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Corona-Liveblog: Spahn und RKI-Vize informieren über Corona in Deutschland

Corona-Newsblog : „Wir können die Welle nicht wegdigitalisieren, nicht wegtesten und nicht wegimpfen“

Wie jeden Freitag informiert Gesundheitsminister Jens Spahn gemeinsam mit RKI-Vizepräsident Lars Schaade über das aktuelle Geschehen in der Pandemie. Ab Juni können sich viele Menschen früher impfen lassen als geplant. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Auch an diesem Freitag informiert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Bundespressekonferenz in Berlin über die aktuelle Coronalage. Er wird mit RKI-Vize-Präsident Lars Schaade und dem Präsidenten des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek um 10 Uhr vor die Presse treten. Wir berichten im Liveblog über die Pressekonferenz.
  • Kanzleramtsminister Helge Braun bestätigt die Pläne der Bundesregierung, die Impf-Priorisierung Anfang Juni aufzuheben und so breitere Gruppen vor dem Corona-Virus schützen zu können. "Wir bekommen momentan wirklich von Woche zu Woche mehr Impfstoff", sagt der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Freitagausgabe) in einem Vorabbericht. Und das könnte für viele Menschen bedeuten, dass sie sich deutlich früher impfen lassen können als vielleicht befürchtet. Der Zeitplan sehe folgendermaßen aus: "Wenn die Hersteller, so liefern, wie sie es uns versprochen haben, dann werden wir im Laufe des Mai so viel Impfstoff bekommen, dass wir allen, die eine Priorisierung haben, ein Impfangebot machen können", sagt Braun. Und dann könne ab Juni begonnen werden, über die Betriebsärzte und über die Hausärzte auch die breite Bevölkerung zu impfen.

  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 27.543 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. In der Zahl der gemeldeten Neuinfektionen könnten Nachmeldungen aus Nordrhein-Westfalen vom Vortag enthalten sein. Eine größere Zahl von Meldungen der NRW-Gesundheitsämter waren zuvor aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht vollständig übermittelt worden. Deutschlandweit wurden 265 neue Todesfälle verzeichnet.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag am Freitagmorgen bundesweit bei 164. Am Vortag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 161,1. Bisher kann laut RKI anhand der Sieben-Tage-Inzidenz der vergangenen Tage noch nicht abgeschätzt werden, ob sich der ansteigende Trend der vergangenen Woche fortsetzt.
  • 4/23/21 8:15 AM
    Die Zahlen würden weiter steigen. Es seien vermehrt Infektionen bei 35 bis 59-Jährigen festgestellt worden. "Leider sehen wir auch, dass die Todeszahlen nicht zurückgehen. Gerade sterben pro Woche 1000 Menschen an Covid."
  • 4/23/21 8:14 AM
    Nun hat RKI-Vizepräsident Lars Schaade das Wort. "Wir sehen, dass sich die Menschen eigenverantwortlich einschränken. Die Fallzahlen sind aber weiter auf einem hohen Niveau, sie steigen nicht mehr so stark an, fallen aber nicht mehr so schnell. Für eine Entwarnung ist es weiter zu früh".
  • 4/23/21 8:12 AM
    Laut Spahn sei es bis Sommer nicht mehr so weit. "Es ist der letzte Teil, aber ein sehr schwerer Teil, der zu gehen ist".
  • 4/23/21 8:11 AM
    Die nun eintretenden Ausgangsbeschränkungen seien schon Anfang März im "Besteckkasten" aufgenommen worden. "Es ist hart für uns, aber es ist für eine Übergangszeit", sagt Spahn. Bringt die Notbremse ihren Erfolg, könnte man auch über die nächsten Öffnungsschritte machen.
  • 4/23/21 8:09 AM
    "Wir können die Welle nicht wegdigitalisieren, nicht wegtesten und nicht wegimpfen. Das wichtigste bleibt die Reduzierung von Kontakten", so Spahn. Viele Bürgerinnen und Bürger hätten seiner Ansicht nach auch im Vorgriff der Bundesnotbremse ihr Verhalten geändert.
  • 4/23/21 8:07 AM
    Spahn betont, dass die Impfpriorisierung im Juni und nicht ab Juni aufgehoben werden könne. "Das heißt aber nicht, dass wir dann im Juni auch alle direkt impfen können", sagt Spahn. Das würde dann noch bis in den Sommer andauern, sagt der Minister.
  • 4/23/21 8:06 AM
    Spahn lobt die Entwicklungen, die seit dem vergangenen Jahr eingetreten sind. Er nennt die Corona-Warn-App, die nun modifiziert wurde. Zudem nennt Spahn das Testen. "Über 15.000 Teststationen, die entstanden sind, hatten wir vor drei oder sechs Monaten auch nicht." Und dann noch das Impfen. Stand Freitagmorgen seien laut Spahn 18 Millionen Deutschen mindestens mit der Erstimpfung versorgt seien.
  • 4/23/21 8:05 AM
    "Wenn die Inzidenz steigt, steigt auch die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen. Es ist eine sehr starke Belastung. Uns sollte jetzt auch in der dritten Welle gelingen, eine Belastung der Intensivstationen zu vermeiden", sagt Spahn.
  • 4/23/21 8:04 AM
    "Wir haben weiter eine schwierige Situation auf den Intensivstationen", sagt Spahn in seinem Eingangsstatement. "In dieser Phase der Pandemie ist es so, dass Inzidenz und Intensiv stark zusammenhängen."
  • 4/23/21 7:38 AM
    Das für den 13. Mai angesetzte Finale um den DFB-Pokal wird auch in diesem Jahr ohne Zuschauer stattfinden. Dies gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag bekannt. "Aufgrund der aktuell gültigen Verordnungen für den Spielort Berlin ist ein Antrag auf Zuschauerzulassung bis zum 9. Mai nicht möglich", hieß es in einer DFB-Mitteilung. Schon im Vorjahr hatte das Endspiel im Olympiastadion ohne Besucher steigen müssen. Im diesjährigen Halbfinale spielt Werder Bremen gegen RB Leipzig (30. April) und Borussia Dortmund gegen den Zweitligisten Holstein Kiel (1. Mai/beide 20.30 Uhr, ARD und Sky).

