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Corona-Newsblog: Jens Spahn will Priorisierung für Astrazeneca aufheben

Corona-Newsblog : Minister Spahn will Priorisierung für Astrazeneca aufheben

Jeder, der will, soll sich nach Auffassung des Gesundheitsministers künftig mit Astrazeneca impfen lassen können. Bei den Kita-Beiträgen geht NRW auf die Eltern zu. Die Gamescom in Köln wird 2021 erneut ohne Besucher stattfinden. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Gesundheitsminister Jens Spahn schlägt vor, dass sich schon bald jeder, der will, mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen kann – die Priorisierung für diesen Impfstoff solle komplett wegfallen. Dies solle sowohl für die Impfzentren als auch für die Hausarztpraxen gelten. Spahn will bereits am Donnerstag mit den Gesundheitsministern der Länder entsprechende Gespräche führen. Dies sagte Spahn am Abend in der Sendung "Aktuelle Stunde" des WDR. Mit Astrazeneca solle seinen Vorstellungen zufolge dann jeder "unabhängig von Alter und Vorerkrankung" geimpft werden können, zitiert der WDR den CDU-Politiker.
  • Das Land NRW erlässt Eltern die Hälfte der Kitabeiträge für das erste Halbjahr 2021.
  • Nordrhein-Westfalen öffnet die Impfkampagne für weitere Berufsgruppen. Das hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Düsseldorf angekündigt. Termine können ab Donnerstag unter anderem von Impfwilligen vereinbart werden, die im Lebensmitteleinzelhandel, in der Justiz oder an weiterführenden Schulen beschäftigt sind. Menschen über 60 Jahren, die auch in der dritten Gruppe sind, sollen sich hingegen bei ihren Hausärzten impfen lassen - und zwar möglichst mit Astrazeneca, so der Appell des NRW-Gesundheitsministers. „Das ist ein Gebot der Solidarität an die jüngere Bevölkerung“, sagte Laumann. Den einst vorsichtig geplanten Öffnungen ab Pfingsten erteilte der Minister angesichts der immer noch hochen Inzidenzwerte eine Absage.
  • Das oben beschriebene Angebot richtet sich an folgende Gruppen:

    • Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren
    • Eltern von schwer erkrankten Minderjährigen
    • Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogeriemärkten
    • Lehrerinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen
    • Beschäftigte im Justizvollzug mit Gefangenenkontakten
    • Gerichtsvollzieherinnen und -vollzieher
    • Beschäftigte in den Servicebereichen der Gerichte
    • Beschäftigte im Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz
  • 5/5/21 7:33 PM
    Für den Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie unterstützt die US-Regierung die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe. Die USA stünden hinter dem Schutz geistigen Eigentums, die Pandemie sei aber eine globale Krise, die außerordentliche Schritte erfordere, erklärte die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai am Mittwoch. Die USA würden sich im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) für die Erstellung eines entsprechenden Abkommens einsetzen. Wegen des Konsensprinzips und der Komplexität der Materie könnte dies zeitaufwendig werden, hieß es.

    Das Ziel der US-Regierung sei es, „so viele sichere und wirksame Impfungen so schnell wie möglich zu so vielen Menschen wie möglich zu bringen“, erklärte Tai. Mehr als 100 WTO-Mitgliedsländer wollen die Patente für die Impfstoffe aussetzen, damit mehr Firmen in mehr Staaten Impfstoffe herstellen können. Wichtige Herkunftsländer der Pharmaindustrie wie die USA sowie Unternehmensvertreter blockierten das von Südafrika und Indien angestoßene Vorhaben aber bislang.
  • 5/5/21 7:33 PM
    Die tägliche Zahl der Geimpften in den USA geht zurück, obwohl genug Vakzin vorhanden ist. Zu den Skeptikern gehören vor allem evangelikale Christen und Afroamerikaner – aus sehr unterschiedlichen Gründen.
  • 5/5/21 5:59 PM
    Das Bundesverfassungsgericht hat Eilanträge gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Corona-Notbremse abgelehnt. „Damit ist nicht entschieden, dass die Ausgangsbeschränkung mit dem Grundgesetz vereinbar ist“, teilte das Gericht am Mittwoch in Karlsruhe aber mit. Diese Frage müsse im Hauptsacheverfahren geklärt werden.

