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Corona-Newsblog: Impfstoff Johnson & Johnson künftig vor allem für Menschen ab 60

Corona-Newsblog : Priorisierung für Impfstoff von Johnson & Johnson aufgehoben

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll in Deutschland in der Regel bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Bei einer großangelegten Impfaktion in Leichlingen fanden am Sonntag 700 Dosen Astrazeneca einen Abnehmer. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll in Deutschland in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt werden. Nach ärztlicher Aufklärung können sich auch Jüngere dafür entscheiden, beschlossen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern weiter, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Montag bestätigte. Die Priorisierung für diesen Impfstoff wird in Arztpraxen und bei Betriebsärzten aufgehoben.

  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6922 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.15 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 9160 Neuansteckungen gelegen. An Montagen sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 119,1 (Vortag: 118,6; Vorwoche: 146,9).

    Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 54 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 84 Tote gewesen.

    Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3 527 251 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3 175 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 84 829.

    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagnachmittag bei 0,90 (Vortag: 0,91). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.
  • Fast wie am Fließband: Am Samstag haben sich rund 700 Leichlinger mit dem Vakzin von Astra-Zeneca impfen lassen. Leichlinger Hausärzte hatten Angebot in den Räumen der Awo möglich gemacht. Der nächste Termin steht auch schon.
  • 5/10/21 8:17 AM
    Der Pharmahersteller Biontech aus Mainz expandiert weiter ins Ausland: Geplant ist noch in diesem Jahr ein weiteres Werk in Singapur, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die "hochmoderne Produktionsstätte" solle die weltweite Versorgung mit mRNA-basierten Impfstoffen und eine "schnelle Reaktionsfähigkeit bei potenziellen zukünftigen Pandemien für Südostasien" ermöglichen. In Singapur plant Biontech zugleich einen "regionalen Hauptsitz". Auch in den USA hat Biontech bereits einen US-Hauptsitz eröffnet.

    Der Bau der Fabrik in Singapur soll mit Unterstützung der dortigen Wirtschaftsförderungsbehörde Singapurs erfolgen. Biontech geht davon aus, dass der Standort 2023 in Betrieb gehen könnte und bis zu 80 Arbeitsplätze schafft.

    Das Werk werde "mit hochmodernen Herstellungsverfahren und einer digitalen Infrastruktur ausgestattet sein", teilte Biontech mit. Dort sollen "eine Bandbreite an neuen mRNA-Impfstoffen und -Therapeutika gegen Infektionskrankheiten und Krebs" produziert werden. Das Werk werde "planmäßig mehrere hundert Millionen Dosen im Jahr produzieren können, abhängig vom jeweiligen Impfstoff oder Produktkandidaten".
  • 5/10/21 8:15 AM
    Was eine Coronaerkrankung in der Folge für ein Leben bedeuten kann, hat uns Peter Eichholz aus Duisburg erzählt. Eine persönliche Geschichte.
  • 5/10/21 7:57 AM
    Die Uni hat keine Kapazitäten, die Besucher des Botanischen Gartens zu kontrollieren. Daher muss die Anlage in Düsseldorf vorerst geschlossen werden. Die Politik will aber eine Ausnahmeregelung.
  • 5/10/21 7:49 AM
    Der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice ist laut Ifo-Umfrage wieder leicht gesunken. Nach 31,7 Prozent im März arbeiteten im April 30,8 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ganz oder teilweise von zuhause aus, wie das Ifo-Institut in München am Montag mitteilte. "Die verschärfte Pflicht zum Heimbüro in Corona-Zeiten scheint zu verpuffen", erklärte Ifo-Homeoffice-Experte Jean-Victor Alipour.

    Der leichte Rückgang zeigt sich den Angaben zufolge quer durch viele Branchen. In der Industrie sank der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice demnach von 23,4 auf 22,4 Prozent, bei den Dienstleistern von 42,6 auf 41,1 Prozent und im Handel von 19 auf 18,9 Prozent der Beschäftigten. Nur auf dem Bau stieg der Anteil von 8,3 auf 11,3 Prozent.