  • 4/23/21 7:14 AM
    Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hält eine Aufhebung der Impfreihenfolge in Nordrhein-Westfalen Anfang Juni für möglich. Voraussetzung sei, dass es mehr Impfstoff gebe, sagte Laumann am Freitag im Radiosender WDR 5.
    Eine große Gruppe von chronisch Kranken müsse aber noch geimpft werden. Wenn diese sowie die alten Menschen geimpft seien, könne die Priorisierung aufgehoben werden.


  • 4/23/21 7:06 AM
    Tänzerinnen in Las Vegas dürfen ab dem Wochenende wieder oben ohne auftreten. Falls sie vor mindestens 14 Tagen gegen Corona geimpft seien, dürften sie sich den Kunden auch auf weniger als 90 Zentimeter nähern, entschied eine Corona-Taskforce am Donnerstag. Das Gleiche gelte bei einem negativen Corona-Test pro Woche. Gesichtsmasken müssten nur noch die anderen Angestellten in den Stripclubs tragen. Für Kunden gelte lediglich eine Empfehlung zum Maskentragen. In den Nachtclubs von Las Vegas waren im März vergangenen Jahres die Lichter ausgegangen, als Nevadas Gouverneur Steve Sisolak auch Kasinos und andere nicht lebenswichtige Geschäfte schließen ließ. Für sie soll es ab 1. Mai weitergehen, allerdings mit Einschränkungen. Die Zahl der Gäste ist auf 80 Prozent der normalerweise von der Feuerwehr zugelassenen Menge begrenzt. Außerdem gelten strikte Abstandsregeln. Auch für Geschäfte, Saunas, Wellness-Einrichtungen, Restaurants, Bars und sogar für Karaoke-Clubs wurden Zugangsbeschränkungen gelockert. Tattoo-Studios und Massagesalons dürfen Kunden nur nach vorheriger Terminabsprache bedienen.

