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Corona NRW: Check der Schulen kann nur ein erster Schritt sein

Vorbereitung für den Herbst : Corona-Check der NRW-Schulen kann nur ein erster Schritt sein

Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, das Wetter hat sich schon eingetrübt, den ersten Kindergartenkindern laufen bereits die Nasen: Die Erkältungssaison steht vor der Tür. Unter den Corona-Bedingungen heißt das nichts Gutes.

Wenn es draußen zu kalt wird, unterbleibt in Klassenräumen das Lüften. So es denn überhaupt möglich ist. Denn vielerorts geht es schon bei defekten oder verrammelten Fenstern in den Klassenzimmern los. Ein Umstand übrigens, auf den Lehrer, Eltern und Schüler nicht erst seit dem Ausbruch der Pandemie hinweisen. Die Regierung von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat erkannt, dass sie die Dinge nicht weiter laufen lassen kann. Reparaturen oder die Anschaffung von Luftfiltern sind ein gutes Signal für verunsicherte Kollegien, Klassen und Familien.

Einmal mehr stellt sich allerdings die Frage, warum die Regierung Laschet ohne Not den doch gerade erst als so erfolgreich gepriesenen Weg des Maskentragens nicht einfach bis nach den Herbstferien verlängert hat. Natürlich ist das mehrstündige Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes eine Zumutung. Wer anderes denkt und selbst keine Kinder im schulpflichtigen Alter hat, möge im Selbstversuch einmal mit der Bahn quer durch Deutschland reisen. Aber am Ende ist es ein notwendiges Übel.

Zudem darf NRW nicht nach der Behebung der Baumängel in einem Prozent der Schulen die Hände in den Schoß legen. Probleme gibt es nämlich längst nicht nur mit dauerhaft verschlossenen Fenstern. Am Ende muss eine große Lösung stehen: eine Adressierung der Altschulden-Problematik der Kommunen oder ein Fonds zur Sanierung der maroden Schulen, so wie ihn der nordrhein-westfälische Lehrerverbands-Präsident fordert.