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Corona-Newsblog: „Eine gesunde Balance zwischen Zuversicht und Vorsicht“

Corona-Newsblog : „Eine gesunde Balance zwischen Zuversicht und Vorsicht“

Bundesgesundheitsminister Spahn, RKI-Präsident Wieler und Forschungsministerin Karliczek haben am Vormittag über den aktuellen Stand der Pandemie informiert. Ein Arzt aus NRW klagt über zunehmenden Impfneid. Alle Neuigkeiten gibt es hier in unserem Newsblog.

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, RKI-Präsident Lothar Wieler und Forschungsministerin Anja Karliczek informieren seit 11 Uhr in Berlin über den Stand der Pandemiebekämpfung in Deutschland. Wir berichten live.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 14.909 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.13 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 18.034 Neuansteckungen gelegen.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 107,8 (Vortag: 115,4; Vorwoche: 132,8).

    Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 268 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 285 Tote gewesen.

    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,83 (Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.
  • Ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland ist zumindest einmal gegen das Coronavirus geimpft. Wie das Robert-Koch-Institut am Dienstag mitteilte, betrug die Quote unter Berücksichtigung der bis einschließlich Montag erfolgten Impfungen 33,3 Prozent. Für die vollständigen Impfungen wurde eine Quote von 9,6 Prozent angegeben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dämpfte erneut Erwartungen, dass sich nach Aufhebung der Priorisierung im Juni jeder schnell impfen lassen kann.
  • 5/12/21 9:29 AM
    Nun gibt es Gelegenheit für Nachfragen.
  • 5/12/21 9:29 AM
    Wieler ruft vor diesem Hintergrund dazu auf, sich weiter an die geltenden Schutzregeln zu halten und Testangebote wahrzunehmen. Bis man auf die Maßnahmen verzichten könne, müsse eine große Mehrheit der Deutschen immun sein – entweder durch Impfung oder eine durchgemachte Infektion. Die zweite Variante sei dabei die schlechtere, so Wieler.
  • 5/12/21 9:26 AM
    Die Pandemie sei aber noch nicht vorbei. Noch immer gebe es viele Landkreise mit einer Inzidenz über 100. Die Intensivstationen seien noch immer belastet. Außerdem würden aktuell noch immer über 1000 Menschen pro Woche in Deutschland an Covid-19 sterben.
  • 5/12/21 9:24 AM
    Jetzt spricht RKI-Präsident Wieler. Er beginnt mit Zahlen. Die Inzidenzzahlen würden in allen Altersgruppen sinken. Die Zweitimpfungsquote liege inzwischen bei zehn Prozent. Man sei also auf einem guten Weg.
  • 5/12/21 9:21 AM
    Mit Blick auf den Sommer sagt Spahn, dass die kommenden Wochen noch wichtig werden. Zwar sehe man bei Infektionszahlen und auf den Intensivstationen eine Entlastung, aber es brauche eine "gesunde Balance zwischen Zuversicht und Vorsicht".
  • 5/12/21 9:18 AM
    Das Bundeskabinett hat Spahn zufolge wie erwartet die neue Einreiseverordnung beschlossen. Demnach entfallen für Geimpfte und Genesene nun die Quarantäneregelungen. Darüber hinaus werden bestehende Regelungen bei Einreisen aus Risikogebieten angepasst.
  • 5/12/21 9:16 AM
    Auch er würdigt zu Beginn noch einmal die neue Förderrichtlinie des Bundes als wichtig und richtig.
  • 5/12/21 9:15 AM
    Nun spricht Gesundheitsminister Jens Spahn.
  • 5/12/21 9:14 AM
    Zum Abschluss dämpft die Ministerin noch einmal die Erwartungen. "Es ist nicht davon auszugehen, dass wir schon morgen wirksame Medikamente haben." Die Entwicklung von wirksamen Mitteln könne Jahre oder Jahrzehnte dauern.
