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Corona-Liveblog: "Wir brauchen jetzt eine drastische Kontaktreduzierung"

Spahn und Wieler über Corona-Lage : „Wir brauchen jetzt eine drastische Kontaktreduzierung“

Am Vormittag informieren Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler über das Corona-Geschehen in Deutschland. Das Robert-Koch-Institut hat am Donnerstag binnen 24 Stunden 29.426 Neuinfektionen gemeldet. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Seit 9 Uhr informieren Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin über die aktuelle Lage in der Corona-Pandemie. "Jeder Tag zählt gerade in dieser schwierigen Lage", sagt Spahn in Berlin. Die Zahl der Neuinfektionen sei nach wie vor zu hoch und steige sogar noch weiter. "Die Lage auf den Intensivstationen wird täglich kritischer." Er appelliere an die Bundesländer, umgehend weitere Einschränkungen zu verfügen und nicht bis Mitte nächster Woche zu warten, bis der Bundestag das neue Infektionsschutzgesetz mit der bundesweiten "Notbremse" beschlossen habe. "Impfen und Testen allein reichen nicht, um die dritte Welle zu brechen." Auch Wieler plädiert an die Entscheider: "Wir brauchen jetzt eine drastische Kontaktreduzierung".
    Wir halten Sie hier in unserem Liveblog auf dem Laufenden.

