlaubt, aber auch hier raten Bund und Länder zu Vorsicht. Restaurants und Cafés bleiben geschlossen. Die Einzelheiten sind in den Länderverordnungen geregelt.

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Weitere Informationen zum Osterurlaub finden Sie in dieser Übersicht.

Haben Geschäfte, Zoos und Museen geöffnet?

Grundsätzlich ja: Es wurde keine landesweite Notbremse eingeführt, die die Lockerungen der vergangenen Wochen wieder rückgängig machen würde. Eine vorherige Terminvereinbarung ist weiterhin notwendig. Aber: In Regionen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage lang über 100 liegt, tritt die Notbremse inkraft, was bedeutet, dass Museen, Zoos und viele Geschäfte wieder schließen müssen. Doch auch hier gibt es eine Ausnahmeregelung: Können die betroffenen Kommunen ein ausreichendes Testangebot für Bürgerinnen und Bürger vorweisen, können sie in Absprache mit dem Land festlegen, dass die von der Notbremse betroffenen Angebote mit Vorlage eines tagesaktuellen negativen Corona-Tests weiterhin genutzt werden können.

Dürfen Gottesdienste an Ostern stattfinden?

Ja. Auch das hat sich in den Tagen vor Ostern mehrfach geändert: Die Bundesregierung hatte die Kirchen ursprünglich gebeten, an Ostern Gottesdienste und andere religiöse Versammlungen nur virtuell stattfinden zu lassen und auf Präsenzgottesdienste zu verzichten.Die Katholische Kirche zeigte jedoch wenig Verständnis für die Bitte. Auch die Evangelische Kirche wollte sich dazu noch beraten. Am Donnerstag zog die Bundesregierung ihre Bitte jedoch zurück. Die Kirchen begrüßten das. Ein Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz rief aber auch dazu auf, verantwortungsvoll zu handeln und auch Streamingangebote zu nutzen.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel ist seit seinem Erscheinen mehrfach aktualisiert worden. Einige Kommentare beziehen sich noch auf die Ursprungsversion. Aus Transparenzgründen lassen wir sie stehen.

(bora/lha)