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Corona-Liveblog: Biontech-Gründer rechnet mit dritter Corona-Impfdosis

Corona-Newsblog : Biontech-Gründer rechnet künftig mit dritter Corona-Impfdosis

Biontech-Chef Ugur Sahin geht davon aus, dass die Menschen in einiger Zeit eine dritte Dosis einer Corona-Schutzimpfung brauchen könnten. Millionen Bürger könnten einer Modellrechnung zufolge deutlich schneller gegen Corona geimpft werden. Alle Corona-News im Blog.

  • Biontech-Chef Ugur Sahin geht davon aus, dass die Menschen in einiger Zeit eine dritte Dosis einer Corona-Schutzimpfung brauchen könnten. Dem „Spiegel“ sagte Sahin zudem, dass die Infektionsrate in Deutschland seiner Ansicht nach erst „ab Ende Mai oder Anfang Juni einen deutlichen impfstoffbedingten Rückgang verzeichnen“ könnte. „Wir haben das Problem, dass B.1.1.7 nun auch hier anfängt zu grassieren. Ab Mitte März sollte sich bei der zuerst geimpften älteren Bevölkerung die Mortalität reduzieren, wenn die Impfungen weiter vorangehen“, erklärte Sahin.

    „Bis zum Spätsommer sollten wir die Pandemie deutlich besser unter Kontrolle haben, wenn sich genügend Menschen impfen lassen“, sagte der 55-Jährige. Das bedeute nicht, dass es keine neuen Ansteckungen mehr gebe. „Aber, dass wir ein normales Leben haben können.“

    Auf die Frage, ob spätestens nächstes Jahr eine dritte Impfdosis für die Menschen nötig sei, sagte Sahin: „Ich glaube, ja. Allein schon, um den breiten Impfschutz in der Bevölkerung aufrechtzuerhalten.“ Es könnte auch alle zwei Jahre eine Auffrischungsimpfung geben, die an die dann grassierenden Varianten angepasst sei. „Ähnlich wie bei der Grippe. Das könnte für uns dann die neue Normalität sein.“
  • Millionen Bürger könnten deutlich schneller gegen Corona geimpft werden, wenn die zulässigen Intervalle zwischen Erst- und Zweitimpfung voll ausgeschöpft und keine Impfdosen mehr für Zweitimpfungen zurückgelegt werden. Dies zeigen Modellrechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung, die am Freitag veröffentlicht wurden.
  • Unternehmen können bei der Überbrückungshilfe III ab sofort Abschlagszahlungen in doppelter Höhe von bis zu 800.000 Euro vom Staat erhalten. „Seit heute können Unternehmen, die schnell viel Hilfsgelder brauchen, Abschläge in Höhe von bis zu 800.000 Euro ausgezahlt bekommen. Die erweiterte Abschlagszahlung hilft schnell und da, wo der Schuh besonders drückt“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) unserer Redaktion.

    Die erste Abschlagszahlung jenseits der bisherigen Grenze von 400.000 Euro hat ein Volumen von rund 700.000 Euro und wurde am Freitag an ein Schuhhaus in Mönchengladbach angewiesen. Seit dem 10. Februar 2021 gibt es die Überbrückungshilfe III. Nach Angaben des Ministeriums wurden bislang Abschlagszahlungen in einer Höhe von über 387,6 Millionen Euro ausgezahlt. Bis zu diesem Freitag wurden 26.760 Anträge gestellt. Mit der Überbrückungshilfe III erhalten Unternehmen, die von der Corona-Pandemie und dem Lockdown stark betroffen sind, für die Zeit bis zum 30. Juni 2021 staatliche Unterstützung in Höhe von monatlich bis zu 1,5 Millionen Euro. Die Unterstützung muss nicht zurückgezahlt werden.
  • 2/26/21 5:29 PM
    Kranke Menschen mit einem besonders hohen Gesundheitsrisiko können in Nordrhein-Westfalen ab sofort auch bevorzugt gegen Corona geimpft werden. Das geht aus einem neuen „Härtefallerlass“ des NRW-Gesundheitsministeriums an die Kommunen im Land hervor.
    Es geht um Einzelfall-Entscheidungen. Beantragen können die Impfung Personen, die – so heißt es im Erlass – ein „sehr hohes, hohes oder erhöhtes Risiko“ haben, im Fall einer Corona-Infektion schwer zu erkranken oder gar zu sterben. Sie können bei der aktuellen Impfpriorisierung höher gestuft werden.
    Voraussetzung dafür ist, dass ein Arzt den Einzelfall und die besonderen Umstände dieses hohen Gesundheitsrisikos bescheinigt. Diese Bescheinigung muss aktuell sein. Sie muss nach dem 8. Februar 2021 ausgestellt sein.
    Anträge auf eine solche Einzelfall-Entscheidung müssen am Wohnort gestellt werden, entweder beim zuständigen Kreis oder bei der Stadt, wo jemand gemeldet ist.

  • 2/26/21 5:11 PM
    Eine einzelne Dosis des Impfstoffs von Biontech/Pfizer kann einer britischen Untersuchung zufolge bereits nach zwölf Tagen die Zahl der asymptomatischen Coronavirus-Infektionen auf ein Viertel reduzieren.
  • 2/26/21 4:46 PM
    Ab nächster Woche will die Stadt Solingen neuartige Corona-Tests einsetzen. In insgesamt 26 Kindertagesstätten wird dann mit sogenannten "Lolli-Tests" getestet. Etwa 30 Sekunden lang müssen die Wattestäbchen in den Mund, dann können sie im Labor ausgewertet werden. Mit den sogenannten Lolli-Tests möchte die Stadt Solingen Kinder und Erzieher testen und so mehr über das Infektionsgeschehen in den Kitas erfahren.Das besondere an dem neuen Testverfahren: Es handelt sich um aussagekräftige PCR-Tests. Dazu werden normalerweise Proben teilweise schmerzhaft tief aus Mund und Rachen entnommen. Die Lolli-Tests sind hingegen deutlich angenehmer in der Anwendung.

