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Corona-Liveblog: Regierung dementiert Astrazeneca-Berichte zu mangelnder Wirksamkeit

Corona-Newsblog : Ministerium dementiert Astrazeneca-Berichte zu mangelnder Wirksamkeit

Das Gesundheitsministerium hat Medienberichten über eine sehr geringe Wirkung des Impfstoffes von Astrazeneca bei älteren Menschen widersprochen. Zwei Dinge seien demnach verwechselt worden. Alle Corona-News im Blog.

  • Das Bundesgesundheitsministerium hat Berichte zurückgewiesen, wonach der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca bei älteren Menschen kaum wirksam sein soll. Entsprechende Darstellungen könnten nicht bestätigt werden, teilte das Ressort von Jens Spahn (CDU) am Dienstag mit.
    "Auf den ersten Blick scheint es so, dass in den Berichten zwei Dinge verwechselt wurden", erklärte das Ministerium. "Rund acht Prozent der Probanden der Astrazeneca-Wirksamkeitsstudie waren zwischen 56 und 69 Jahren, nur drei bis vier Prozent über 70 Jahre." Daraus lasse sich aber nicht eine Wirksamkeit von nur acht Prozent bei Älteren ableiten.
  • In Großbritannien ist der Ärger über deutsche Medienberichte groß, denen zufolge der Astrazeneca-Impfstoff bei Menschen über 65 Jahren nur eine Wirksamkeit von acht Prozent habe. „Keine Ahnung, wo die Zahl herkommt“, zitierte das Online-Portal „Politico“ aus Regierungskreisen in London. Vielleicht sei die Zahl vertauscht worden: „Acht Prozent ist der Anteil der über 65-Jährigen, die an der Studie teilgenommen haben, aber nicht die Wirksamkeit“, so „Politico“ weiter. Ein anderer ranghoher Mitarbeiter des Regierungsapparats nannte die Berichten demnach „unbegründet und falsch“, eine dritte Quelle betonte, solche Angaben seien eher von der russischen Propaganda erwartet worden als von deutschen Medien. Astrazeneca wies die Berichte als „komplett falsch“ zurück.
  • 1/26/21 10:22 AM
    Deutschlands angeschlagene Friseurbranche fordert von der Politik stärkere und schnellere Finanzhilfen. „Es sind alle Rücklagen aufgebraucht, teilweise auch die Altersvorsorge - es geht um Existenzen“, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, am Dienstag in Köln über die Situation in vielen Betrieben. Die Branche sende einen „Notruf“.

