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Corona-Liveblog: Weltgesundheitsorganisation warnt vor dritter und vierter Welle

Corona-Newsblog : Weltgesundheitsorganisation warnt vor dritter und vierter Welle

Die Weltgesundheitsorganisation hat angesichts zunehmender Öffnungstendenzen vor Nachlässigkeiten im Umgang mit dem Coronavirus gewarnt. Und: Der CSU-Abgeordnete Georg Nüßlein legt wegen einer Korruptionsaffäre rund um Schutzmasken seine politischen Ämter nieder. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt angesichts der Verfügbarkeit von Impfstoffen vor Nachlässigkeiten im Kampf gegen das Coronavirus. "Wir denken, wir haben es überstanden. Haben wir nicht", sagt WHO-Experte Mark Ryan. "Länder werden in eine dritte und eine vierte Welle reingezogen, wenn wir nicht vorsichtig sind."
  • Der unter Korruptionsverdacht stehende CSU-Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein zieht sich aus der Politik zurück. Er werde sein derzeit ruhendes Amt als stellvertretender Fraktionschef niederlegen und bei der Bundestagswahl im September nicht mehr kandidieren, ließ Nüßlein am Freitag über seinen Rechtsanwalt in München erklären. Die Vorwürfe gegen sich wies der Abgeordnete zurück, er rechne wegen des komplexen Sachverhalts aber nicht mit einem schnellen Abschluss der Ermittlungen.
  • Vor Öffnung der Schulen für alle Klassen ab dem 15. März in NRW hat der Elternverein NRW mehr Testungen für Schüler gefordert. „Wir müssen die Schüler zweimal pro Woche testen lassen“, sagte die Landesvorsitzende des Elternvereins, Andrea Heck, unserer Redaktion. Die Schüler nur einmal wöchentlich zu testen, wie es zurzeit vorgesehen sei, reiche angesichts der Infektionslage nicht aus. Gleichzeitig müsse aber klar sein, dass bei einem positiven Schnelltest-Ergebnis der sich dann anschließende PCR-Test kostenlos sei.

    Heck kritisierte die schleppenden Fortschritte bei Maßnahmen in den Schulen, die den Unterrichtsbetrieb sicherer machen könnten: „Tests, Lüftungsgeräte, Impfungen – das alles hätte längst geschehen müssen.“ Dennoch seien sehr viele Eltern froh, dass ihre Kinder wieder zur Schule gehen könnten. Das NRW-Schulministerium hatte zuvor bekanntgegeben, dass nach den Grund- und Förderschulen sowie den Abschlussjahrgängen nun auch die übrigen Klassen ab dem 15. März im Wechselunterricht wieder in die Schulen zurückkommen sollen.
  • 3/5/21 7:11 PM
    Das Impfprogramm in Großbritannien macht sich nach den Worten von Gesundheitsminister Matt Hancock durch einen immer stärkeren Rückgang der coronabedingten Todesfälle bemerkbar. Demnach ist die Zahl der Sterbefälle allein in der vergangenen Woche um 41 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen ging im gleichen Zeitraum nur um 29 Prozent zurück, die der Neuinfektionen um 34 Prozent. Das zeige, dass die bislang untrennbare Verbindung zwischen Infektionen, Krankenhauseinweisungen und Todesfällen dank des Impfprogramms nun unterbrochen sei, so Hancock bei einer Pressekonferenz im Londoner Regierungssitz Downing Street am Freitagabend.
  • 3/5/21 5:03 PM
    Die EU-Kommission dringt auf ein rasches einheitliches System von Impfzertifikaten. Dieses soll in der Staatengemeinschaft rechtzeitig noch vor dem Sommer eingeführt werden. Die Regierungen müssten dazu umgehend mit den entsprechenden technischen Vorbereitungen beginnen, heißt es in einem Schreiben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an die Mitgliedstaaten. Vor allem Griechenland und Spanien, die stark vom Tourismus abhängig sind, pochen auf Impfpässe, damit das Reisegeschäft wieder auf Touren kommt. Die EU-Kommission will dazu am 17. März entsprechende Pläne vorlegen.
  • 3/5/21 5:00 PM
    Das Landeskabinett kommt am Samstag um 12 Uhr zu einer Klausurtagung zusammen, um über die Corona-Teststrategie für Nordrhein-Westfalen zu beraten. Bei ihrer jüngsten Konferenz hatten Bund und Länder einen Stufenplan für Öffnungen vereinbart. Einige davon sind an tagesaktuelle negative Corona-Tests geknüpft - etwa bei kosmetischen Behandlungen, wo keine medizinische Maske getragen werden kann. Bislang ist unklar, wo diese Tests überall gemacht werden können.
  • 3/5/21 4:33 PM
    Besuche zum Beispiel für Gesichtsbehandlungen in Kosmetikstudios sind ab Montag komplizierter als gedacht: Laut der neuen Corona-Schutzverordnung müssen Kunden ein „tagesaktuelles“ negatives Testergebnis vorlegen - allerdings darf man den Test nicht direkt vor Ort machen. Gültig sind nur Bescheinigungen einer offiziellen Teststelle. „Das Ergebnis muss von einer Teststelle bestätigt sein. Insofern kann der Test nicht bei der Kosmetikerin gemacht werden. Bei einer ärztliche Behandlung sieht das anders aus, da der Arzt oder die Ärztin eine Teststelle im Sinne der Corona-Testungsverordnung ist“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag.