  • 4/15/21 7:42 AM
    Wieler prognostiziert, dass sich viele Kinder und Jugendlichen in den Schulen anstecken werden, wenn erst bei einer Inzidenz von 200 Maßnahmen getroffen werden. "Dann werden die Schulen geschlossen werden. Man erkennt die Kinder ja früher und dass eine Infektion in einer Schulklasse ist."
  • 4/15/21 7:41 AM
    Wieler wird nach den vermehrten Ausbrüchen bei 15 Jährigen oder Jüngeren gefragt. "Je höher die Inzidenz steigt, desto höher ist das Risiko, dass man sich ansteckt. Und je höher die Inzidenz steigt, desto höher ist die Chance, dass sich auch Kinder anstecken können." Laut Wieler würde das große Ganze aber nicht wirklich wahrgenommen werden - die Treffen, die drinnen stattfinden. "Schulen sind natürlich Orte, wo Infektionen stattfinden, weil mehrere Menschen gemeinsam in einem Raum sind. Deswegen haben wir vor Monaten schon Konzepte entwickelt, wie man sich schützt.
  • 4/15/21 7:33 AM
    Er rechne zwar damit, dass die bundesweit angestrebte "Notbremse" vor dem Bundesverfassungsgericht landen werde, sagt Spahn in Berlin. Er gehe aber davon aus, dass der Schritt "in der aktuellen Lage als vorübergehende Maßnahme trägt".
  • 4/15/21 7:31 AM
    "Kontaktreduzierung ist das, was uns am schwersten fällt, seit Beginn der Pandemie", sagt Spahn.
  • 4/15/21 7:29 AM
    Spahn wird zu den möglichen Ausgangsbeschränkungen und den zahlreich geäußerten Bedenken von Juristen gefragt: "Wir sehen bei den Ausbruchsgeschehen, dass es vermehrt die privaten Treffen sind, bei denen es zu Infektionen kommt. Die Ausgangsbeschränkungen sind ein Mittel, um Kontakte einzuschränken, die sonst stattfinden würden. Es ist auch keine Dauerlösung. Studien zeigen, dass sie wirksam sind, um einen klaren Schnitt zu machen. Zwei, drei Wochen das Land so runterzufahren, dass wir anschließend weitere Schritte gehen können." Ostern hätte Spahn bevorzugt für so eine Beschränkung.
  • 4/15/21 7:25 AM
    In den meisten Regionen Deutschlands betrage die Zahl der Intensivbetten, die noch frei seien, lediglich zehn Prozent.
  • 4/15/21 7:24 AM
    "Wir laufen sehenden Auges in die Belastung hinein, die wir Ende des Jahres hatten."
  • 4/15/21 7:23 AM
    Was Weber-Carstens sagen will: Die Lage auf den Intensivstationen ist absolut dramatisch.
  • 4/15/21 7:22 AM
    "Für Berlin kann ich sehr gut sagen, was wir machen. Wir haben seit einem Jahr rund um die Uhr eine zentrale Koordinierungsstelle, die jeden Covid-Patienten auf die einzelnen Stationen zuweist, damit wir eine medizinisch-sachgerechte Belegung garantieren können."
  • 4/15/21 7:20 AM
    Jetzt spricht Prof. Steffen Weber-Carstens, Intensivmediziner der Charité in Berlin. "Wir brauchen jetzt eine Kontrolle der Infektionsdynamik sonst werden wir das auf den Intensivstationen nicht mehr adäquat leisten können."
  • 4/15/21 7:18 AM
    Laut Wieler sei es naiv zu glauben, dass man das Virus wegtesten könnte.
  • 4/15/21 7:17 AM
    Wieler: "Es gibt viele Gründe, warum wir die Infektionszahlen nach unten bringen müssen. Wir brauchen jetzt eine drastische Kontaktreduzierung. Jetzt die dritte Welle brechen, kontinuierlich weiterimpfen, kontrolliert öffenen, dann kommen wir zu Control Covid."
  • 4/15/21 7:15 AM
    "Wir können jetzt in einigen Städten und Ballungszentren beobachten, dass es fast keine Intensivbetten mehr gibt. Es müssen zwei Dinge passieren: Es sollte nur noch ein eingeschränkter Regelbetrieb stattfinden und Menschen aus betroffenen Regionen sollten dorthin verlegt werden, wo die Pandemie nicht so stark ist. Verlegungen in andere Regionen sind einschneidend, aber wir müssen den Patienten die beste Versorgung garantieren." Die Lage sei dramatisch in den Krankenhäusern, betont Wieler.
  • 4/15/21 7:12 AM
    Wieler bittet die Hausärzte: "Bitte testen Sie alle Patienten mit Symptomen mit PCR. Die Mutante liegt mittlerweile bei 90 Prozent. Aber jetzt richten wir unseren Blick auf die Lage in den Intensivstationen. In Deutschland sind 6 von 10 Patienten, die wegen Atemwegserkrankungen behandelt werden, Covid-Patienten."
  • 4/15/21 7:11 AM
    Jetzt hat Wieler das Wort: "Die Lage spitzt sich zu. Klar ist: Wir müssen jetzt handeln, vor allem auf der Ebene der Entscheider. Wir müssen unsere Kontakte jetzt reduzieren, unsere Infektionsketten jetzt unterbrechen und damit Menschenleben und die Gesundheit von vielen Menschen retten." Es gebe auch Fortschritte sagt Wieler und verweist auf die steigende Impfquote. Aber es müssten auch noch viele Menschen auf die Impfung warten. "Der Großteil der Menschen ist eben nicht geimpft."
  • 4/15/21 7:08 AM
    "Wir müssen erst das Infektionsgeschehen in den Griff bekommen und die Zahlen senken, erst dann können wir testgestützt öffnen und mehr Perspektive geben als vor sechs oder zwölf Monaten. Dafür müssen wir zuerst diese Welle brechen mit weiteren Einschränkungen."
  • 4/15/21 7:06 AM
    Laut Spahn rechnen die Intensivmediziner Ende des Monats mit bis zu 6000 Patienten auf den Intensivstationen. Das Gesundheitssystem komme langsam aber sicher an ihre Belastungsgrenzen, betont Spahn. "Die Priorität ist, die Belastung des Gesundheitssystems in Grenzen zu halten. Das, was wir jetzt versäumen, rächt sich in zwei drei Wochen, genau wie sich jetzt rächt, was vor zwei, drei Wochen nicht entschieden wurde. Aber wir wissen aus dem Herbst, was passiert, wenn wir nicht schnell handeln."
  • 4/15/21 7:04 AM
    Sein Appell richte sich an die Bundesländer. Man solle nicht darauf warten, bis die Notbremse vom Bundestag beschlossen wurde. "Bereits jetzt haben alle die Möglichkeit zu handeln. Impfen und Testen reicht nicht, um die dritte Welle zu bremsen."
  • 4/15/21 7:03 AM
    Jens Spahn spricht zuerst: "Jeder Tag zählt gerade in dieser schwierigen Lage. Die Infektionszahlen sind zu hoch und steigen weiter. Die Lage auf den Intensivstationen wird kritischer, wir sollten auch die Hinweise der Intensivmediziner ernst nehmen."
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