  • 4/23/21 7:02 AM
    Trotz Corona-Pandemie ist die Zahl der Sterbefälle in Nordrhein-Westfalen im März auf den niedrigsten Stand seit 2014 gesunken. Im März 2021 starben in NRW etwa 17 200 Menschen, wie das Statistische Landesamt (IT.NRW) am Freitag mitteilte. Das waren rund elf Prozent weniger als im März des Vorjahres (2020: 19 400). Im März 2014 seien gut 17 000 Todesfälle verzeichnet worden. Im Januar dieses Jahres hatte die Zahl der Todesfälle mit fast 21 340 aber noch um fast 3000 höher gelegen als im Januar 2020 (18 368).
    Insgesamt lag die Zahl der Todesfälle im ersten Quartal 2021 etwas höher als im Vorjahreszeitraum. In den ersten drei Monaten wurden demnach rund 55 800 Sterbefälle landesweit registriert. 2020 waren es 55 300.

  • 4/23/21 6:59 AM
    Die ab Samstag geltende bundeseinheitliche Notbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie untersagt einem Bericht zufolge die nächtliche Durchreise durch betroffene Landkreise. Diese Auffassung wird in einem Kurzgutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags vertreten, wie die "Bild"-Zeitung am Freitag berichtete.Dabei geht es um die Interpretation der nächtlichen Ausgangssperre, die für Landkreise mit einer Inzidenz über 100 gilt. Gemäß der Gesetzesbegründung sei in diesem Fall "zwischen 22 Uhr und 5 Uhr der Aufenthalt in Fortbewegungsmitteln untersagt", zitierte die Zeitung aus dem Gutachten. Es seien ausdrücklich "auch öffentliche Verkehrsmittel von der Ausgangsbeschränkung erfasst".Weiter heißt es dem Bericht zufolge in dem Dokument: "Daraus folgt, dass eine Durchreise durch Gebiete, in denen die Ausgangssperre gilt, nur dann gestattet" sei, wenn Ausnahmen vorlägen.

  • 4/23/21 5:54 AM
    Mit ihrer Kritik an der Corona-Politik unter dem Hashtag #allesdichtmachen haben Dutzende prominente Schauspieler Zustimmung, aber auch viel Kritik erfahren. Als einer der Beteiligten distanzierte sich „Tatort“-Star Jan-Josef Liefers (56) nun klar von Verschwörungstheorien und der Querdenker-Bewegung. „Eine da hinein orakelte, aufkeimende Nähe zu Querdenkern u.ä. weise ich glasklar zurück“, schrieb er auf Tiwtter. „Es gibt im aktuellen Spektrum des Bundestages auch keine Partei, der ich ferner stehe, als der AfD. Weil wir gerade dabei sind, das gilt auch für Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker, Corona-Ignoranten und Aluhüte. Punkt.“
  • 4/23/21 5:53 AM
    Die Gemeinde Sylt wird am Tourismus-Modellprojekt Nordfriesland teilnehmen. Das beschlossen die stimmberechtigten Mitglieder auf der Gemeindevertretersitzung in Westerland am Donnerstagabend.
    In vier Modellregionen in Schleswig-Holstein sollen die Tourismusbetriebe eine schrittweise Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen erproben. Das Modellprojekt auf Sylt startet am 1. Mai und ist zunächst bis zum 31. Mai vorgesehen.

  • 4/23/21 5:46 AM
    Fast alle Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen liegen über der Corona-Wocheninzidenz von 100 und müssen damit schon bald mit den verschärften Maßnahmen der bundesweiten Notbremse rechnen. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) lagen am Freitagmorgen nur noch Coesfeld (92,9) und Höxter (73,4) unter der Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Das neue Infektionsschutzgesetz tritt an diesem Freitag in Kraft, in Kreisen und Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 in den vergangenen drei Tagen soll die Bundes-Notbremse ab Samstag automatisch greifen. Das hatte das Bundesinnenministerium in Berlin mitgeteilt. In den betroffenen Regionen müssten die zuständigen Behörden das Wirken der Notbremse ab Samstag noch am Freitag bekannt machen.

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