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Corona-Regeln NRW: Maßnahmen für Gastronomie, Handel, Freizeit & Kontakte

Regelungen zur Corona-Pandemie : Gastronomie, Handel, Freizeit – das gilt jetzt in diesen NRW-Städten

Lockerungen in NRW: Das gilt nach dem Drei-Stufen-Plan

In NRW steigen die Inzidenzzahlen in den Kreisen und Städten aktuell stetig an. Es kommen wieder Einschränkungen auf die Menschen zu. Ein Überblick, was erlaubt ist.

Die Corona-Zahlen in Nordrhein-Westfalen steigen. Nach fast zweieinhalb Wochen weitreichender Lockerungen der Corona-Vorgaben greifen deshalb im bevölkerungsreichsten Bundesland seit dem 26. Juli wieder Einschränkungen. Für NRW gilt wieder die Inzidensstufe 1 -  mit wieder strengeren Regeln bei Maskenpflicht, Abständen und Zusammentreffen. Für viele Kreise und Städte gelten ebenfalls wieder andere Vorgaben – oder können zeitnah auf sie zukommen. (Die aktuellen Inzidenzwerte für NRW und die einzelnen Städte lesen Sie hier)

Die Stufenregelungen

Landesstufe 1 Wegen gestiegener Infektionen gilt in NRW eine generelle Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen. Nicht nur in Bussen und Bahnen, im Einzelhandel und in Arztpraxen, sondern auch in Innenräumen von Gaststätten, Museen, Zoos und bei Bildungsveranstaltungen sowie Gottesdiensten müsse wieder mindestens eine medizinische Maske getragen werden, listete das NRW-Gesundheitsministerium auf.

Die Maskenpflicht in Innenräumen der Gastronomie bezieht sich nach Auskunft des Branchenverbandes Dehoga NRW auf die Wege der Gäste zu ihren Plätzen sowie für das Servicepersonal, das Kundenkontakt hat.

Aber auch für die Hoffnungen auf ein Wiedermöglichwerden der beliebten großen Volksfeste und die Vorfreude vieler Jugendlicher auf einen Discobesuch bedeutet das Ende der landesweiten Inzidenzstufe 0 jetzt einen herben Rückschlag. Volks- und Schützenfeste mit mehr als 1000 Teilnehmenden sowie der Betrieb von Diskotheken und Clubs in Innenräumen sind laut der Übersicht des Gesundheitsministeriums mit der landesweiten Stufe 1 jetzt wieder untersagt. Die Beschränkung für diese beiden Bereiche gilt bis zum 27. August und damit länger als die laufenden Sommerferien in NRW, die bis zum 17. August reichen. Für den Einzelhandel gilt die Flächenbegrenzung von einem Kunden je zehn Quadratmeter wieder. Diese strengeren Einschränkungen mit überregionaler Bedeutung gelten auch für Kreise und kreisfreie Städte, die lokal in der Stufe 0 liegen. 

 Lokale Inzidenzstufe 0  Liegt in einer Stadt oder Kommune der Inzidenzwert stabil unter 10,1, greift dort die lokale Stufe 0. Es gibt in diesen Regionen beispielsweise keine Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit, Bildungsveranstaltungen sind ohne große Einschränkungen möglich, der Kino-, Theater- oder Konzertbesuch ist wahlweise mit Test oder einem Sitzplan im Schachbrettmuster zulässig. Sport kann ohne Beschränkungen ausgeübt werden. Sitzungen, Tagungen und Kongresse sind erlaubt. Bei privaten Veranstaltungen oder Partys gilt eine Testpflicht erst ab mehr als 50 Teilnehmern.

Lokale Inzidenzstufe 1 (in diese Stufe befinden sich derzeit (22. Juli) die meisten Städte und Gemeinden): Sie greift bei einer stabilen Neuinfektionsrate unter 35 gerechnet auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das bedeutet, dass in allen Regionen keine Test- oder Impfnachweise mehr für den Besuch der Innengastronomie erforderlich sind. In Hotels, Pensionen und Jugendherbergen ist bei Anreise aber ein Negativtest weiter nötig.