  • 3/5/21 4:22 PM
    In Italien wurden 2020 mehr Todesfälle amtlich erfasst als in jedem anderen Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945. Demnach starben im vergangenen Jahr 746.146 Menschen, teilt die Statistikbehörde ISTAT mit. Das sind 15 Prozent mehr Todesfälle als im Mittel der Jahre 2015 bis 2019. Die Statistik legt nahe, dass mehr Menschen wegen der Pandemie gestorben sein könnten als offiziell angegeben. Offiziell sind 2020 knapp 76.000 Menschen wegen der Seuche gestorben. Das macht aber nur 70 Prozent der Übersterblichkeit aus.
  • 3/5/21 4:14 PM
    Beim ab Montag erlaubten sogenannten Termin-Shopping dürfen Händler den Kunden auch am Ladeneingang einen Termin geben - unter Einhaltung der Hygieneregeln . Darauf hat das NRW-Wirtschaftsministerium hingewiesen. Es gebe keine Vorgaben bezüglich des zeitlichen Abstands zwischen Terminvergabe und Terminbeginn, erklärte ein Sprecher. Sofern die Regel von 40 Quadratmetern pro Kunde eingehalten werde, könne der Termin auch sofort beginnen. Durch den Händler festzulegen sei der in der Corona-Schutzverordnung vorgeschriebene „fest begrenzte Zeitraum“ für den Zutritt. Ob die Termine persönlich, telefonisch, per Whatsapp, Email, Fax oder auf anderem Wege vereinbart werden müssen, sei nicht geregelt. „Bei der Terminvergabe müssen die Kontaktinformationen des Kunden erfasst werden“, erklärte der Sprecher.

  • 3/5/21 3:58 PM
    Als vierter Corona-Impfstoff ist in Kanada der des US-Herstellers Johnson & Johnson zugelassen worden. Regierungskreisen zufolge gab die zuständige Aufsichtsbehörde grünes Licht. Früher genehmigt wurden bereits die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca.
  • 3/5/21 3:37 PM
    Mehrere Hunderttausend Euro Provision für die Vermittlung von Masken soll es laut Spiegel für die Firma eines CDU-Abgeordneten gegeben haben - und er dürfte nicht der einzige gewesen sein, wie Recherchen des Magazins ergaben.

  • 3/5/21 3:17 PM
    Der Impfstoff des schwedisch-britischen Konzerns AstraZeneca ist nach einer Studie der Universität Oxford auch gegen die aus Brasilien stammende, hochansteckende Mutante des Coronavirus wirksam. Das sagt eine mit der Untersuchung vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach muss das Vakzin nicht auf den neuen Virustyp abgestimmt werden, der aus der Amazonas-Stadt Manaus stammen soll und sich rasch weltweit verbreitet.
  • 3/5/21 1:36 PM
    Betriebsärzte könnten innerhalb eines Monats mindestens fünf Millionen Menschen gegen Corona impfen. Das sagt die Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Anette Wahl-Wachendorf, dem MDR. Man sei startbereit, auch wenn der logistische Aufwand höher sei als bei anderen Impfungen, sagt sie mit Blick auf die notwendige Kühlung des Biontech/Pfizer-Impfstoffs.
  • 3/5/21 1:30 PM
    Tschechien bittet Deutschland, Polen und die Schweiz um Hilfe bei der Versorgung von Covid-19-Patienten. Grund sei, dass die Situation in den eigenen Krankenhäusern inzwischen kritisch sei, teilt das Gesundheitsministerium in Prag mit. "Die große Zahl neu infizierter Patienten hat den Druck auf das Gesundheitssystem erhöht und die Zahl der Patienten, die einen Krankenhausaufenthalt benötigen, wächst", hieß es in einer Erklärung. Tschechien hat bezogen auf die Bevölkerungszahl eine der höchsten Infektionsraten weltweit. Vor allem die besonders ansteckende britische Virusvariante breitet sich in dem Land rasant aus. Die Bundesregierung hatte deswegen erst kürzlich die Kontrollen an der Grenze zu Tschechien bis zum 17. März verlängert.
  • 3/5/21 1:18 PM
    Großbritannien warnt die Europäische Union, Exportbeschränkungen für Impfstoffe könnten den weltweiten Kampf gegen das Coronavirus gefährden. Die globale Überwindung der Pandemie fuße auf internationaler Zusammenarbeit, sagt ein Sprecher von Premierminister Boris Johnson. Zuvor hatte die EU-Spitze hinter die Entscheidung Italiens gestellt, den Export von 250.000 Impfeinheiten nach Australien zu blockieren.