  • 5/5/21 5:46 PM
    Experten sehen laut einem Medienbericht auch bei älteren Frauen ein erhöhtes Risiko von Hirnvenenthrombosen bei einer Corona-Schutzimpfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca. Darauf weist dem Magazin "Spiegel" zufolge eine aktuelle Studie unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) hin. Bislang war davon ausgegangen worden, dass vorrangig jüngere Frauen gefährdet sind.

    Die Arbeit wurde laut "Spiegel" noch nicht von anderen Forschenden begutachtet, sondern als sogenanntes Preprint veröffentlicht. Der Auswertung zufolge, für die neurologische Abteilungen und Kliniken in ganz Deutschland befragt worden seien, war die Rate von Hirnvenenthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung demnach mehr als neunmal höher als nach einer Impfung mit einem mRNA-Impfstoff wie Biontech/Pfizer oder Moderna. Dabei sei die Rate bei Frauen im Vergleich zu jener bei Männern mehr als dreimal erhöht gewesen.
  • 5/5/21 5:29 PM
    Der Präsident des Landtags, André Kuper (CDU), hat sich für eine zügige Impfung der Abgeordneten und ihrer Mitarbeiter ausgesprochen. „Der Landtag verfolgt das Ziel, den Abgeordneten sowie den Beschäftigten der Landtagsverwaltung, der Fraktionen und der Abgeordneten mit dem Aufruf der Priorisierungsgruppe 3 die Möglichkeit des Impfens zu geben, um die Arbeitsfähigkeit des Landtags aufrechtzuerhalten und eine Quarantäne des Parlaments zu verhindern“, sagt Kuper.
  • 5/5/21 3:47 PM
    In Kanada darf der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer nun auch 12- bis 15-Jährigen verabreicht werden. Dies teilte die federführende Gesundheitsbehörde am Mittwoch mit. Sie bezeichnete die Genehmigung als wichtigen Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie.
  • 5/5/21 3:01 PM
    Rund 150.000 Lehrkräfte und Beschäftigte an weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen können sich ab dem morgigen Donnerstag einen Termin für die Corona-Schutzimpfung geben lassen. Sie gehören zu den Berufsgruppen der Priorisierungsgruppe drei, für die das Land die Impfkampagne ab sofort öffnet. Dies sei „ein gutes und wichtiges Signal“, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch.

    Nach den Grund- und Förderschullehrern könnten nun auch die anderen Lehrkräfte geimpft werden. Die Impfung sei ein „wichtiger Beitrag für den Infektionsschutz und die Stabilisierung des Schulbetriebs“. Zusammen mit der Corona-Testpflicht werde das den Präsenzbetrieb an den Schulen noch sicherer machen.
  • 5/5/21 2:46 PM
    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisiert die Öffnungspläne einiger Bundesländer als verfrüht. "Ich finde es fatal, dass erneut der Wettbewerb stattfindet, welches Bundesland am schnellsten lockert", sagt er dem "Handelsblatt". Ein derartiger Flickenteppich müsse eigentlich verhindert werden. Lauterbach kritisiert zudem Pläne für eine Lockerung im Tourismus-Bereich ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100: "Für Öffnungen braucht es eine deutlich niedrigere Inzidenz, etwa bei 50 oder noch niedriger."
  • 5/5/21 2:35 PM
    Anders als bisher geplant will die Computerspielmesse Gamescom in diesem Jahr doch keine Besucher in die Kölner Hallen lassen. Man habe sich „nach intensiven Gesprächen mit Partnern und Ausstellern entschieden, die Gamescom 2021 als rein digitales Event auszutragen“, teilten die Koelnmesse und der Verband game als Veranstalter am Mittwoch mit.
  • 5/5/21 2:15 PM
    Eine Panne beim Ausfüllen der Impfpässe hat in Bielefeld die Polizei auf den Plan gerufen. Am Dienstag hatten Beamte der Kriminalpolizei im Impfzentrum Ermittlungen aufgenommen, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Eine dort Ende April geimpfte Frau hatte eine fehlerhafte Chargennummer in ihrem Impfpass bemerkt und war stutzig geworden. „Wir konnten zunächst nicht ausschließen, dass dem Impfzentrum etwas anderes geliefert worden war als der reguläre Impfstoff“, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch zu dem Einsatz.

