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Corona NRW: Innenstadt-Händler beklagen enorme Umsatzeinbrüche

Corona-Krise schadet Wirtschaft : Händler in NRW-Innenstädten beklagen enorme Umsatzeinbrüche

Die Kombination aus Corona-Infektionsgeschehen, Teil-Lockdown und die Absage der meisten Weihnachtsmärkte macht den Händlern in Nordrhein-Westfalen zu schaffen. Der Publikumsverkehr in den Innenstädten habe sich quasi halbiert.

Die Corona-Beschränkungen in diesem Monat entwickeln sich zum Riesenproblem für den Einzelhandel in den nordrhein-westfälischen Innenstädten. „Durch die hohen Infektionszahlen, die Schließung der Gastronomie im Teil-Lockdown und den Wegfall der Weihnachtsmärkte haben sich die Besucherzahlen in den meisten nordrhein-westfälischen Einkaufsstraßen praktisch halbiert“, klagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen, Peter Achten, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Gut 60 Prozent der Einzelhändler in NRW litten nach einer aktuellen Umfrage des Handelsverbandes unter Umsatzrückgängen von 40 Prozent oder mehr, berichtete Achten. Jeder Fünfte beurteile die Gefahr, sein Geschäft aufgeben zu müssen, mittlerweile als groß oder sehr groß.

„Die Situation in den Innenstädten ist wirklich fatal“, betonte Achten. Ausgerechnet das wichtige Weihnachtsgeschäft breche weg. Das treffe viele Händler, die ohnehin durch die Pandemie-Auswirkungen geschwächt seien, schwer.

„Der Handel sieht die Notwendigkeit der Kontaktbeschränkungen in der Pandemie, aber um die Auswirkungen des zweiten Lockdowns zu überstehen, braucht er mehr Hilfen des Staates“, forderte Achten. Bisher gehe der Einzelhandel bei der Novemberhilfe und den Überbrückungshilfen in der Regel leer aus. Das müsse sich ändern. „Die Vergabekriterien müssen der Situation im Handel besser angepasst werden“, verlangte er.

(chal/dpa)