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Corona-Newsblog: Lauterbach warnt vor Verkürzung des Impfabstands bei Astrazeneca

Corona-Newsblog : Lauterbach warnt vor Verkürzung des Impfabstands bei Astrazeneca

Karl Lauterbach warnt vor einer verfrühten Zweitimpfung mit Astrazeneca: „Der Impfschutz ist dann deutlich schwächer.“ Bei einem Ehepaar aus Düsseldorf ist die indische Variante B.1.617 nachgewiesen worden. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) hat Pläne für eine Verkürzung der Abstände zwischen den Astrazeneca-Impfungen kritisiert. „Es war richtig, die Priorisierungen bei Astrazeneca komplett aufzuheben. Ich persönlich würde allerdings davon abraten, zwischen den beiden Impfungen nur vier Wochen verstreichen zu lassen“, sagte Lauterbach unserer Redaktion.

    „Der Impfschutz ist dann deutlich schwächer, als wenn nach zwölf Wochen die zweite Impfung erfolgt. Gerade mit Blick auf eine mögliche Verbreitung weiterer Mutationen in Deutschland ist es wichtig, dass die Impfungen ihr volles Schutzpotenzial entfalten können“, sagte er. „Ich kann beide Astrazeneca-Impfungen innerhalb von vier Wochen nicht empfehlen. Die Menschen sollten es nicht tun, nur um in den Urlaub fahren zu können“, sagte Lauterbach.
  • Bei einem Ehepaar ist in Düsseldorf erstmals die indische Variante des Corona-Virus nachgewiesen worden. Die beiden waren laut Stadt im April aus Indien eingereist. Da sich das Paar noch immer in Selbstisolation befindet, hatten sie der Stadt zufolge keine weiteren Kontakte.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler haben am Morgen über den Stand in Sachen Pandemie und Impfkampagne informiert. „Die dritte Welle scheint gebrochen“, sagte er am Freitag in Berlin. Die Neuinfektions-Zahlen gingen zurück, seien aber nach wie vor auf hohem Niveau. Diesen positiven Trend gelte es nun zu verstetigen. Das gehe aber nicht mit vorschnellen Lockerungen, fügte Spahn hinzu. Er rief die Menschen auf, noch bis Ende Mai durchzuhalten. Insgesamt sind seit Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr in Deutschland rund 85.000 Menschen an und mit dem Virus gestorben.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 18.485 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05:10 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Am Freitag vor einer Woche hatte der Wert bei 24.329 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 125,7 (Vortag: 129,1; Vorwoche: 153,4).

    Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 284 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 306 Tote.

    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,88 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.
  • 5/7/21 12:42 PM
    Die Ständige Impfkommission (Stiko) will laut einem "Spiegel"-Vorabbericht den Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson nur noch für Personen ab 60 Jahren empfehlen. Jüngere sollen demnach das Vakzin aber nach Aufklärung durch einen Arzt weiter nutzen dürfen. Beim RKI hieß es, von der Stiko werde kommende Woche eine Stellungnahme erwartet. Weiter wollte man sich nicht äußern. Bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson waren in einigen wenigen Fällen Thrombosen aufgetreten. Die USA hatten Impfungen mit dem Vakzin deshalb vorübergehend ausgesetzt. Die Europäische Arzneimittelbehörde befand nach einer Prüfung, dass es zwar eine mögliche Verbindung zwischen der Impfung und sehr seltenen Fällen von ungewöhnlichen Blutgerinnseln gebe. Insgesamt überwögen aber die Vorteile die Risiken.
  • 5/7/21 12:38 PM
    Der US-Pharmakonzern Pfizer und sein deutscher Partner BionTech haben nach eigenen Angaben in den USA die Beantragung einer vollständigen regulären Zulassung ihres gemeinsamen Corona-Impfstoffs auf den Weg gebracht. Bislang wurde von der US-Arzneimittelbehörde FDA nur eine Notfallzulassung erteilt, also eine Art Ausnahmegenehmigung aufgrund der Dringlichkeit der Lage.
  • 5/7/21 11:46 AM
    Weltweit haben sich mehr als 156,14 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 3,39 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, seit dieses im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan erstmals nachgewiesen wurde. Die USA weisen mit mehr als 32,6 Millionen die höchsten Infektionszahlen auf.

