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Corona-Regeln in Deutschland: Was gilt in NRW, Bayern, Berlin, Hessen, Hamburg, Sachsen und Co.?

2G, 2G+, 3G, 3G+ : Das sind die Corona-Maßnahmen der Bundesländer

Wegen der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante haben die Länder ihre Corona-Regeln am 28. Dezember verschärft. Die Kontaktbeschränkungen bei privaten Treffen sind in allen Regionen gleich, ansonsten gibt es unterschiedliche Vorgaben. Was wo gilt.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind in Deutschland die Regeln zur Pandemiebekämpfung verschärft worden. Seit dem 28. Dezember 2021 gilt in allen Bundesländern etwa bei privaten Treffen daheim oder in der Öffentlichkeit eine Obergrenze von zehn Personen in der Regel ab 14 Jahren – auch für Geimpfte und Genesene. Sind Ungeimpfte dabei, darf sich ein Haushalt höchstens mit einer oder zwei Personen eines anderen Haushalts treffen. Die aktuelle Lage im Überblick:

Baden-Württemberg: Beim Restaurant- und Zoobesuch, im Fitnessstudio, am Skilift und an vielen anderen Orten müssen jetzt auch Geimpfte und Genesene einen negativen Corona-Test vorweisen (2G plus). Allerdings gibt es großzügige Ausnahmeregelungen für Menschen mit einer Auffrischungsimpfung („Booster“). Für sie entfällt die Testpflicht häufig. Das gilt auch für Genesene, wenn die Infektion maximal sechs Monate zurückliegt, sowie für Geimpfte, die die letzte Spritze vor nicht mehr als sechs Monaten bekommen haben.

Für Zuschauer bei Kultur- oder Sportveranstaltungen, für Messen, Tagungen und Kongresse sowie für private und öffentliche Veranstaltungen und Feiern in nicht-privaten Räumen gilt die 2G plus Regel. Es gibt Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und „Geisterspiele“ im Fußball vor bis zu 750 Zuschauern. Clubs sowie Diskotheken wurden geschlossen. Für den Einzelhandel gilt landesweit eine 2G-Regelung (Zutritt nur für Geimpfte und Genesene). Ausgenommen sind etwa Supermärkte und Apotheken. Zwischen 22.30 Uhr abends und 5 Uhr morgens gibt es eine Sperrstunde in der Gastronomie. In der Silvesternacht beginnt sie erst um 1 Uhr. Die neue Corona-Verordnung gilt zunächst bis zum 24. Januar.

Bayern: Es gelten schrittweise immer schärfere Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. So dürfen nur noch Geimpfte und Genesene im Einzelhandel einkaufen – Geschäfte des täglichen Bedarfs sind ausgenommen. Abgesehen davon gilt 2G schon fast flächendeckend, und in weiten Bereichen sogar schon 2G plus (Zugang nur für Geimpfte und Genesene mit einem zusätzlichen negativen Corona-Test): wie bei Theater oder Konzerten, Sportveranstaltungen oder Messen sowie für private und öffentliche Veranstaltungen und Feiern in nicht-privaten Räumen (außer in der Gastronomie – dort bleibt es bei 2G).

Zudem gilt 2G plus in vielen Freizeiteinrichtungen. Das Zuschauerverbot für große überregionale Sportveranstaltungen gilt nun auch für große überregionale Kultur-Events und vergleichbare Veranstaltungen. Untersagt sind zudem Tanzveranstaltungen – unabhängig davon, ob sie in Clubs und Diskotheken oder außerhalb geplant waren. Jahrmärkte und Volksfeste sind verboten. In der Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 22 Uhr. Alle Clubs, Discos und Kneipen mussten schließen. Schulen und Kitas sind geöffnet – auch in Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 1000, in denen das öffentliche Leben nochmals weiter heruntergefahren werden muss.

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Berlin: Zu den meisten Geschäften haben nur Geimpfte und Genesene Zutritt (2G). Ausgenommen sind unter anderem Supermärkte, Drogerien und Apotheken. In vielen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens – darunter Restaurants, Kinos, Theater, Museen, Friseursalons, Fitness- und Tanzstudios – greifen zusätzlich zur 2G-Regel weitere Vorgaben. Dazu gehören eine Masken- oder Testpflicht sowie Abstandsgebote. Im Öffentlichen Personennahverkehr gilt die 3G-Regel plus Maske.

