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Corona News: Virologe Christian Drosten ist für zeitlich begrenzten Lockdown

Corona-Newsblog : Drosten spricht sich für zeitlich begrenzten Lockdown aus

Virologe Christian Drosten hält einen zeitlich begrenzten Lockdown in Deutschland für sinnvoll. Nun auf die Bremse zu treten, würde einen nachhaltigen Effekt haben, sagt er. Ihm schwebt ein Zeitraum von etwa drei Wochen vor. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Virologe Christian Drosten hält einen zeitlich begrenzten Lockdown in Deutschland für sinnvoll. Nun auf die Bremse zu treten, könne einen nachhaltigen Effekt haben, sagte er in der neuen Folge des NDR-Podcasts "Coronavirus-Update".
  • NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat zur Bekämpfung der Corona-Pandemie die Wiedereinführung eines bundesweiten strengeren Kontaktverbots gefordert. Die weit überwiegende Zahl der Infektionen entstehe bei privaten Kontakten, sagte er.

    Laschet forderte die Bürger auf, alle privaten Feiern im November abzusagen. Es müsse am Mittwoch eine starke Antwort der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin geben. Deutschland sei in einer Phase, in der „wir eine effektive Corona-Bremse brauchen, nicht halbherzig, sondern konsequent mit einer klaren zeitlichen Begrenzung“. Ein zweiter Lockdown solle vermieden werden.

    Die Polizei in NRW soll ab sofort konsequenter die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie durchsetzen. Das kündigte NRW-Ministerpräsident Laschet am Dienstag in Düsseldorf an. Jeder Einzelne müsse dazu beitragen, das Virus einzudämmen und solidarisch die Regeln befolgen, forderte er.
  • Die Bundeskanzlerin warnte vor der Unionsfraktion vor einer weiteren Verschlechterung der Lage in Deutschland. Wenn man die Hälfte der Kontakte der Menschen reduzieren würde, dann schaffe man es, die derzeitigen Infektionszahlen zu halten, die regelmäßig bei über 10.000 lägen, sagte Merkel nach Angaben von Teilnehmern.

    Ziel müsse jedoch sein, die Infizierten-Zahlen wieder nach unten zu bringen und somit für die Zeit um Weihnachten herum für ein entspanntere Lage zu sorgen. Das ginge nur aufgrund mit deutlich reduzierten Kontakten. Sorge mache ihr vor allem die Lage der Krankenhäuser. „Unsere Patienten werden nicht in anderen Ländern behandelt werden können“, wird Merkel von Teilnehmern der Sitzung mit Blick auf die sich verringernden Kapazitäten auf deutschen Intensivstationen zitiert. Bei den Intensivbetten gebe es alle zehn Tage eine Verdoppelung. „Noch vier Mal Verdopplung und das System ist am Ende.“ Im Kanzleramt plane man vor der morgigen MPK ein Herunterfahren des öffentlichen Lebens im Bereich der Freizeitaktivitäten und weitere Kontaktbeschränkungen, hieß es aus der Fraktionssitzung weiter.

