1. Panorama
  2. Coronavirus

Corona-Liveblog: Corona-Test vom Arbeitsplatz kann auch im Alltag in NRW genutzt werden

Corona-Newsblog : Corona-Test vom Arbeitsplatz kann in NRW auch im Alltag genutzt werden

Wird ein Test am Arbeitsplatz durchgeführt, gilt das Ergebnis auch im privaten Umfeld. Indes befürchten die Landkreise in Deutschland ein Durchregieren aus Berlin und sehen eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes kritisch. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Wer in NRW am Arbeitsplatz einen Corona-Schnelltest macht, kann das Ergebnis jetzt auch in seiner Freizeit nutzen. Wie das Düsseldorfer Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, können Arbeitgeber - wie sonst Ärzte oder Testzentren - nun ebenfalls einen offiziellen Testnachweis ausstellen. „Mit mehr als 5700 Teststellen landesweit und bis zu 290 000 täglichen Bürgertests hat die Teststrategie in Nordrhein-Westfalen in den letzten Wochen massiv Fahrt aufgenommen“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumman (CDU). Arbeitgeber können laut Ministerium ihren Beschäftigen einen Nachweis ausstellen, wenn die Testung bei Anwendung von Corona-Schnelltests „durch fachkundiges oder geschultes Personal durchgeführt wird.“ Möglich sei auch, den Beschäftigten Selbsttests zur Verfügung zu stellen, „die diese unter Aufsicht einer unterwiesenen Person machen und deren Ergebnis dann bestätigt wird.“ Für die Bescheinigungen gibt es Vordrucke. Arbeitgeber, die teilnehmen wollen, müssen sich vorab anmelden.


  • Die deutschen Landkreise lehnen die Pläne zur gesetzlichen Verankerung bundesweit einheitlicher Corona-Schutzmaßnahmen ab. „Der vorliegende Entwurf ist ein in Gesetz gegossenes Misstrauensvotum gegenüber Ländern und Kommunen“, sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online/Montag). „Damit verlässt der Bund den Modus gemeinsamer Krisenbekämpfung und will direkt vor Ort wirkende Maßnahmen anordnen.“ Auf diese Weise werde „das Notbremsegesetz zum eindeutigen Durchregieren aus Berlin“.

  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Sonntag 17.855 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 129,2(Vortag: 120,6). Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 104 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 78.353. Insgesamt wurden bislang 2.998.268 Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.
  • 4/11/21 9:22 AM

    Der Deutsche Fußball-Bund hofft nach Aussagen von Philipp Lahm bei den EM-Partien in München auf ein zur Hälfte gefülltes Stadion. „Es gibt viele verschiedene Szenarien. Ich glaube, 100 Prozent Auslastung wird nicht möglich sein, so realistisch muss man sein“, sagte der DFB-Organisationschef für die Münchner Partien bei der Europameisterschaft im Radiosender Antenne Bayern am Sonntag.


    „Alles andere könnte vielleicht möglich sein. Deswegen planen wir von null Zuschauern bis zu 50 Prozent Zuschauern“, sagte Lahm in der Sendung „Sonntagsfrühstück“. Bislang hatten der DFB und München nicht verraten, wie die Münchner Szenarien für den Sommer konkret aussehen.


    Die UEFA hatte am Freitag aber mitgeteilt, dass München, in der alle Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft stattfinden sollen, zu den vier Ausrichtern gehört, die bis zum 19. April „zusätzliche Informationen“ für die Durchführung der Spiele nachreichen müssen. Erst dann werde über die Ausrichtung der geplanten Partien an den betreffenden Standorten unter Corona-Bedingungen entschieden.

  • 4/11/21 9:20 AM
    In der Debatte um eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) vor einem mehrwöchigen Produktionsausfall und der Unterbrechung von Lieferketten gewarnt. Ein harter Lockdown mit Betriebsschließungen könne "uns leicht das komplette Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr kosten - und wir würden dann vom Absturz im vergangenen Jahr nichts wieder aufholen", sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstagsausgaben).


    "Die Industrie stillzulegen würde mindestens eine Woche dauern, da viele LKWs ja noch auf der Straße sind, chemische Anlagen nicht von heute auf morgen und Hochöfen auf die Schnelle gar nicht runtergefahren werden können", sagte Russwurm. Auch würde es laut Russwurm nach dem Ende eines solchen Lockdowns mehrere Wochen dauern, bis die unterbrochenen Lieferketten wieder funktionieren.