    Auch bei den Totenzahlen liegen die USA mit über 580.300 auf dem ersten Platz, gefolgt von Brasilien mit rund 417.000 Toten. Das Land rangiert bei den Infektionszahlen mit 15 Millionen auf Platz drei. Indien hat mit rund 21,5 Millionen weltweit die zweithöchste Infektionszahl.
  • 5/7/21 11:45 AM
    An allen Grund- und Förderschulen in NRW werden ab Montag "Lolli-Tests" angeboten. Das hat das Schulministerium am Freitag bekanntgegeben. An einigen Schulen war zunächst ein späterer Start vorgesehen.
  • 5/7/21 11:28 AM
    Die an diesem Montag startenden sogenannten Lolli-Tests in Grund- und Förderschulen sollen zunächst bis zu den Sommerferien laufen. Das NRW-Schulministerium hält eine Fortsetzung der neuen Corona-Tests im neuen Schuljahr aber für denkbar: „Wir können uns sehr gut das Projekt auch nach den Sommerferien vorstellen“, sagte Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in einer Online-Pressekonferenz. „Wir können dieses Projekt bis zum Ende des Jahres durchführen, wenn es denn erforderlich ist“, sagte Staatssekretär Mathias Richter. Das Projekt sei bis zu den Sommerferien finanziert. Dann wolle man sich die weitere Pandemieentwicklung anschauen, um zu entscheiden, „ob man es nach den Sommerferien braucht für einen stabilen und erfolgreichen Schutz auch für das nächste Schuljahr“.NRW will die Speicheltests an diesem Montag als erstes Bundesland flächendeckend einführen. Alle mehr als 730.000 Schülerinnen und Schüler der knapp 3800 Grund- und Förderschulen sollen mit dem Lolli-Test zwei Mal pro Woche in ihrer Lerngruppe auf das Coronavirus getestet werden.

  • 5/7/21 11:17 AM
    Lockerungen für Geimpfte dürften laut IW-Institut in Deutschland zu deutlich mehr Konsum vor allem von älteren Menschen führen. "Könnten die über 65-Jährigen wieder so einkaufen und verreisen wie vor der Krise, wäre mit einem monatlichen Konsumimpuls von rund vier Milliarden Euro zu rechnen", teilte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Freitag mit.

    Denn eine solche Summe habe diese Altersgruppe 2019 im Schnitt für Freizeit, Kultur, Unterhaltung, Restaurants, Bars und Hotels ausgegeben. Ein noch größerer Impuls käme von den 55- bis 64-Jährigen: Sie geben laut IW üblicherweise jeden Monat mehr als 4,4 Milliarden Euro für Restaurants, Hotels, Freizeit- und Kultureinrichtungen aus.
  • 5/7/21 10:44 AM
    Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet, dass man sich noch jahrelang mit den Folgen der Corona-Pandemie auf junge Menschen beschäftigen muss. Es habe erhebliche Einschränkungen gerade für Schüler und Schülerinnen in der Krise gegeben, sagt Merkel bei den Jugend-Politiktagen. Dazu sei das Hilfspaket der Bundesregierung gedacht.
  • 5/7/21 10:12 AM
    Mehr als 70 Prozent der schwangeren Frauen und jungen Mütter leiden in der Corona-Pandemie unter Einsamkeit und Isolation. So lautet das Ergebnis einer am Freitag veröffentlichten Onlinebefragung des Telemedizinunternehmens Kinderheldin unter mehr als tausend Schwangeren und jungen Müttern. Der fehlende Kontakt zu Familie, Freunden und anderen Müttern gehört demnach zu den größten Beeinträchtigungen während der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr des Kinds.

    Rund 42 Prozent der befragten Frauen gaben an, dass sie seit dem Beginn der Pandemie vermehrt unter Zukunftsängsten litten. Diese Ängste betreffen dabei nicht nur sie selbst, sondern auch das eigene Kind. Mehr als jede dritte Befragte gab außerdem an, seit Beginn der Pandemie eine deutlich stärkere psychische Belastung zu empfinden. Für jede zwölfte Befragte waren Depressionen und Ängste die Hauptbelastung während des vergangenen Jahres.
  • 5/7/21 9:56 AM
    Trotz Warnungen von Wissenschaftlern und Gewerkschaften will die britische Regierung die Maskenpflicht in Schulen in England aufheben. Dies sei möglich aufgrund sinkender Corona-Infektionszahlen und dem Erfolg des Impfprogramms, sagte Bildungsminister Gavin Williamson der Zeitung „The Telegraph“ (Freitag). Die Maßnahme solle am 17. Mai in Kraft treten, wenn auch andere Corona-Restriktionen wie das Verbot von nicht notwendigen Auslandsreisen aufgehoben werden, wie das Blatt berichtete.