    Laut "Focus" wird die Strategie intern als Wellenbrecher-Shutdown bezeichnet.
  • 10/27/20 7:39 PM
    Der Vorstand der Linken verschiebt den für Freitag geplanten Bundesparteitag. Das teilt der Bundesgeschäftsführer der Partei, Jörg Schindler, mit. "Wir werden jetzt darüber beraten, wann und wie der Parteitag am besten durchgeführt werden kann. Dazu gehört die Möglichkeit, die Debatten, Reden und die Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten über das Internet zu organisieren oder einen dezentralen Parteitag durchzuführen", sagt Schindler.
  • 10/27/20 7:16 PM
    Die französische Regierung befürchtet Abgeordneten zufolge ohne strengere Maßnahmen eine Überfüllung der Krankenhäuser. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Ministerpräsident Jean Castex habe bei einer Unterrichtung hinter verschlossenen Türen den 11. November als Datum dafür genannt, sagt der Abgeordnete Andre Chassaigne nach dem Treffen. "Die Situation ist also besonders ernst. Wenn wir die Kurve nicht abflachen können, können unsere Krankenhäuser in 15 Tagen keine Patienten mehr behandeln."
  • 10/27/20 6:44 PM
    Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier kündigt vor dem Corona-Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel schmerzhafte Entscheidungen an. "Die Lage ist weit dramatischer, als viele glauben", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) einem Vorabbericht zufolge. "Wir werden für Deutschland einiges beschließen, was weh tut und nicht schön ist."
  • 10/27/20 6:20 PM
    Die Behandlung schwer erkrankter Covid-19-Patienten ist noch immer kompliziert. Doch inzwischen haben die Ärzte in den Mönchengladbacher Kliniken Erfahrungen gesammelt. Einige sehen Fortschritte und rechnen mit weniger Todesfällen. [RP+]
  • 10/27/20 6:18 PM
    Nach mehreren Corona-Fällen unter Mitarbeitern des Teo Otto Theaters in Remscheid muss das Theater vorerst schließen. Ein Konzert wurde abgesagt.
  • 10/27/20 6:05 PM
    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat sich nach einem Kontakt mit einem Corona-Infizierten in Quarantäne begeben. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP. Der 70-Jährige fühle sich gut, teilte sein Ministerium am Dienstag mit. Seine anstehenden Termine werden demnach aber verschoben.
  • 10/27/20 5:14 PM
    Russland will seinen Impfstoff "Sputnik V" per Eilverfahren bei der Weltgesundheitsorganisation registrieren. Westliche Forscher bezweifeln die Sicherheit des Mittels.
  • 10/27/20 4:54 PM
    Belgien ist in der Europäischen Union (EU) zum Land mit der höchsten Covid-19-Infektionsrate geworden. Laut Daten des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten wies das Land mit rund elf Millionen Bürgern 1390 neue Covid-19-Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen zwei Wochen auf. An zweiter Stelle befinde sich Tschechien mit 1379 Infektionen auf 100.000 Einwohner.
  • 10/27/20 4:52 PM
    In Berlin hat die Gesundheitsverwaltung erstmals mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Im Vergleich zum Vortag infizierten sich demnach 1040 weitere Menschen nachweislich mit dem Virus, wie die Senatsverwaltung am Dienstag mitteilte. Damit lag die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 137,2.
  • 10/27/20 4:36 PM
    "Merz mit Trump zu vergleichen, ist völlig fehl am Platz", sagte Laschet auf die Frage eines Journalisten. Er kenne CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz bereits seit vielen Jahren. In der derzeitigen Situation sei ein Parteitag mit mehr als 1000 Teilnehmern nicht vertretbar.
  • 10/27/20 4:33 PM
    NRW-Ministerpräsident Laschet hat dem Vorschlag von CDU-Vize Thomas Strobl nach einem einwöchigen Corona-Lockdown in Deutschland eine Absage erteilt. Es müsse vielmehr das Ziel sein, dass nicht - wie durch die einschneidenden Maßnahmen im März - erneut die Schüler, die Familien und das wirtschaftliche Leben die Leidtragenden seien, sagte er am Dienstag in Düsseldorf. „Ich glaube, ein kompletter Lockdown für wenige Tage hat all die Schäden in potenzierter Weise. Und niemand kann garantieren, dass nach sieben Tagen die Lage besser ist“, sagte Laschet.

    Stattdessen sprach er sich für eine „Entschleunigung“ im Monat November aus. Vor allem müssten soziale Kontakte auf ein Minimum zurückgefahren werden. Nur so könnten die Menschen im Land in eine „entspanntere Advents- und Weihnachtszeit“ gehen.

  • 10/27/20 4:31 PM
    Die Auswirkungen der neuen Corona-Maßnahmen auf die Gastronomie in NRW seien noch nicht abzusehen, sagte Laschet. Dazu sei das Ministerpräsidenten-Treffen am Mittwoch abzuwarten. Laschet betonte die Bedeutung einer bundeseinheitlichen Lösung.
  • 10/27/20 4:29 PM
    Auch im privaten Rahmen seien die Kontakte zu beschränken, stellte Laschet klar. "Wenn man Begegnungen im November plant, sollte man sie lieber absagen."
  • 10/27/20 4:27 PM
    Weil NRW eine der europaweit am dichtesten besiedelten Regionen sei, "stehe viel auf dem Spiel", sagte Laschet. Um einen massenhaft Wirtschaftseinbruch und Entlassungen zu verhindern, sei ein rasches Handeln notwendig.
  • 10/27/20 4:26 PM
    Die getroffenen Corona-Maßnahmen müssten für die Bevölkerung nachvollziehbar sein, sagte Laschet. Diese Regeln sollten zudem ab sofort konsequenter von der Polizei kontrolliert und durchgesetzt werden.
  • 10/27/20 4:25 PM
    Die digitalen Meldewege zwischen Getesteten, Laboren, Ärzten und Gesundheitsämtern sollen in NRW verbessert werden, sagte NRW-Ministerpräsident Laschet.

  • 10/27/20 4:24 PM
    "Da wir noch lange mit dem Virus leben müssen, müssen wir uns bei der Stärkung der Gesundheitsämter Neues einfallen lassen", sagte Laschet. Bei den Kommunen in Nordrhein-Westfalen sollen mit Hilfe des Landes 1000 zusätzliche Arbeitsstellen entstehen, um die Kontakte von Corona-Patienten nachverfolgen zu können. Die Landesregierung habe am Dienstag beschlossen, dafür 25 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Mit dem Geld könnten in den Kommunen sechs Monate lang 800 neue Stellen geschaffen werden, teilte die Landesregierung mit. Außerdem sollten mindestens 200 Landesbedienstete für die Nachverfolgung von Kontaktpersonen in den Gesundheitsämtern abgestellt werden.
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