    Es dauere zu lang, bis Coronahilfen ankommen, und dann kompensierten sie nur einen viel zu kleinen Teil der Umsatzeinbußen. Die Branche brauche eine Perspektive, wann sie wieder aufmachen könne, forderte Wollseifer. In Deutschland gibt es 80 000 Friseurbetriebe mit 240 000 Mitarbeitern. Seit Mitte Dezember sind die Salons wegen der Pandemie geschlossen.
  • 1/26/21 10:04 AM
    Der weltgrößte Inselstaat Indonesien hat am Dienstag die Marke von einer Million Corona-Infektionsfälle überschritten. Damit ist das südostasiatische Land mit seinen 270 Millionen Einwohnern das am schlimmsten von der Pandemie betroffene in der gesamten Region. Am Dienstag wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 13 000 Neuinfektionen verzeichnet. Mehr als 28 000 Menschen sind in Indonesien in Verbindung mit dem Virus gestorben.
  • 1/26/21 9:59 AM
    Der gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Peter Liese, hat den Vorschlag der EU-Kommission eines sogenannten Transparenzregisters für Impfstoff-Exporte aus der Europäischen Union vehement verteidigt. „Ich finde es richtig, dass die Europäische Kommission jetzt die Waffen zeigt“, sagte Liese unserer Redaktion. Zwar hoffe er, dass die Kommission diese Waffen nicht einsetzen müsse. Dennoch sprach er sich dafür aus, alle Impfstoff-Ausfuhren zu erfassen und genehmigen zu lassen. „Ich halte den Vorschlag der Kommission für ein Transparenzregister für absolut notwendig. Wir müssen mehr Klarheit darüber haben, wohin der Impfstoff geht, der in der EU produziert wird. Als letztes Mittel sollte es auch eine Genehmigungspflicht für Exporte geben“, so Liese. Zugleich betonte der CDU-Politiker, dass die EU an internationaler Zusammenarbeit und an der Zusammenarbeit mit den Herstellern interessiert sei. „Allerdings müssen wir unsere Bürgerinnen und Bürger schützen. Die Amerikaner haben schon seit Langem ein Exportverbot für Impfstoffe verhängt. Das ist ein Teil des Problems“, so Liese. Auch Kanada bekomme derzeit sehr geringe Impfstoff-Lieferungen etwa von dem Hersteller Biontech/Pfizer. „Das Verhalten von Astrazeneca hat nun dem Fass den Boden ausgeschlagen. Vertragswidrig wollen sie, dass allein die EU unter den Produktionsschwierigkeiten leidet. Hier muss dringend etwas geändert werden“, betonte Liese.
  • 1/26/21 9:12 AM
    Die Europäische Union hat das Hochfahren der Produktionskapazitäten von Astrazeneca vorfinanziert. Bundesgesundheitsminister Spahn bekräftigte nun seine Forderung nach einer Exportbeschränkung für in der EU produzierte Impfstoffe und verlangte eine „faire Verteilung“.
  • 1/26/21 8:14 AM
    Trotz harten Lockdowns und massiver Impfkampagnen bleiben die Coronavirus-Neuninfektionszahlen in Israel hoch. „Wir sehen nicht den Rückgang, den wir wollten - gestern wurden 8571 Neuinfektionen registriert, und wir haben weiterhin mehr als 1100 Schwerkranke“, sagte Vize-Gesundheitsminister Yoav Kisch am Dienstag dem Armeesender. Ermutigende Daten gab es nach Angaben einer Krankenkasse des Landes aber zur Wirksamkeit des Pfizer-Impfstoffes. Wie Maccabi mitteilte, wurde bei lediglich 20 von etwa 128.600 Empfängern der zweiten Dosis nach mehr als einer Woche eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt. Dies entspreche weniger als 0,01 Prozent. Von den Infizierten erkrankte demnach niemand schwer, niemand musste ins Krankenhaus. Maccabi betonte, es handele sich um vorläufige Ergebnisse, diese machten aber Mut. Pfizer hat den Impfschutz eine Woche nach der zweiten Impfung mit 95 Prozent angegeben.
  • 1/26/21 8:08 AM
    In den USA sind an einem Tag 147.254 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Dies geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervor. Der bislang höchste Wert wurde am 2. Januar mit 300.372 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Zahl der erfassten infizierten Toten binnen 24 Stunden lag am Montag bei 1758. Der Höchstwert war am 12. Januar mit 4462 Toten registriert worden.