In der Hauptstadt bleiben Kultur- oder Sportveranstaltungen unter strengen Hygiene-Bedingungen und mit reduzierten Obergrenzen erlaubt. Grundsätzlich dürfen auf die Veranstaltungen nur Geimpfte und Genesene mit aktuell negativem Corona-Test (2G plus). FFP2-Masken sind dort verpflichtend. Clubs können wie Gaststätten auch weiter öffnen, allerdings ist das Tanzen untersagt. Zu Silvester gilt an bestimmten Orten ein Ansammlungs- und Feuerwerksverbot.

Brandenburg: Im Einzelhandel gilt die 2G-Regel, ausgenommen sind Supermärkte und andere Läden des notwendigen Bedarfs wie etwa Apotheken, Drogerien oder Banken. Auch in Gaststätten, Theatern, Kinos, Konzerthäusern und Freizeitbädern gilt: Zutritt nur noch für Geimpfte und Genesene.

Schüler, Lehrkräfte und Beschäftigte müssen sich vor dem Betreten des Schulgeländes drei Mal pro Woche testen lassen. In den Innenräumen herrscht für alle Jahrgänge Maskenpflicht.

In Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz über 750 gelten nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte. Bars, Clubs und Diskotheken müssen dort schließen. Für Demos im Freien gilt eine Obergrenze von 1000 Teilnehmern plus Maskenpflicht und Mindestabstand. An Silvester sind Ansammlungen verboten, für belebte Plätze gilt ein Böllerverbot. Bei einer Inzidenz über 350 gilt die Regel 2G plus.

Bremen: Clubs und Discos sind geschlossen, Tanzveranstaltungen verboten. Im Einzelhandel und in der Gastronomie, in Kultur und Sport gilt 2G. Großveranstaltungen mit bis zu 5000 Menschen drinnen und bis zu 15.000 Menschen unter freiem Himmel sind erlaubt. Überregionale Großveranstaltungen – etwa Fußball-Bundesliga-Spiele – sollen ohne Publikum stattfinden. Im öffentlichen Nahverkehr müssen Fahrgäste von 1. Januar an eine FFP2-Maske tragen.

Hamburg: Auch hier gilt 2G im Einzelhandel. Ungeimpfte dürfen nur noch in Läden des täglichen Bedarfs, beispielsweise Supermärkten, Drogerien oder Apotheken, bedient werden. Und dort, wo es möglich ist – etwa im Kino oder Theater – muss auch unter 2G wieder Maske getragen werden. Zum Impf- oder Genesenen-Nachweis muss dann auch noch ein aktueller negativer Corona-Test vorgewiesen werden. Verschärft wurden auch die Ausnahmen für Minderjährige: Durften bislang alle unter 18-Jährigen ungeimpft an 2G teilnehmen, ist das nun nur noch für unter 16-Jährige der Fall.

Großveranstaltungen müssen ohne Publikum stattfinden. Für die Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 23 Uhr. Nur in der Silvesternacht dürfen Restaurants, Bars und Kneipen bis 1 Uhr am Neujahrsmorgen offen bleiben. Stehtische in der Gastronomie dürfen nicht mehr genutzt werden. Mit einem Tanzverbot kommt es faktisch zur Schließung von Clubs und Diskotheken. An Silvester darf auf öffentlichem Grund kein Feuerwerk mitgeführt oder gezündet werden. Zwischen dem 31. Dezember, 15 Uhr, und 1. Januar, 9 Uhr, dürfen nicht mehr als zehn Menschen im öffentlichen Raum zusammenstehen.

Hessen: 2G gilt im Einzelhandel außerhalb der Grundversorgung. Eine 2G-plus-Option wurde gestrichen: Es ist Betreibern etwa der Gastronomie, von Kinos oder Theatern nicht mehr möglich, auf Abstandsregelungen und Maskenpflicht vollständig zu verzichten, wenn sie ausschließlich Geimpfte oder Genesene mit Schnelltest einlassen. Der Betrieb von Tanzlokalen ist landesweit untersagt. Die Obergrenze für alle Veranstaltungen drinnen oder draußen liegt bei 250 Teilnehmern.