  • 3/5/21 12:40 PM
    Die besonders von der Corona-Krise betroffenen Regionen an der bayerisch-tschechischen Grenze sollen noch einmal 50.000 zusätzliche Dosen Impfstoff bekommen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag in einer Regierungserklärung im Landtag in München an. Man werde niemandem etwas wegnehmen, aber mit dem Anstieg der Liefermengen etwas mehr in diese Gebiete geben. Dies sei eine Frage der Solidarität, man wolle damit ein Signal setzen. Wo wegen hoher Sieben-Tage-Inzidenzen keine Öffnungen erfolgen könnten, müsse schneller immunisiert werden.
  • 3/5/21 12:29 PM
    Estland Ministerpräsidentin Kaja Kallas hat sich vorsorglich in Quarantäne begeben, weil sie Anfang der Woche Kontakt mit einem Corona-Infizierten gehabt hatte. „Dies macht mich zu einem engen Kontakt und deshalb werde ich bis Donnerstag nächster Woche in Selbstisolation sein“, schrieb die Regierungschefin des baltischen EU- und Nato-Landes am Freitag auf Facebook. Anzeichen einer Corona-Erkrankung zeigten sich bislang nicht, auch ein Test am Donnerstagabend sei negativ ausgefallen. Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern weist nach Angaben der EU-Behörde ECDC aktuell eine der höchsten Infektionsraten in Europa auf.
  • 3/5/21 12:25 PM
    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wirbt für ein Festhalten am Inzidenzwert für weitere Schritte in der Corona-Pandemie. Die Inzidenz sei vergleichbar, justiziabel vor Verwaltungsgerichten und das früheste Warnsignal, sagt Söder im Landtag: Auf eine steigende Inzidenz folgten mehr Krankenhauseinweisungen und eine steigende Mortalität.
  • 3/5/21 12:15 PM
    Der Präsident des Deutschen Schwimm-Verbands, Marco Troll, hat die jüngsten Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern deutlich kritisiert. „Wie viele Menschen freue ich mich, dass es nun endlich einen konkreten Plan gibt, an dem man sich orientieren kann. Ich bin jedoch mehr als enttäuscht, dass für unseren Wassersport nicht mehr zugelassen wird“, wird Troll in einer Verbandsmitteilung am Freitag zitiert.

    „Wir stehen seit langem bereit, verantwortungsvoll ein Teil der Lösung zu werden, aber man gibt uns nicht die Chance dazu. In Hinblick auf die Schwimmausbildung unserer Kinder finde ich das geradezu verantwortungslos“, sagte Troll.
    Laut DSV wäre erst der vierte Öffnungsschritt bei günstigem Pandemieverlauf ein Szenario für die Öffnung von Schwimmhallen. Erreicht werden kann dieser Schritt frühestens ab dem 22. März. Wenn die Inzidenz unter 50 liegt, könnte kontaktfreier Sport drinnen und Kontaktsport draußen erlaubt werden. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 wäre kontaktfreier Sport drinnen und Kontaktsport draußen möglich - jeweils mit tagesaktuellem Schnell- oder Selbsttest.
  • 3/5/21 12:03 PM
    Die deutsche Hotelbranche ist einem Medienbericht zufolge erneut in Sachen Corona-Entschädigungen vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Er müsse "von einer herben Enttäuschung des heutigen Tages berichten", zitiert der "Spiegel" aus einem Schreiben von Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA), an seine Mitglieder. "Das Bundesverfassungsgericht hat uns heute per unanfechtbarem Beschluss und ohne weitere Begründung mitgeteilt, dass unsere Verfassungsbeschwerde gegen die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes nicht zur Entscheidung angenommen worden ist." Diese gestatte es den Bundesländern, im Falle einer Pandemie per Verordnung den Betrieb gastronomischer Einrichtungen zu beschränken sowie Übernachtungen zu untersagen, jedoch ohne zugleich einen Anspruch auf Entschädigungszahlungen für Wirte oder Hoteliers festzuschreiben.
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