    Das Ifo-Institut schätzt, dass über alle Branchen 56 Prozent der Beschäftigten Arbeit im Heimbüro zumindest teilweise umsetzen könnten.
  • 5/10/21 7:26 AM
    Die Erholung der Wirtschaft von der Corona-Pandemie wird nach Einschätzung von EZB-Chefökonom Philip Lane lange dauern. Die Arbeitslosenquote werde nicht vor 2023 auf das Niveau von 2019 und damit vor Ausbruch des Virus zurückkehren, argumentiert er in der französischen Zeitung "Le Monde". Die Wirtschaftsleistung der Euro-Zone (BIP) werde nicht vor Frühling kommenden Jahres das Niveau von 2019 erreichen.
  • 5/10/21 7:01 AM
    Die Rufe nach einem landesweiten Lockdown in Indien werden lauter. So fordert die indische Ärztekammer einen kompletten und gut durchdachten Lockdown. Hintergrund sind die anhaltend hohen Infektionszahlen. Das Land meldet 366.161 Neuinfektionen und 3754 weitere Tote. Insgesamt gibt es in Indien inzwischen 22,66 Millionen Infektionen. 246.116 Menschen starben an oder mit dem Virus.
  • 5/10/21 6:25 AM
    Angesichts der sinkenden Corona-Zahlen hat Top-Virologe Christian Drosten den Bundesbürgern für den Sommer Mut gemacht: "Der Sommer kann ganz gut werden in Deutschland", sagte Drosten am Sonntagabend im ZDF-"heute journal".

    Drosten zeigte sich ungewöhnlich zuversichtlich angesichts der Entwicklungen. "Ich denke, dass wir zum Juni hin erstmalig Effekte sehen, die der Impfung zuzuschreiben sind." Die aktuelle Entspannung sei indes "wahrscheinlich" noch auf verantwortungsbewusstes Verhalten der Bevölkerung zurückzuführen.

    Gleichzeitig warnte der Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité vor zu früher Euphorie. Deutschland sei noch nicht so weit wie andere Länder, sagte Drosten. "Wir müssen länger warten, weil wir noch nicht so weit sind mit unserem Impffortschritt." Sobald eine Impfquote wie in Großbritannien erreicht werde, könne gerade im Außenbereich wieder vieles zugelassen werden.
  • 5/10/21 6:19 AM
    Die landesweite Inzidenz liegt am Montag bei 128,8 und ist damit nur minimal im Vergleich zum Vortag gesunken. Vier Kreise liegen weiter über 200. In Düsseldorf sind die Zahlen wieder gestiegen. Ein Überblick über die Werte in NRW.
  • 5/10/21 6:01 AM
    Der politisch zunehmend unter Druck stehende japanische Regierungschef Yoshihide Suga will die Olympischen Spiele in Tokio trotz scharfer Kritik durchziehen. „Wir werden unser Bestes tun, um das Leben und die Gesundheit der Menschen zu schützen und ein sicheres Sportfest zu realisieren“, sagte Suga am Montag im Parlament. Er reagierte damit auf Forderungen der Opposition, die Spiele nochmals zu verschieben oder gleich ganz abzusagen.

    Es sei nicht miteinander vereinbar, das Leben der Menschen schützen zu wollen und zugleich Olympische Spiele zu veranstalten, sagte Yukio Edano von der Konstitutionell-Demokratischen Partei. Eine Entscheidung könne nicht länger aufgeschoben werden.

    Regierungschef Suga steht wegen seines Umgangs mit der Corona-Krise, Bestechungsskandalen und seinem Festhalten an den Olympischen Spielen innenpolitisch zunehmend unter Druck. Ein halbes Jahr vor der turnusmäßigen Parlamentswahl hatte seine regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) kürzlich drei wichtige regionale Nachwahlen verloren. Vergangene Woche sah er sich gezwungen, den Corona-Notstand für die Olympia-Stadt Tokio weniger als drei Monate vor Beginn der Sommerspiele abermals zu verlängern, bis 31. Mai.
  • 5/10/21 5:29 AM
    In Großbritannien dürfen sich die Menschen bald wieder in Innenräumen mit einer Gruppe von Freunden oder der Familie treffen und sich in Restaurants oder Pubs bedienen lassen. Premierminister Boris Johnson will am Montag die dritte Stufe der Corona-Lockerungen für die Briten bekannt geben, wie die Regierung am Sonntag ankündigte. Auch bei Auslandsreisen sollen bestimmte Beschränkungen aufgehoben werden. Die Lockerungen infolge der erfolgreichen Impfkampagne in Großbritannien sollen ab dem 17. Mai gelten.