Mecklenburg-Vorpommern: Es gilt ein mehrstufiges Ampel-Warnsystem, das klar festlegt, welche Schutzvorschriften einzuhalten sind. Derzeit befindet sich das Land in der Stufe Rot-Plus. Clubs und Diskotheken sind schon länger geschlossen, nun auch Kinos, Theater, Museen, die Innenbereiche von Zoos, Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen. Prostitution, Glücksspiel und Busreisen sind verboten. Sportveranstaltungen sind nur ohne Zuschauer erlaubt, Feiern in Gaststätten untersagt – auch zu Silvester. Für das Einkaufen gilt prinzipiell 2G. Demnach dürfen inzidenzunabhängig nur noch Geimpfte und Genesene in die Läden. Ausnahmen gelten für Geschäfte mit Waren des täglichen Bedarfs. Den Friseur dürfen Geimpfte, Genesene und Getestete besuchen.

Niedersachsen: Die Regeln hier sind nach drei Warnstufen gegliedert. Bis zum 15. Januar gelten für Gastronomie und andere öffentliche Bereiche die Auflagen der Warnstufe 3. Das bedeutet, den Alltag bestimmt vorrangig die 2G-plus-Regelung. Clubs sind geschlossen, Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen verboten.

Nordrhein-Westfalen: Wer nicht geimpft oder genesen ist, kommt nicht mehr in jedes Geschäft. Nicht Immunisierte dürfen nur noch in Läden für den täglichen Bedarf, der Zugang muss von den Geschäften kontrolliert werden. Clubs und Diskotheken sind geschlossen, Öffentliche und private Tanz- und Discopartys untersagt. Großveranstaltungen sind nur noch ohne Zuschauer erlaubt. Bei anderen Events dürfen höchstens 750 Zuschauer teilnehmen. Große Silvesterpartys wird es nicht geben. Zum Jahreswechsel sind Ansammlungen von mehr als zehn Menschen auf publikumsträchtigen Plätzen und Straßen untersagt. Bei Sport und Wellness in Innenräumen brauchen Geimpfte und Genesene einen negativen Schnelltest (2G plus).

Rheinland-Pfalz: Im Einzelhandel gilt bei der Zahl der maximalen Kunden wieder eine Personenbegrenzung. 2G gilt im Einzelhandel – mit Ausnahme von Läden des täglichen Bedarfs. Bei überregionalen Sport-, Kultur- und anderen Großveranstaltungen wie der Bundesliga sind leere Zuschauerränge vorgeschrieben. Clubs und Diskotheken sind geschlossen. 2G plus gilt für Gastronomie, Friseure und andere Innenräume, in denen die Maske nicht die ganze Zeit getragen werden kann. Dabei ersetzt eine Booster-Impfung den negativen Schnelltest.

Saarland: Auch hier gibt es eine 2G-Zutrittsbeschränkung im Einzelhandel – ausgenommen Geschäfte des täglichen Bedarfs. 2G gilt zudem im Freien für Gaststätten sowie für den Freizeit-, Sport- und Kulturbereich. Ausgenommen ist Sport alleine oder mit dem eigenen Haushalt. Für viele Innenbereiche reicht es nicht mehr, geimpft oder genesen zu sein. Zusätzlich muss ein negativer Corona-Test nachgewiesen werden (2G plus). Das gilt etwa für die Gastronomie, Übernachtungen in Hotels, den Besuch von Schwimmbädern, körpernahe Dienstleistungen und Fitnessstudios sowie den Theater-, Kino- oder Museumsbesuch.

Diskotheken und Clubs sind bereits dicht – nun sind auch vergleichbare Tanzveranstaltungen nicht mehr erlaubt. Das gilt ebenfalls für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern oder Zuschauern. Ansammlungen von mehr als zehn Personen im öffentlichen Raum sind an Silvester und Neujahr verboten. Hochschulen müssen Studierenden eine Teilnahme an Lehrveranstaltungen in digitaler Form ermöglichen, wenn diese keinen 2G-Nachweis (geimpft oder genesen) erbringen können.

Sachsen: Für den Einzelhandel gilt die 2G-Regel. Ausgenommen sind etwa Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Läden für Tierbedarf. Friseure haben geöffnet. Mit Ausnahme von Bibliotheken sind alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Für Gaststätten ist ein 2G-Nachweis erforderlich.