  • 1/26/21 7:55 AM
    Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat angesichts der Belastungen durch die Corona-Krise gefordert, die Schuldenbremse für einen längeren Zeitraum auszusetzen und dafür das Grundgesetz zu ändern. "Die Schuldenbremse ist in den kommenden Jahren auch bei ansonsten strenger Ausgabendisziplin nicht einzuhalten", schrieb Braun im "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). Er sprach sich zugleich dafür aus, die Sozialabgaben "bis Ende 2023 zu stabilisieren und auch auf Steuererhöhungen zu verzichten".
  • 1/26/21 7:22 AM
    Patienten und Personal in den deutschen Krankenhäusern sollten aus Sicht der Träger häufiger auf Mutationen des Coronavirus getestet werden. „Wir müssen, vielleicht auch mit Hilfe des Robert Koch-Instituts, die Teststrategie in den Krankenhäusern offensiver gestalten, weiter aufmachen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, am Dienstag im Inforadio vom RBB.
  • 1/26/21 7:21 AM
    Die Corona-Zahlen in Nordrhein-Westfalen sind leicht rückläufig. Unter den Kreisen hat Münster mit 38,4 den niedrigsten Inzidenzwert. Am schlechtesten sieht es im Kreis Höxter aus – dort liegt der Wert knapp unter 200.
  • 1/26/21 7:03 AM
    Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hängt die Frage einer Lockerung der Beschränkungen an zahlreichen Faktoren. Es gebe mehrere Aspekte, die berücksichtigt werden müssten bei der Entscheidung, "ob und wie es mit den Maßnahmen weitergeht", sagt Spahn im "ZDF morgenmagazin" auf die Frage, ob von einer Lockerung ab dem 14. Februar auszugehen sei. So müsse die Zahl der Patienten weiter sinken. Zudem müssten die Fallzahlen in eine Größenordnung gebracht werden, bei der die Gesundheitsämter gut Kontakte nachverfolgen könnten. Auch müsse es gelingen, alle Personen, die in Quarantäne müssten, auch tatsächlich in Quarantäne zu bringen und dies auch zu kontrollieren, "damit da nicht neue Ausbruchsherde entstehen".
  • 1/26/21 7:00 AM
    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sich nicht an Spekulationen über eine angeblich schlechtere Wirksamkeit des Impfstoffs der Firma Astrazeneca bei über 65-Jährigen beteiligen. Er wolle warten, bis die Daten aus den Studien ausgewertet worden seien. „Ich halte wenig davon, das jetzt in Überschriften spekulativ zu machen“, sagte Spahn am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Er sagte, man werde auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse nächste Woche entscheiden, „welche Altersgruppen zuerst mit diesem Impfstoff geimpft werden“.
  • 1/26/21 6:59 AM
    Die Zahl der Corona-Todesfälle in Nordrhein-Westfalen hat die 10 000er-Grenze überschritten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstagmorgen liegt sie nunmehr bei 10 161, eine Zunahme von 189 gegenüber dem Vortag. Binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter in NRW 1403 weitere Neuinfektionen.

    Der Sieben-Tages-Wert für Corona-Neuinfektionen sank weiter leicht. Die sogenannte Inzidenz als wichtige Kennziffer der Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100 000 Einwohner lag bei 102,4. Am Vortag betrug der Wert 104,1. Angestrebt ist die Zahl 50 - ab dann können die Gesundheitsämter nach eigenem Bekunden die Infektionsketten wieder nachvollziehen.
  • 1/26/21 6:36 AM
    Wie bekommen die Schüler ihre Halbjahreszeugnisse? Das müssen die Schulen mitten in der Corona-Pandemie entscheiden. Ausgabe im Fünf-Minuten-Takt auf dem Schulhof, Zustellung per Post oder auch Übergabe an der Haustür – das sind einige der möglichen Lösungen.
  • 1/26/21 6:23 AM
    Der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner hält in der Corona-Pandemie nicht nur eine dritte, sondern auch eine vierte und fünfte Welle für möglich. Das Wichtigste sei es nun, zügig mit dem Impfen voran zu kommen.
  • 1/26/21 5:47 AM
    Die Bundesregierung erwartet einem Medienbericht zufolge eine Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca in der EU nur für Menschen unter 65 Jahren. Eine Sprecherin von Astrazeneca wies nun jedoch die Berichte als „völlig unkorrekt“ zurück.
  • 1/26/21 5:46 AM
    Auch bei AstraZeneca kommt es zu Lieferengpässen beim Corona-Impfstoff. Das verschärft die Lage. Ein Überblick.
  • 1/26/21 5:22 AM
    Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6408 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 903 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Vergangenen Dienstag hatte das RKI 11.369 Neuinfektionen und 989 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Allerdings enthielten die beiden Werte Nachmeldungen aus Rheinland-Pfalz.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bei 107,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,95 (Vortag 1,01). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken.
  • 1/26/21 5:18 AM
    Die Behörden in Großbritannien haben zum Wochenstart so wenige Neuansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet wie zuletzt Mitte Dezember. Das Absinken wird als Beleg für die Wirksamkeit von Lockdowns für das Senken von Übertragungsraten gewertet. Nach Angaben der Regierung wurden am Montag 22.195 Neuansteckungen innerhalb eines Tages verzeichnet. Am Vortag waren es noch 30.004 gewesen.
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