  • 4/11/21 9:10 AM
    Kanzlerin Angela Merkel berät mit der CDU/CSU-Bundstagsfraktion heute Vormittag über die Änderung des Infektionsschutzgesetzes. "Wir waren uns nach der Ministerpräsidentenkonferenz einig, dass der Bund das Heft des Handels in die Hand nehmen muss", sagt CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt vor der Sitzung des geschäftsführenden Fraktionsvorstandes. Deshalb solle das neue Infektionsschutzgesetz, zu dem die Regierung einen Entwurf vorgelegt hat, dem Bund mehr Kompetenzen geben.
  • 4/11/21 8:23 AM
    In nur noch elf Kreisen und kreisfreien Städten in NRW lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag unter der Marke von 100. Das in NRW am heftigsten betroffene Gebiet ist Remscheid. Hier gab es in den letzten sieben Tagen 217,4 bestätigte Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Die größte NRW-Stadt Köln liegt bei 128,1. Düsseldorf liegt mit 109,3 ebenfalls über der 100er-Marke - und zwar den dritten Tag in Folge. Damit müsste ab Mitte der Woche auch in der Landeshauptstadt erstmals die sogenannte Corona-Notbremse ziehen.
  • 4/11/21 7:32 AM
    Große Volksfeste können nach Einschätzung des Deutschen Schaustellerbundes (DSB) erst wieder veranstaltet werden, wenn eine sogenannte Herdenimmunität in der Bevölkerung erreicht ist. „Dass wir bei einer riesigen Besuchermenge, wie zum Beispiel der Cranger Kirmes, mit Schnelltests arbeiten, das wird nicht gehen“, sagte DSB-Präsident Albert Ritter. Die Stadt Düsseldorf und der Schützenverein St. Sebastianus wollen Ende April über die traditionsreiche Rheinkirmes entscheiden.
  • 4/11/21 7:28 AM
    Für so manchen Reiseanbieter droht es mit dem Sommergeschäft 2021 eng zu werden - Tui-Chef Fritz Joussen hält ein rechtzeitiges Anziehen der Buchungen bei weiteren Impffortschritten aber für möglich. „Ich weiß nicht, was die Politik in den nächsten Wochen entscheidet“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur zur Diskussion über einheitliche Corona-Regeln und die Urlaubschancen im Land der „Reiseweltmeister“. „Was ich aber sehe, sind einige gute Signale und Entwicklungen - in Heimat- wie Zielländern der Kunden.“
    In etlichen Regionen bestehe Grund zur Zuversicht: „Israel ist offen. In England ist die Inzidenz 30, es gibt nur noch wenige Sterbefälle. In den USA und Kanada zieht das Geschäft zurzeit am stärksten an.“
    Tui hatte im März wieder Urlaub auf Mallorca angeboten. Viele deutsche Kunden flogen auf die Balearen-Insel. Es gab jedoch auch Kritik, zumal daheim nach wie vor ein weitgehender Tourismus-Lockdown herrscht. Joussen verteidigte die Teilöffnung in Spanien: „Wenn Sie in einen Flieger nach Mallorca steigen, wo es eine niedrige Inzidenz gibt, werden Sie nach der Rückkehr keine größere Ansteckungsgefahr für andere sein, als wenn Sie zu Hause geblieben wären.“

  • 4/11/21 6:45 AM

    Chinas oberster Krankheitsbekämpfer Gao Fu hat in einem seltenen Schritt eine niedrige Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe des Landes eingestanden. Chinesische Impfstoffe „haben keine sehr hohe Schutzrate“, sagte der Direktor des Zentrums für Krankheitskontrolle am Samstag. Der Staat erwäge, verschiedene Impfstoffe zu mischen, um die Wirksamkeit zu erhöhen.


    Brasilianische Forscher haben für das Corona-Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac eine Wirksamkeit von lediglich 50,4 Prozent ermittelt. Für den Impfstoff von Biontech und Pfizer ist hingegen eine Wirksamkeit von mehr als 90 Prozent festgestellt worden. Er basiert auf der mRNA-Technologie, die keinem der chinesischen Vakzine zugrunde liegt

  • 4/11/21 5:45 AM
    Angesichts der Corona-Pandemie sind die Reisebuchungen für die Sommersaison laut dem Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft um zwei Drittel zurückgegangen. Die Buchungen liegen gemessen am Umsatz um 76 Prozent unter den Zahlen des Vorjahreszeitraums, sagte Verbandspräsident Michael Frenzel der "Welt am Sonntag". Im Frühjahr habe es sogar weiterhin mehr Stornierungen als Buchungen gegeben.


    Die meisten Deutschen rechneten offenbar erst im dritten Quartal mit einer verbessertem Corona-Lage. Die Buchungsrückgänge für September und Oktober seien niedriger als in den Sommermonaten davor, sagte Frenzel.