  • 5/12/21 9:13 AM
    Gerade in der späten klinischen Phase der Arzneimittelforschung sei eine Förderung wichtig, sagt die Ministerin. Die Markteinführung und der Aufbau von Produktionskapazitäten seien besonders aufwändig.
  • 5/12/21 9:11 AM
    Sie macht anhand verschiedener Beispiele deutlich, dass es derzeit viele verschiedene Forschungsansätze gibt. Das neue Programm dreht sich um die sogenannte "versorgungsnahe" Medikamentenversorgung. Dafür stellt die Bundesregierung Mittel in Höhe von 300 Millionen Euro bereit. Es soll vor allem darum gehen, den Unternehmen die Markteinführung der neuen Medikamente zu erleichtern.
  • 5/12/21 9:08 AM
    Bei dem neuen Forschungsprogramm geht es Karliczek zufolge um Medikamente zur Corona-Bekämpfung. Grundsätzlich sei es aber so, dass die Bundesregierung die Medikamentenforschung schon seit Beginn der Pandemie mit Förderprogrammen unterstütze.
  • 5/12/21 9:06 AM
    Sie ist heute bei der Pressekonferenz dabei, um eine neues Corona-Forschungsprogramm bekannt zu geben. Karliczek betont zu Beginn noch einmal, dass es vor allem der Wissenschaft zu verdanken ist, dass die Pandemiebekämpfung heute schon so weit sei.
  • 5/12/21 9:04 AM
    Den Auftakt macht heute Forschungsministerin Anja Karliczek.
  • 5/12/21 9:03 AM
    Die Pressekonferenz beginnt.
  • 5/12/21 7:19 AM
    Indien verzeichnet mit 4205 Corona-Todesfällen so viele wie noch nie innerhalb eines Tages. Damit stieg die Zahl der Menschen, die in Verbindung mit dem Virus starben, binnen 24 Stunden auf 254.197 und überschritt die Schwelle von einer Viertelmillion, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Auch die Zahl der Infektionen legte mit 348.421 neuen Fällen auf insgesamt 23,3 Millionen erneut kräftig zu. Nur die USA weisen mehr auf. Allerdings lagen die Neuinfektionen den dritten Tag in Folge deutlich unter der Schwelle von 400.000, die zuvor mehrmals hintereinander überschritten worden war. Experten warnten aber vor verfrühter Hoffnung, dass die massive zweite Welle, die das Gesundheitswesen in dem südasiatischen Land überlastet hat, ihren Höhepunkt erreicht haben könnte.
  • 5/12/21 6:44 AM
    SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty hält mit Blick auf die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie Öffnungen in der Gastronomie für möglich. Wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen unter dem Wert von 100 bleibe, habe das Land Möglichkeiten. „Ich kann mir vorstellen, dass im gastronomischen Bereich mit Testen oder für Geimpfte auch wieder eine Öffnung im kontrollierten Bereich möglich ist“, sagte Kutschaty am Mittwoch im WDR. Allerdings sollten „erstmal ein paar Stühle weniger vor die Tür“ gestellt werden als zu viele. „Ich glaube, es hilft keinem, wenn wir nach einer Woche wieder alles rückgängig machen müssen. Das darf nicht passieren.“

    Mit der Wocheninzidenz wird angegeben, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen nachgewiesen wurden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der Wert am Mittwoch in NRW bei 116,2. In der Tendenz geht er aber seit Tagen zurück.

    „Wir müssen auch der Gastronomie, dem Einzelhandel, wieder Perspektiven geben“, forderte Kutschaty. Mit Schutzkonzepten und einer Teststrategie könne man wieder mehr erlauben. Gefordert seien dann aber einheitliche Regelungen für NRW. „Hier muss die Landesregierung die Verantwortung übernehmen“, sagte er

    NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) wollten am Mittwochnachmittag über das weitere Vorgehen des Landes in der Corona-Pandemie informieren.
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