1. Panorama
  2. Coronavirus

Corona Liveblog: Frankreich erlebt ab Freitag erneuten Lockdown

Corona-Newsblog : Macron schickt Frankreich wieder in den Lockdown

Mit Ausgangsbeschränkungen im ganzen Land verschärft Frankreich seinen Kampf gegen die zweite Welle der Corona-Pandemie. Wie in Deutschland bleiben Schulen aber offen. Alles im Newsblog.

  • Wegen der massiv gestiegenen Infektionszahlen geht Frankreich ab Freitag in einen neuen landesweiten Lockdown. Er soll vorerst bis zum 1. Dezember gelten, wie Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache ankündigte. Anders als im Frühjahr sollen die Schulen aber offen bleiben.
  • Die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten haben sich auf neue drastische Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie geeinigt. Betroffene Branchen reagieren mit harscher Kritik. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sagt betroffenen Unternehmen Hilfe zu. Eine Zusammenfassung des Tages lesen Sie hier.
  • Die Beschlüsse des Gipfels im Überblick:

    Bund und Länder verbieten Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen. So sollen Theater, Opern oder Konzerthäuser vom 2. November an bis Ende des Monats schließen. Die Regelung betreffe auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb, Individualsport soll ausgenommen werden. Profisport soll nur noch ohne Zuschauer stattfinden. Das gilt demnach auch für die Bundesliga.

    Auch Gastronomiebetriebe sollen im kommenden Monat geschlossen bleiben, ebenso Betriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoostudios. Touristische Übernachtungsangebote im Inland sind im November verboten.

    Dokumentation: Die Beschlüsse des Corona-Gipfels als PDF zum Download.

  • 10/28/20 8:06 PM
    Eine weitere Reaktion aus der Welt der Kultur:

    Marek Lieberberg, Konzert-Veranstalter:

    „Verbote und Beschränkungen sind Ausdruck einer großen Hilfslosigkeit und führen jede vernünftige Planung ad absurdum. Sie sind kein Ersatz für Politik, sondern deren Verweigerung.
    Es gibt durchaus vernünftige und praxisorientierte Konzepte wie den 10 Punkte-Plan von Bündnis 90/Die Grünen, der ausreichende und konkrete Diskussionsansätze bietet. Die Regierung muss endlich schnelle und unbürokratische Hilfen zum Ausgleich der von ihr verursachten Schäden beschließen und in einen Dialog über die Wiederaufnahme von Live-Veranstaltungen eintreten.“

  • 10/28/20 7:02 PM
    Eine weitere Reaktion aus der Welt der Kultur:

    Gregor Jansen, Direktor der Kunsthalle in Düsseldorf:
    „Ich bin besorgt. Ich verstehe jede notwendige Maßnahme, aber für Kulturinstitutionen von Kabarett über Theater, Oper bis zu Museen und Ausstellungshäusern macht das nicht wirklich Sinn. Auch die Nennung unter dem Begriff Freizeiteinrichtungen ist überaus bitter. Wir sind der Meinung, dass die Ansteckungsgefahr in Kultureinrichtungen bei Einhaltung der Hygienevorschriften bei nahezu null steht. Wir verzichten ja bereits auf zusätzliche Veranstaltungen in jedweder Form wie Eröffnungen und Talks. Anderseits ist es derzeit einfach ohnehin recht ruhig. Wir spüren, wie verunsichert die Menschen sind und wegbleiben."

  • 10/28/20 6:38 PM
    Seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Solingen wurden 1503 Fälle gemeldet. Aktuell sind 504 Personen nachgewiesen infiziert, 32 Patienten werden stationär behandelt. 15 Infizierte sind verstorben. In den vergangenen sieben Tagen sind 396 Infektionen festgestellt worden. So entfallen 242,9 neue Fälle auf 100.000 Menschen.
  • 10/28/20 6:26 PM
    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert nach dem Bund-Länder-Beschluss zur Offenhaltung von Schulen und Kitas einen besseren Schutz der Beschäftigten. Ein „Weiter so“ dürfe es nicht geben, hieß es am Mittwochabend in einer Mitteilung der Gewerkschaft. „Wenn offene Schulen und Kitas höchste Priorität aus sozialen Gründen haben sollen, müssen Lehrkräfte und Erzieherinnen besonders geschützt werden.“ Das meldet die Deutsche Presse-Agentur.

    „Die GEW schlägt vor, dem Rat des Robert Koch-Instituts zu folgen und in der Schule in kleineren Gruppen zu unterrichten“, sagte die Gewerkschaftsvorsitzende Marlis Tepe. Sie forderte einen Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht ab der fünften Klasse, wenn der sogenannte Inzidenzwert die Marke von 50 erreicht.
  • 10/28/20 6:21 PM
    Ein positiv auf das Coronavirus getesteter 24-Jähriger soll in Köln Polizisten bespuckt, angehustet und beleidigt haben. Nach Polizeiangaben von Mittwoch waren die Beamten am Dienstagabend gerufen worden, weil der Mann in der Wohnung seiner Mutter seine Schwester gewürgt haben soll. Die 22-Jährige habe die Polizisten verständigt und informiert, dass neben ihrem Bruder auch sie selbst und ihre Mutter positiv getestet worden seien und unter Quarantäne stünden. Die Beamten rückten mit Schutzanzügen, FFP2-Masken und Handschuhen an und nahmen den 24-Jährigen schließlich fest. Sie ordneten eine Blutprobe an. Da der Mann wegen der Quarantäne eigentlich in seiner eigenen Wohnung hätte sein müssen, informierte die Polizei zudem das Gesundheitsamt.