Bei den Treffen von bis zu zehn Geimpften und Genesenen werden im Freistaat Kinder unter 16 Jahren nicht mitgezählt. Sobald eine ungeimpfte Person dabei ist, sind Zusammenkünfte nur zwischen einem Hausstand und einem weiteren Menschen erlaubt. In geschlossenen öffentlichen Einrichtungen und bei körpernahen Dienstleistungen müssen FFP2-Masken getragen werden. An Beerdigungen dürfen maximal 20 Personen mit 3G-Nachweis teilnehmen. Seit November gilt eine nächtliche Ausgangssperre für besonders betroffene Corona-Hotspots. Zu Silvester und Neujahr sind zudem Feiern auf öffentlichen Plätzen untersagt. Dort darf kein Feuerwerk mitgeführt oder gezündet werden.

Sachsen-Anhalt: Zu weiten Teilen des Einzelhandels, Gastronomie, Sport- und Kulturveranstaltungen haben nur noch Geimpfte und Genesene Zugang. Die Landesverordnung sieht für den Handel aber eine ganze Reihe von Ausnahmen von der 2G-Regel vor: So sind neben dem Lebensmittelhandel, Drogerien und Apotheken unter anderem auch Buchhandlungen, Bau- und Gartenmärkte oder Fahrradläden ausgenommen.

In Restaurants und Bars bleibt es bei 2G. Entscheiden sich Gastronomen für ein 2G-plus-Optionsmodell und verlangen zusätzlich aktuelle Tests, kann auf Masken und Abstände verzichtet werden.

Clubs und Diskotheken sind geschlossen. Weil der Landtag in Magdeburg die epidemische Lage festgestellt hat, haben die Landkreise und kreisfreien Städte die Möglichkeit, weitere Maßnahmen zu verhängen – etwa an Silvester. Für Geimpfte und Genesene bleibt es zunächst bei der Empfehlung, sich nicht mit mehr als zehn Personen zu treffen.

Schleswig-Holstein: Ungeimpfte sind von weiten Teilen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen. Kinder bis sieben Jahre und minderjährige Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden, sind ausgenommen. Das Grundprinzip: Bei Freizeitveranstaltungen gilt drinnen 2G, für berufliche Veranstaltungen und für Jugendliche 3G. 2G gilt bei Dienstleitungen mit Körperkontakt (Friseure und medizinische sowie pflegerische Dienstleistungen ausgenommen), Sport in Innenräumen sowie Touristenübernachtungen in Hotels. Behörden können für Fußgängerzonen und Haupteinkaufsbereiche die Maskenpflicht anordnen. Maske tragen müssen auch Schüler im Unterricht.

Bei Veranstaltungen wie Konzerten oder beim Sport sind nur noch 1000 Zuschauer erlaubt. In Clubs und Diskotheken, sowie auf Partys und Bällen muss zum Impf- oder Genesenen-Nachweis ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden (2G plus). Beim Tanzen gilt Maskenpflicht. Behörden können für Straßen, Wege und Plätze, auf denen an Silvester und Neujahr mit verstärktem Andrang zu rechnen ist, Kontakte auf bestimmte Gruppengrößen beschränken.

Thüringen: Für Menschen, die nicht geimpft und nicht von Covid-19 genesen sind, gilt eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr. Unabhängig von einer Immunisierung gegen das Coronavirus gilt für alle eine Sperrstunde in der Gastronomie: Um 22 Uhr ist Schluss. Außerdem gilt in diesem Bereich und auch im Einzelhandel eine 2G-Regelung. Bedeutet: Dort kommen nur Genesene oder Geimpfte rein. Beim Sport in geschlossenen Räumen müssen geimpfte Thüringer bislang sogar noch einen negativen Test vorzeigen (2G plus).

Bei den Kontaktbeschränkungen werden im Freistaat Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren und drei Monaten in der Zählung außen vor gelassen. Clubs und Diskotheken sind schon länger geschlossen. Auch Volksfeste oder Messen sind untersagt. Silvester-Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind verboten. Dort darf auch kein Feuerwerk mitgeführt oder gezündet werden. An den Thüringer Schulen wird es an den ersten beiden Tagen nach den Ferien (3./4. Januar) keinen Unterricht geben. Bis zum 14. Januar soll dann Distanzunterricht stattfinden.

(jma/mcv/felt/lha/mja/anst/mba/rls/capf/dpa)