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Corona-Liveblog: NRW hat bundesweit die meisten Teststellen

Corona-Newsblog : NRW hat bundesweit die meisten Teststellen

Mehr als ein Drittel der 15.000 Teststellen für kostenlose Corona-Tests liegen in NRW. Vor dem Beschluss für bundesweit einheitliche Corona-Regeln hat sich die SPD offenbar mit ihrer Forderung nach einer Testpflicht in Firmen durchgesetzt. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Mit 5776 Teststellen (Stand 8. April) liegt NRW bundesweit auf Platz Eins. In Deutschland sind mehr als 15.000 Teststellen für kostenlose Corona-Tests geschaffen worden. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der „Welt“ nach einer Umfrage seines Ressorts in den Ländern. „Das gibt uns mehr Sicherheit in dieser schwierigen Phase der Pandemie.“ Im bundesweiten Durchschnitt sind es 37 Teststellen pro Landkreis oder kreisfreier Stadt.

    Der Bund hatte Anfang März die Finanzierung der Tests übernommen, Länder und Kommunen waren für die Einrichtung der Stellen zuständig. Sie umfassen etwa Testzentren und Apotheken.

    Über die Zahl der durchgeführten Schnelltests konnten die meisten Länder keine Angaben machen. In Nordrhein-Westfalen waren es allein im März 3,64 Millionen Tests. Dort wurden 3787 Ergebnisse, also 0,1 Prozent, als positiv gemeldet. Angesichts von knapp 18 Millionen Landesbewohnern liegt eine wöchentliche Testung eines jeden jedoch noch in weiter Ferne.
  • Arbeitsminister Hubertus Heil will die Betriebe per Verordnung verpflichten, ihren Präsenzbeschäftigten mindestens einmal pro Woche einen Corona-Test anzubieten. Die Kosten sollen die Arbeitgeber tragen. Zudem werden alle anderen geltenden Corona-Schutzregeln im Arbeitsschutz bis zum 30. Juni verlängert. Dazu gehört auch, dass Arbeitgeber Beschäftigten wo immer möglich das Arbeiten von Zuhause anbieten müssen.

  • Am Montag startet der Pharmakonzern Johnson & Johnson mit der Auslieferung seines Corona-Vakzins an die Europäische Union. Bis zu 55 Millionen Dosen sollen bis Ende Juni ausgeliefert werden, alleine zehn Millionen davon gehen nach Deutschland. Noch wird allerdings auch dieser Impfstoff in Zusammenhang mit dem Auftreten von Thrombosen untersucht. In der EU ist der Impfstoff als mittlerweile vierter zugelassen.
  • 4/12/21 7:25 PM
    In Europa hat die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie die Schwelle von einer Million überschritten. In den 52 Ländern und Territorien des Kontinents wurden bis Montagabend insgesamt 1.000.288 Todesfälle von Corona-Infizierten registriert, wie die Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben errechnete. Europa ist damit die Region mit der höchsten Opferzahl der Pandemie, gefolgt von Lateinamerika mit 832.577 Toten und Nordamerika mit 585.428 Todesopfern.
  • 4/12/21 6:20 PM
    Kanzleramtsminister Helge Braun hat einen Bericht über einen möglicherweise bis Mitte Juni andauernden Corona-Lockdown zurückgewiesen. Braun bestritt am Montag im Onlinedienst Twitter, bei einer Besprechung mit Vertretern der Länder davor gewarnt zu haben, dass der Lockdown bis Ende Mai oder Mitte Juni gelten müsse. Ziel des geplanten Bundesgesetzes zum Kampf gegen die Corona-Pandemie sei es vielmehr, das Infektionsgeschehen "zügig einzudämmen", betonte Braun.
    Der "Tagesspiegel" hatte unter Berufung auf die Beratungen des Kanzleramtsministers mit den Ländern berichtet, dass die Bundesregierung von einer verschärften Infektionslage ausgehe, die noch sechs bis acht Wochen andauern werde.
  • 4/12/21 5:54 PM
    Vor einer möglichen bundesweiten Verschärfung der Regeln gegen die Corona-Pandemie hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) generelle Ausgangssperren abgelehnt. „Ausgangssperren - das bestätigt auch die Forschung - haben auf das Infektionsgeschehen geringen Einfluss“, sagte Haseloff auf „Bild“-Online. „Ein gewisser Effekt mag noch in Ballungsräumen bestehen, im ländlichen Raum tendiert dieser gegen Null“, sagte der CDU-Politiker am Montag. Zudem finde er generelle Ausgangssperren unverhältnismäßig. Wichtiger sei der Infektionsschutz in Innenräumen.
  • 4/12/21 5:02 PM
    In der Millionenstadt Köln hat die steigende Zahl der Patienten auf den Intensivstationen den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie erreicht. Mit 113 Menschen, die auf einer Intensivstation behandelt werden, sei am Montag der bisherige Höchstwert der Pandemie überschritten worden, teilte die Stadt mit. Der Höchstwert in der zweiten Corona-Welle hatte bei 112 gelegen. Die Krankenhäuser und Kliniken sähen sich auf den Intensivstationen einer bedrohlichen Situation gegenüber. Insgesamt würden 319 Personen mit einer Corona-Infektion in einem Krankenhaus der Domstadt behandelt.
  • 4/12/21 4:52 PM
    Hessen schafft bereits ab einer Inzidenz von 100 die Möglichkeit von Ausgangssperren zwischen 21.00 Uhr und 05.00 Uhr morgens. Das müssten die Städte und Kreise jeweils vor Ort entscheiden und einen solchen Schritt konkret begründen, sagt Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Das hessische Eskalationskonzept ermöglichte bisher Ausgangssperren ab einer Inzidenz von 200.
  • 4/12/21 3:50 PM
    Uschi Glas bekommt wegen eines Werbespots für die Coronaimpfung zahlreiche Hass-Mails. „Ich werd' natürlich ganz schön angefeindet“, sagte die Schauspielerin in einem Video des DUB Unternehmer-Magazins vom Montag. Sie habe mit kritischen Reaktionen gerechnet. „Aber dass es so heftig ist, hätte ich nicht gedacht.“ Sie werde beschuldigt, eine Mörderin zu sein, und dass sie Menschen veranlasse, „dass sie sich Gift in den Arm spritzen lassen“.
    In dem Video im Rahmen der Werbeaktion #ÄrmelHoch des Bundesgesundheitsministeriums erzählt Glas von der Zeit, als es noch Krankheiten wie die Kinderlähmung gab. Die Patentante ihrer Schwester sei deshalb lebenslang an den Rollstuhl gefesselt gewesen. Durch Impfungen sei diese Krankheit verschwunden. „Und jetzt Corona: Das ganze Leben verschwindet, meinen Enkel habe ich seit über einem Jahr nicht im Arm gehabt“. Deshalb lasse sie sich impfen.