  • 4/11/21 5:02 AM
    CDU-Chef Armin Laschet unterstützt die Aufhebung der Impfreihenfolge im Frühjahr. "Wenn zum Ende des Frühjahrs die großen Impfstoffmengen kommen, sollten die Impfprioritäten fallen und die Impfungen für alle Menschen geöffnet werden", sagte Laschet in "Bild am Sonntag" einem Vorabbericht zufolge. "Das wäre ein wichtiger Baustein für die Brücke zu einem Sommer mit viel mehr Freiheit." Die bisherige strenge Impfreihenfolge sei jedoch notwendig gewesen, so Armin Laschet.
  • 4/10/21 7:24 PM
    Die Auslastung der Intensivbetten in Deutschland erreicht nach Angaben des Verbands DGIIN den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Zugleich breche das Personal weg, twittert der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis. Es müsse sofort gehandelt werden. "Selbst wenn es zu einem harten Lockdown kommt, steigen die Zahlen weiter für 10-14 Tage."

  • 4/10/21 6:16 PM
    Gute Nachrichten und ein klein wenig Hoffnung für die ganz schwer an Covid erkrankten Menschen: Erste Lungentransplantationen waren erfolgreich.
  • 4/10/21 4:56 PM
    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich hinter Pläne für bundesweit einheitliche Regelungen im Kampf gegen das Coronavirus gestellt. „Wir sind offen für die Gesetzesänderung, wir finden schon lange, dass bestimmte Beschränkungen und auch Instrumente in ein Bundesgesetz gehören. Zum Beispiel die Ausgangsbeschränkungen“, sagte die SPD-Politikerin den Sendern RTL und ntv. Schwesig fordert aber zugleich mehr Unterstützung vom Bund, zum Beispiel für die Gastronomie. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dürfe nicht nur vorschreiben, was verboten sei, sondern müsse auch sagen, wie sie helfe.
  • 4/10/21 4:31 PM
    Kritik gibt es bereits an der Idee der nächtlichen Ausgangssperre.
  • 4/10/21 1:30 PM
    Die Bundesschülerkonferenz hat eine bundesweite Testpflicht für Schülerinnen und Schüler in der Corona-Pandemie gefordert. "Angesichts der gestiegenen Infektionsgefahr durch die Virusmutation reichen freiwillige Testangebote nicht aus", sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland . Nötig sei daher eine bundesweite Testpflicht an Schulen und zwar "mindestens drei Mal die Woche".
    "Möglichst bald" müsse sogar an jedem Tag getestet werden, forderte Schramm. Die Tests müssten zudem kostenlos sein.
  • 4/10/21 1:29 PM
    Die AfD hat in einer Corona-Resolution den Regierenden eine "Politik der Angst" vorgeworfen. Es solle den "mündigen Bürgern überlassen bleiben, in welchem Maße sie sich selbst schützen möchten", heißt es in dem Papier, das der AfD-Bundesparteitag in Dresden am Samstag beschloss. Der Lockdown müsse sofort beendet werden. Gefordert wird zudem, "jedweden, auch indirekten Zwang" zu Impfungen, Tests oder Apps zu unterlassen. "Maskenbefreite" sollten nicht benachteiligt werden.
  • 4/10/21 1:16 PM
    Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich vor drei Wochen als erster deutscher Regierungschef gegen das Coronavirus impfen lassen - allerdings ging die Impfung nicht ganz spurlos an ihm vorbei. Gefragt nach Nebenwirkungen, berichtete er am Rande des Parteitags der Südwest-Grünen am Samstag in Heilbronn von Gliederschmerzen und davon, dass er sich schlapp gefühlt habe. „Ich musste einen Tag Homeoffice machen“, sagte Kretschmann. „Aber es lohnt sich für den Schutz, den man dadurch bekommt.“ Der 72 Jahre alte Grünen-Politiker hatte sich gemeinsam mit seiner Frau den Impfstoff von Astrazeneca spritzen lassen. Müdigkeit, Kopfweh sowie Schmerzen an der Einstichstelle gehören zu häufigen Nebenwirkungen der Impfung. Solche Begleiterscheinungen sind Impfexperten zufolge üblich.
  • 4/10/21 11:49 AM
    Die Polizei hat in Paris eine Versammlung von mehr als einhundert Menschen in einem illegalen Restaurant aufgelöst. Veranstalter und Besitzer des Lokals wurden in der Nacht zu Samstag festgenommen, wie die Polizei auf Twitter schrieb. Die Gäste der Versammlung im Pariser Nordosten erhielten demnach gebührenpflichtige Verwarnungen.

    Bereits am Freitag hatte die Polizei eine Zusammenkunft etlicher Menschen in einem Restaurant in Saint-Ouen-sur-Seine nördlich von Paris beendet. Auch hier kam es zu Geldstrafen und zu Festnahmen. Der Sender BFMTV berichtete von 62 Gästen der illegalen Versammlung. Wegen der angespannten Corona-Situation sind Restaurants und Bars in Frankreich geschlossen.
Tickaroo Live Blog Software