    „Das Entfernen von Gesichtsmasken wird die Interaktion zwischen Lehrern und Schülern erheblich verbessern, während alle anderen Sicherheitsmaßnahmen für Schulen bestehen bleiben, um das Virus aus den Klassenzimmern fernzuhalten“, sagte Williamson.

    Ein Ministeriumssprecher betonte, die Virusübertragung zwischen Schülern, Lehrern und Mitarbeitern sei deutlich gesunken. Im Vereinigten Königreich sind Gesundheitsfragen Sache der einzelnen Landesteile, die britische Regierung entscheidet nur für England.
  • 5/7/21 9:42 AM
    Trotz der Fortschritte bei der Pandemiebekämpfung dringt der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) auf Geduld und vorsichtige Öffnungsschritte. Die gegenwärtige Entwicklung mit sinkenden Inzidenzen, leicht sinkender Belegung der Intensivstation und immer mehr Impfungen gebe Hoffnung, „dass wir die Pandemie bald kontrollieren können“, sagte Lothar Wieler am Freitag in Berlin. Dennoch blieben noch Maßnahmen zur Kontaktreduktion und die Einhaltung der Regeln nötig
  • 5/7/21 9:39 AM
    Nach der Impfaktion im Kölner Stadtteil Chorweiler, haben am Freitagmorgen die Schwerpunkt-Impfungen in Meschenich begonnen. Bereits gegen 9.30 Uhr hatte sich eine lange Warteschlange gebildet, das Impf-Angebot im Caritas-Zentrum wird offenbar gut angenommen. Die Stadt Köln teilte am Donnerstag mit, dass für die Impfungen zusätzliche Impfdosen bereitgestellt werden, es handelt sich um Reste aus dem Zusatzkontingent des Landes und des städtischen Impfzentrums.
  • 5/7/21 9:35 AM
    Die erleichterte Stundung von Steuerschulden in der Corona-Krise wird ausgiebig genutzt. Das Volumen der bis Jahresende bewilligten und noch nicht getilgten Stundungen von Besitz- und Verkehrsteuern hat sich zwischen 2019 und 2020 mehr als verdoppelt – von 3,27 auf fast 6,87 Milliarden Euro, wie der "Spiegel" unter Berufung auf eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken berichtet.

    Besonders stark nahmen demnach Stundungen der Umsatzsteuer zu: von 94 Millionen Euro 2019 auf 2,74 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Bei der Einkommensteuer sei der Umfang der Stundungen von knapp 2,44 auf 3,21 Milliarden Euro gestiegen.
  • 5/7/21 9:30 AM
    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller rechnet nach den geplanten Erleichterungen für vollständig Geimpfte mit einer komplizierten Situation. "Das wird verdammt schwer, es zu kontrollieren", sagt der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. "Aber was heißt das im Umkehrschluss: Ich dürfte diese Grundrechte nicht zurückgeben, nur weil es schwer ist, es auch durchzusetzen und zu kontrollieren? Ich glaube, das kann kein Weg sein."

    Viele Dinge seien weiterhin nicht möglich. "Die großen Feiern bleiben untersagt", sagt Müller. Es gehe jetzt darum, dass selbstverständliche Rechte und einfachere Möglichkeiten, diese Rechte in Anspruch zu nehmen, zurückkehrten. Als Beispiel nennt er Einkäufe und einen Friseur-Besuch.
  • 5/7/21 9:25 AM
    Die Pressekonferenz ist beendet.
  • 5/7/21 9:17 AM
    Die Pressekonferenz plätschert so dahin. Aktuell wird viel Bekanntes diskutiert.
  • 5/7/21 8:57 AM
    Eine Nachfrage dreht sich um die Impfnachweis-App, die vom US-Konzern IBM entwickelt wird. Spahn wiederholt die bekannten Daten. Zur Verfügung stehen soll sie in der zweiten Hälfte des zweiten Quartals.
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