    Doch die Befürchtungen, es mit einer Straftat zu tun zu haben, entpuppten sich schnell als unbegründet: Wie die Stadt Bielefeld am Mittwoch mitteilte, war den Mitarbeitern in der Apotheke des Impfzentrums beim Erstellen der Etiketten für den Impfpass ein Fehler unterlaufen, so dass bei 251 Menschen nun eine falsche Chargennummer im Impfpass steht. Die Frau hatte sich laut Stadt wegen der falschen Nummer an das Impfzentrum gewandt.

    Die Betroffenen mit dem fehlerhaften Eintrag „EX 2021“ werden nun von den Mitarbeitern des Impfzentrums kontaktiert, um zu klären, wann die Impfpässe korrigiert werden können. Dies könne bei Erstgeimpften etwa bei der zweiten Impfung geschehen. Man bedaure die Scherereien für die Betroffenen sehr, teilten die Verantwortlichen im Impfzentrum mit: Es sei wichtig, dass die Einträge im Impfpass korrekt seien - „auch im Hinblick auf den digitalen Impfpass, der bald eingeführt werden soll“, hieß es weiter.
  • 5/5/21 1:53 PM
    Die Bundesregierung hat die Bürger davor gewarnt, sich gefälschte Impfpässe zu beschaffen, um so vorzeitig in den Genuss von Erleichterungen etwa bei Kontaktbegrenzungen oder bei Urlaubsreisen zu kommen. Dies sei kein Kavaliersdelikt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in der Bundespressekonferenz. „Wer so etwas tut, gefährdet die Gesundheit anderer Menschen. Das ist das eine. Er macht sich aber auch strafbar. Das ist ganz klar eine nach dem Strafgesetzbuch strafbewehrte Urkundenfälschung. Und strafbare Handlungen werden verfolgt.“
  • 5/5/21 1:00 PM
    Kanzleramtschef Helge Braun geht davon aus, dass bereits im Juli alle Erwachsenen in Deutschland ein Impfangebot erhalten haben werden. Es sei nun klar, "dass wir in den nächsten zwei Monaten sehr viel Impfstoff haben werden, um diese Impfkampagne abzuschließen", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Bundestag. Bisher hatte die Bundesregierung aus Vorsicht wegen teilweise stockender Impfstofflieferungen nur zugesagt, dass alle ein Impfangebot bis Ende des Sommers erhalten.
  • 5/5/21 12:51 PM
    Das Gesundheitsministerium soll zur Beschaffung von Corona-Impfstoff weitere 3,8 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt bekommen. Es geht dabei um Impfstoff für die Jahre 2022 und 2023, also vor allem für Auffrischungsimpfungen und Impfungen gegen mutierte Coronaviren.
  • 5/5/21 12:44 PM
    Gesundheitsminister Laumann hat alle Fragen beantwortet. Die Pressekonferenz ist damit beendet.
  • 5/5/21 12:38 PM
    Nach möglichen Öffnungen ab Pfingsten gefragt, macht Laumann deutlich, dass er die Debatte aktuell für falsch hält. "Wir haben noch 30 Kommunen, in den die Schulen zu sind. Die Krankenhäuser sind voll, die Zahlen hoch", so der Minister. Wann mit Öffnungen gerechnet werden kann, vermag Laumann nicht zu sagen. Sofern eine Kommune eine Inzidenz unter 100 hat, könne die Kommune über Regionalverfügung einzelne Bereiche öffnen. Das habe aber bisher nirgendwo stattgefunden.
    Er halte Lockerungen im Tourismus „zur Zeit nicht für richtig“. Unter anderem Niedersachsen und Bayern hatten für Pfingsten Ende Mai vorsichtige Öffnungen im Tourismus angekündigt.

  • 5/5/21 12:35 PM
    "Im Mai ist der Impfstoff nach wie vor knapp", so Laumann. Erst im Juni werde sich die Situation entspannen.
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