  • 4/12/21 3:14 PM
    Im Kampf gegen das Coronavirus ist nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation ein kritischer Punkt erreicht. Die Zahl der Neuinfektionen und der Todesfälle sei zum siebten Mal in Folge auch in der vergangenen Woche deutlich angestiegen, warnte die WHO am Montag in Genf. „Die Kurve der Pandemie wächst gerade exponentiell“, sagte WHO-Expertin Maria Van Kerkhove. Vergangene Woche seien 4,4 Millionen Neuinfektionen gemeldet worden. Hände waschen, Ansammlungen vermeiden, Masken tragen und Räume lüften seien erprobte Maßnahmen, die auch jetzt helfen. Stand jetzt gelte aber: „Die Pandemie ist weit davon entfernt, vorüber zu sein“, warnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.
  • 4/12/21 2:17 PM
    Pfizer und BioNTech verlangen Bulgariens Ministerpräsident Bojko Borissow zufolge für ihren Corona-Impfstoff von der EU in einem neuen großen Liefervertrag ab 2022 einen deutlich höheren Preis. Die EU verhandle über den neuen Vertrag mit einem Preis pro Impfdosis von 19,50 Euro, sagt Borissow während einer Reise in Südbulgarien. "Die Preise gehen schnell nach oben." Einem Insider zufolge will die EU Verhandlungen mit den Unternehmen über die Lieferung von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen für die Jahre 2022 und 2023 aufnehmen. Nach einem von Reuters eingesehen Dokument kostete jede Dosis zuletzt 15,50 Euro.
  • 4/12/21 12:42 PM
    Fast vier Millionen Impfdosen sind in Nordrhein-Westfalen seit dem Start der Corona-Impfkampagne Ende Dezember in die Arme der Menschen gespritzt worden. Das geht aus der am Montag veröffentlichten Impfstatistik des Robert Koch-Institutes hervor. Demnach haben einschließlich Sonntag 2.892.119 Menschen in Nordrhein-Westfalen eine Erstimpfung gegen Corona erhalten. Von denen haben inzwischen mit 1.039.411 Menschen deutlich mehr als eine Million auch die zweite Spritze für den vollen Impfschutz bekommen. Zusammengenommen sind das bisher 3 931 530 Corona-Impfungen in NRW.