    Johnson will die Lockerungen den Angaben zufolge nach einem Treffen mit seinen Ministern am Montagnachmittag bekannt geben. Ab dem 17. Mai sollen die Briten sich in geschlossenen Räumen wieder in Gruppen von bis zu sechs Menschen oder zwei Haushalten treffen dürfen. Restaurants und Pubs sollen dann auch in Innenräumen wieder geöffnet werden. Hochzeiten mit bis zu 30 Teilnehmern sollen erlaubt werden. Treffen von mehr als 30 Menschen im Freien dürften aber verboten bleiben.
  • 5/10/21 4:51 AM
    Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält eine Fortsetzung des Lockdowns mit der Bundes-Notbremse über Juni hinaus für möglich. Söder sagte am Sonntagabend im "Bild"-Politik-Talk, die Notbremse gelte gesetzlich bis zum 30. Juni. "Dann wird man sehen, wie die Gesamtlage ist." Er fügte hinzu: "Bloß, weil ein Gesetz endet, ist Corona nicht vorbei." Auch wenn die dritte Welle unter Kontrolle zu sein scheine, dürfe sich niemand täuschen lassen: "Wir sind noch nicht ganz überm Berg."

    Hoffnung auf bessere Zeiten machte Söder den Schülerinnen und Schülern in Deutschland. Das nächste Schuljahr werde ein ganz anderes Schuljahr werden. Dafür müsse es "massenhaft schon vor Schulbeginn Schulimpf-Aktionen mit geschlossenen Gruppen-Impfungen" mit dem jetzt zugelassenen Impfstoff ab 12 Jahren geben.
  • 5/10/21 4:23 AM
    Die Kommunen rufen Bund und Länder dazu auf, sich unverzüglich auf weitere Öffnungsschritte zu verständigen. "Im Hinblick auf die rasante Zunahme der Impfungen und den bevorstehenden Sommer mit vielen möglichen Aktivitäten im Freien sollten sich Bund und Länder bereits jetzt auf einen klaren Öffnungskatalog verständigen und festlegen, unter welchen Voraussetzungen welche Bereiche wieder öffnen dürfen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    Darauf warteten nicht nur die Menschen, sondern auch die Hotels, Gaststätten und die Tourismuswirtschaft. Ein Flickenteppich unterschiedlichster Regelungen solle vermieden werden. Dies schade der Akzeptanz der Menschen und sei eine schwere Hypothek für die Wirtschaft.
  • 5/10/21 3:53 AM
    Mitten in der Corona-Pandemie ist der Krankenstand unter den Beschäftigten auf ein Rekordtief gesunken. So war er bei der Techniker Krankenkasse (TK) im ersten Quartal so niedrig wie seit 13 Jahren nicht mehr, wie aus Daten der Kasse hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegen. In den ersten drei Monaten des Jahres betrug der Krankenstand 3,8 Prozent. Im ersten Quartal des Jahres 2020 lag er noch bei 5,1 Prozent, 2019 bei 4,8 und 2018 bei 5,2 Prozent der Arbeitszeit.

    TK-Chef Jens Baas sagte: „Die Fehltage sind bei fast allen Diagnosen zurückgegangen, besonders bei den Erkältungskrankheiten.“ Die Grippewelle sei ausgeblieben. Sonst sorge sie in der Regel alle zwei Jahre im Februar für einen erhöhten Krankenstand. „Es zeigt sich, dass die Abstands- und Hygieneregeln sowie die eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten auch die Verbreitung anderer Infektionserreger verhindern“, sagte Baas.

    Die Diagnose Covid-19 spielt bei den Krankschreibungen der Erwerbstätigen im Vergleich zu den anderen Diagnosen den Daten zufolge eine untergeordnete Rolle. Insgesamt verzeichnete die TK im ersten Quartal 1,08 Millionen Krankschreibungen, davon 9381 aufgrund von Covid-19.
  • 5/9/21 4:34 PM
    Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier rechnet angesichts stark sinkender Corona-Neuinfektionen mit baldigen Lockerungen der Pandemie-Auflagen. "Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen in vielen Landkreisen Öffnungen sehen werden - auch bei der Außengastronomie", sagt der CDU-Politiker in der ARD. "Wir werden Menschen sehen, die draußen sitzen und Eis essen oder Pizza essen."
  • 5/9/21 4:34 PM
    41 Prozent der Erwachsenen in NRW bekamen schon eine Spritze, Ende des Monats könnte die Impfquote bei 50 Prozent liegen. Zweittermine mit Astra in Impfzentren werden nicht vorgezogen, weil es angeblich organisatorische Probleme gibt, erklärt das Ministerium.
  • 5/9/21 3:38 PM
    Wie ist der Stand in NRW im Kampf gegen die Pandemie? Ein Überblick.
  • 5/9/21 1:30 PM
    Bei bestem Sommerwetter am ersten Tag der Lockerungen für Geimpfte und Genesene blieb der Ansturm auf Ausflugsziele in Nordrhein-Westfalen bis Sonntagmittag zunächst aus.
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