  • 10/28/20 6:19 PM
    Ab Donnerstag dürfen im öffentlichen Raum in Duisburg nur noch zwei Personen zusammenkommen. Das teilte der Krisenstab am Mittwoch mit. Ausnahmen gibt es nur noch für Verwandte, Geschwister, Ehegatten und Lebenspartner. Ein Überblick.
  • 10/28/20 6:19 PM
    Kurz nach der Kanzlerin trat auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet vor die Kameras. Seine wichtigsten Aussagen fassen wir hier zusammen.

  • 10/28/20 6:13 PM
    Der Landkreistag kritisiert die Vereinbarungen zur Gastronomie und zu Hotelübernachtungen. "Das schießt über das Ziel hinaus", erklärt der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager. Das hauptsächliche Infektionsgeschehen spiele sich derzeit vor allem im privaten Bereich ab. Eine Schließung von Restaurants, Cafes und Hotels sei "weder geeignet noch erforderlich", da auf Sperrstunden ab 23.00 Uhr und ein nächtliches Verbot des Alkoholverkaufs zurückgegriffen werden könne.
  • 10/28/20 5:57 PM
    Der Betreiber des Hildener Kinos muss wegen des Corona-Lockdowns sein Kino schließen. Warum ihm die Maßnahmen trotzdem nicht weit genug gehen, erklärt er im Protokoll. [RP+]
  • 10/28/20 5:53 PM
    Die Sieben-Tage-Inzidenz hat in Mönchengladbach die 100 überschritten. Die Infektionsketten lassen sich immer schwieriger verfolgen. Die Bundeswehr soll ab Montag das Gesundheitsamt verstärken. Jetzt kommt ein neuer Lockdown. Was bedeutet das für die Stadt? [RP+]
  • 10/28/20 5:50 PM
    Die 16 Ministerpräsidenten haben sich mit Bundeskanzlerin Merkel auf drastische Corona-Maßnahmen geeinigt. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet verteidigt diese massiven Beschränkungen des öffentlichen Lebens in der Pandemie.
  • 10/28/20 5:48 PM
    In nordrhein-westfälischen Pflegeheimen sollen künftig pro Bewohner und Monat 20 Corona-Schnelltests zur Verfügung stehen und finanziert werden. Das hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags bekanntgegeben. Im Gegenzug sollen die bisherigen sogenannten PCR-Tests am 8. November auslaufen.

    Laumann sprach sich erneut und trotz steigender Infektionszahlen gegen Besuchsverbote in den Heimen aus. SPD-Abgeordnete kritisierten, im Frühjahr hätten Klinikleitungen sterbende Menschen von ihren Angehörigen isoliert und sie alleine sterben lassen. „Das ist nicht schön, was da passiert ist“, kritisierten die Oppositionsabgeordneten.

    Die Gesundheitsämter hätten die Nachverfolgung der Kontakte infizierter Personen „noch im Griff“, sagte Laumann. Von 1000 Soldaten der Bundeswehr, die dafür bereitstünden, seien rund 400 bereits dafür eingesetzt.
  • 10/28/20 5:42 PM
    Die Pressekonferenz ist beendet.
  • 10/28/20 5:40 PM
    Nun beantwortet Laschet noch einzelne Nachfragen. Eine zielt darauf ab, ob Laschet bestimmte Punkte gehabt habe, die ihm besonders schwer gefallen seien. Der Ministerpräsident nennt daraufhin Bereiche wie die Gastronomie, die sich in den vergangenen Monaten besonders engagiert hätten. Da sei die Entscheidung schon hart gewesen. Es habe aber einfach leider keine andere Möglichkeit gegeben.
  • 10/28/20 5:38 PM
    Das Kabinett wird die Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse morgen beschließen. Laschet spricht noch einmal vom November als "dem Monat der Entscheidung". Die Maßnahmen seien dazu da, um die Verwundbarsten zu schützen, die Schulen offen zu halten und die Wirtschaft in Gänze zu stützen.
  • 10/28/20 5:36 PM
    Laschet sagt, dass all die Einschränkungen nur möglich seien, wenn man den wirtschaftlichen Notlagen, die die Situation erzeuge, mit finanziellen Hilfen begegne. Es soll wirtschaftliche Kompensationen geben, die sich am Umsatz im November 2019 orientieren. Erstattungsfähig seien bis zu 75 Prozent der Umsätze.
  • 10/28/20 5:33 PM
    Laschet nennt die Einschränkungen, die auch Merkel, Söder und Müller eben genannt haben. Kontaktbeschränkungen, Beschränkungen bei Freizeitangeboten, touristischen Übernachtungen und in der Gastronomie werden in NRW ebenso gelten wie im Rest des Landes.
Tickaroo Live Blog Software