    Bis einschließlich Sonntag haben damit 16,1 Prozent der Einwohner von NRW eine Erstimpfung erhalten. Das bevölkerungsreichste Bundesland liegt damit im Ländervergleich bei den Erstimpfungen leicht über dem Bundesdurchschnitt von 15,9. Bei den Zweitimpfungen beträgt die Quote in NRW 5,8. Sie liegt leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 6,1.
  • 4/12/21 12:31 PM
    "Die Pandemie richtet sich nicht nach den Zeitplänen des Bundestags", sagt Laschet. Er bedauere sehr, dass die für heute angesetzte Ministerpräsidentenkonferenz abgesagt wurde und damit verschärfte Maßnahmen noch nicht durchgesetzt werden könnten. Für einen bundesweiten Lockdown brauche man nun mal die Zustimmung aller 16 Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen. "Lieber eine kurze, strenge Periode, statt einer langen Hängepartie", fordert Laschet bezogen auf seinen Brückenlockdown.
  • 4/12/21 12:25 PM
    Der Krisenstab der Landeshauptstadt Düsseldorf hat beschlossen, die in der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen vorgesehene Testoption zunächst per Allgemeinverfügung in Kraft zu setzen. Das teilte die Verwaltung am Montagmittag mit.
    Damit bleiben Besuche in Kulturinstitute, die Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistungen sowie Einkäufe im Einzelhandel nach vorheriger Terminbuchung, Sicherstellung der einfachen Rückverfolgbarkeit und grundsätzlich nach einem zertifiziertem, negativen Schnelltests (nicht älter als 24 Stunden) zunächst weiterhin möglich.

    Die Allgemeinverfügung zur Testoption der Stadt ist bis zum Ende der Gültigkeit der Landesverordnung befristet (zunächst 18. April 2021). Die entsprechende Zustimmung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen ist erteilt.

  • 4/12/21 12:19 PM
    Laschet forderte die SPD-geführten Länder auf, schnell den Weg für ein neues Infektionsschutzgesetz freizumachen. "Die Zeit haben wir nicht", sagte er mit Blick auf lange Debatten. Laschet verweist auf die steigende Zahl der Intensivpatienten in Krankenhäusern und erneuert seine Forderung nach einem Brückenlockdown.
  • 4/12/21 12:15 PM
    Bei einer Pressekonferenz von CDU-Chef Armin Laschet und Generalsekretär Paul Ziemiak äußert sich Armin Laschet auch über die aktuelle Lage der Corona-Politik. Er zeigte sich enttäuscht darüber, dass Bund und Länder noch nicht zusammen gekommen seien und seinen vorgeschlagenen Brückenlockdown nicht unterstützen. Die derzeitigen Maßnahmen seien zu schwach und die angestrebte Änderung des Corona-Infektionsschutzgesetzes würde zu langsam erfolgen, sagte er am Montagmittag.

  • 4/12/21 11:45 AM
    Die Gespräche über die Einführung einer bundesweiten Corona-Notbremse dauern an. Es liefen Abstimmungen zu einzelnen Punkten der geplanten Neuregelung zwischen Bund und Ländern sowie zwischen Bundesregierung und Fraktionen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montagmittag in Berlin. Geplant sei weiterhin eine Verabschiedung am Dienstagmorgen im Bundeskabinett.
  • 4/12/21 11:43 AM
    Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt auf der Hannover Messe, der Kampf gegen die Corona-Pandemie sei im Interesse der Wirtschaft. Die Infektionszahlen seien weiterhin zu hoch, die dritte Welle derzeit wohl die härteste. Dagegen werde in einigen Monaten das Impfen helfen. "Testen hilft uns, eine Brücke zu bauen."
  • 4/12/21 10:49 AM
    Die indische Arzneimittelaufsicht gibt Insidern zufolge grünes Licht für den russischen Impfstoff Sputnik V. Die Behörde erteile eine Notfallzulassung, sagen mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Die "Economic Times" berichtet, Grundlage für die Entscheidung seien starke wissenschaftliche Daten, wonach das Vakzin eine Effektivität von 91,6 Prozent hat. Es ist bereits zur Behandlung in mehr als 50 Ländern zuglassen.
  • 4/12/21 10:46 AM
    Zum Unterrichtsbeginn nach den Osterferien in NRW am Montag haben noch nicht alle Schulen lückenlos die zugesagten Selbsttest-Lieferungen erhalten. Es gebe in NRW einzelne Ausnahmen, „bei denen eine Erreichbarkeit vor Ort nicht sichergestellt werden konnte“, ansonsten seien alle Schulen versorgt, hieß es aus dem Schulministerium in Düsseldorf. Es könne planmäßig im Laufe dieser Woche zwei Mal getestet werden. Das gilt zunächst für Schüler der Abschlussklassen und Kinder bis zu sechsten Klasse, für die eine Notbetreuung sichergestellt ist. Alle anderen Kinder und Jugendliche starteten im Homeschooling-Modus.

    Wie es danach weitergeht, sei noch offen, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) im WDR. Das Infektionsgeschehen habe sich in den vergangenen Tagen nochmals dramatisch verändert. Laut Philologenverband NRW meldeten sich einige Abiturienten vom Präsenzunterricht ab, weil sie nicht riskieren wollten, sich anzustecken oder während der Prüfungen in Quarantäne gehen zu müssen. Die Tests seien noch nicht an allen Schulen angekommen.
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