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  • Schild an geöffneter Außengastronomie (Archivbild).
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Die Maskenpflicht gilt im Freien weiter in Warteschlangen und bei Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern außerhalb des Sitz- oder Stehplatzes - und dort, wo Kommunen sie anordnen. In geschlossenen Räumen bleibt die Maskenpflicht zwar grundsätzlich bestehen, bei ausreichender Lüftung darf die Maske an festen Sitz- oder Stehplätzen bei Bildungs-, Kultur-, Sport- und anderen Veranstaltungen aber abgenommen werden. Tests, Abstand und Rückverfolgbarkeit sind dafür nötig.

 Zoos können ohne Terminbuchung und Kontaktdatenerfassung besucht werden. Bei kontaktfreien Sportangeboten in geschlossenen Räumen können Mindestabstände aufgehoben werden, wenn ein negativer Test vorliegt. Somit sind auch Kurse wie Zumba oder Pilates wieder mit mehr Teilnehmern und geringeren Abständen zulässig.

Lokale Inzidenzstufe 2 gilt bei stabilen Inzidenzzahlen zwischen 35 und 50: In der Öffentlichkeit sind dann etwa Treffen von nur noch drei Haushalten erlaubt, alternativ können sich zehn Personen mit einem entsprechenden Negativtest ohne Haushaltsbegrenzung treffen. Kulturveranstaltungen sind auf 500 Personen begrenzt. Kontaktsport ist im Freien mit bis zu 25 Personen zulässig. Drinnen dürfen maximal zwölf Personen gemeinsam Kontaktsport ausüben, und das nur bei einer Kontaktnachverfolgung und mit negativem Test. Für Freizeitaktivitäten wie Bäder, Saunen, Indoorspielplätze und Spielhallen gelten wieder Höchstgrenzen für Personen je Quadratmeter. Im Freien sind private Veranstaltungen ohne Partycharakter mit bis zu 100 Gästen erlaubt, in Gebäuden mit bis zu 50.

Ausgesetzt: Lokale Inzidenzstufe 3 Das Land NRW hat am 29. Juli eine Änderung der Coronaschutzverordnung beschlossen. Bis zum 19. August wird im gesamten Bundesland die Inzidenzstufe 3 ausgesetzt. Das bedeutet, das Gastronomie, Sport- und Kulturstätten auch weiterhin geöffnet bleiben dürfen. Bei außergewöhnlich hohen Infektionszahlen wird der jeweilige Einzelfall gesondert geprüft.

Das galt bisher bei Stufe 3: Sie greift bei einem stabilen Wert zwischen 50 und 100. Hier stehen wieder strenge Einschränkungen an: Treffen im öffentlichen Raum sind ohne Begrenzung nur noch für Angehörige aus zwei Haushalten erlaubt. In der Außengastronomie herrscht Test- und Platzpflicht. Im Einzelhandel, der nicht zur Grundversorgung zählt, gibt es eine Reduzierung der Kundenbegrenzung auf eine Person pro 20 Quadratmeter.

Neuer Stufenwechsel Überschreitet ein Kreis acht Kalendertage in Folge einen bestimmten Wert, wird er zwei Tage darauf hochgestuft: Für Stufe 1 sind Inzidenzen von mehr als zehn ausschlaggebend, für Stufe 2 liegt der Wert bei mehr als 35 und für Stufe 3 bei mehr als 50. Das Ministerium hat allerdings das Recht, bei einem diffusen Infektionsgeschen die Frist auf bis zu drei Tage zu verkürzen. Für eine Herabstufung muss der Wert an fünf aufeinanderfolgenden Kalendertagen unterschritten werden. Die Lockerungen gelten ebenfalls zwei Tage später.

Das gilt in den einzelnen Städten:

  Duisburg

Düsseldorf

Krefeld

Kreis Heinsberg

Kreis Kleve

Krefeld

Kreis Mettmann

Kreis Viersen

Kreis Wesel

Leverkusen

Mönchengladbach

Rheinisch-Bergischer Kreis

Oberbergischer Kreis

Rhein-Kreis Neuss

Solingen

  

Weitere aktuelle Zahlen lesen Sie hier.

Hinweis: Die Daten, die unseren Grafiken zugrunde liegen, stammen vom Robert-Koch-Institut (RKI). In einigen unserer Artikel sind die Zahlen der örtlichen Gesundheitsämter die Basis der Berichterstattung und können davon abweichen. Die Städte und das RKI erheben ihre Werte zu verschiedenen Zeitpunkten.

(maxi/mba/top/cbo/siev)