  • 2/26/21 4:27 PM
    Angesichts der Ausbreitung ansteckenderer Varianten des Coronavirus in Deutschland verschärft das Robert-Koch-Institut (RKI) eine Empfehlung für Ärzte. Bei einer Infektion mit einer der Varianten oder dem Verdacht darauf sollten Patienten - unabhängig von der Schwere, dem Alter oder einem Krankenhausaufenthalt - vorsorglich 14 Tage isoliert werden, heißt es in einer am Freitag aktualisierten Empfehlung des Bundesinstituts. Vor dem Verlassen der Isolierung sollte außerdem ein Antigentest oder ein PCR-Test gemacht werden.

    Hintergrund sei eine noch unzureichende Datenlage zur Ausscheidung von Erregern. Zuvor enthielt die Empfehlung zu besorgniserregenden Virus-Varianten keine Angabe zur Dauer einer Isolierung, wie das RKI auf Anfrage erläuterte.
  • 2/26/21 4:24 PM
    Das ursprünglich bis Sonntag geltende Betretungsverbot für Travemünde ist bereits am Freitag aufgehoben worden. Damit dürfen auch Auswärtige das Ostseebad ab Sonnabend wieder besuchen. Das Sozialministerium des Landes habe die Aufrechterhaltung des Verbotes als unverhältnismäßig eingestuft, teilte die Stadt Lübeck am Freitag mit. Touristische Übernachtungen sind allerdings derzeit noch verboten.

    Lübeck hatte nach den Erfahrungen der vergangenen Wochenenden eigentlich bis einschließlich Sonntag an dem Mitte Dezember verhängten Verbot festhalten wollen. Nun werde erwartet, dass die Zahl der Gäste und damit das Infektionsrisiko noch einmal deutlich zunehmen werde. Hinzu kämen Verdrängungseffekte aus dem Tourismusverbot in Mecklenburg-Vorpommern.
  • 2/26/21 4:18 PM
    EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni hat vor einer zu schnellen Drosselung der Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise gewarnt. Zudem plädierte Gentiloni in einer Rede am Freitag mittelfristig für eine Lockerung des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts, also der Schulden- und Defizitregeln. Unter anderem brachte er ins Gespräch, die Aussetzung der Regeln im Krisenfall zu erleichtern und dafür die vielen Ausnahmen im Pakt abzuschaffen.

    In der Corona-Krise wurden diese Regeln - höchstens drei Prozent Haushaltsdefizit und höchstens 60 Prozent Verschuldungsquote gemessen an der Wirtschaftsleistung - erstmals mit Hilfe einer Notfallklausel außer Kraft gesetzt. So konnten die EU-Staaten ihren Unternehmen mit Milliardenhilfen unter die Arme greifen.

    Obwohl die Kommission ab dem zweiten Quartal wieder Wachstum erwartet, mahnte Gentiloni zu Vorsicht beim Zurückfahren dieser Hilfen. „Angesichts der sehr tiefen, ungleichmäßigen Rezession und großer Unsicherheit wäre es aus meiner Sicht klüger, lieber zu viel zu tun als zu wenig“, erklärte der Kommissar laut Manuskript in der Rede vor dem Europäischen Fiskalausschuss. Fehler der Vergangenheit und ein starker Anstieg bei Firmenpleiten müssten vermieden werden.
  • 2/26/21 3:58 PM
    Die Elfenbeinküste hat als zweites Land der Welt eine Corona-Impfstofflieferung über die internationale Covax-Initiative bekommen. 504.000 Dosen des von Astrazeneca entwickelten Impfstoffs trafen dort am Freitag ein. Sie wurden vom Serum Institute of India hergestellt.

    Covax wurde ins Leben gerufen, um Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommensniveaus den Zugang zu Impfstoff zu erleichtern. Die erste Lieferung der Initiative ging am Mittwoch nach Ghana. Der Afrika-Arm der Weltgesundheitsorganisation rechnet damit, dass etwa 24 Staaten nächste Woche ihre ersten Covax-Lieferungen erhalten.

    Die Elfenbeinküste werde am Montag mit dem Impfen beginnen, teilte die Regierung mit. In der ersten Phase würden Beschäftigte des Gesundheitswesens, das Militär, Sicherheitskräfte und Lehrkräfte adressiert. Die Elfenbeinküste hat mehr als 25 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.
  • 2/26/21 3:57 PM
    Das slowakische Parlament hat einer Verlängerung des wegen der Corona-Pandemie geltenden Notstands zugestimmt. Nach einer mit Unterbrechungen bereits seit Mittwoch geführten Plenumsdebatte stimmte am Freitag eine große Mehrheit der anwesenden Abgeordneten für den Regierungsantrag.

    Der zum 1. Oktober ausgerufene und mehrmals verlängerte Notstand gilt nun vorerst bis zum 19. März. Unter anderem erlaubt der Notstand die Zwangsrekrutierung und -verlegung von Gesundheitspersonal und das Verbot von Versammlungen. Seit Jahresbeginn besteht eine Ausgangssperre, die sich aber wegen unübersichtlicher Ausnahmen schwer kontrollieren lässt.

    In der Slowakei wurden bisher fast 7000 Corona-Tote verzeichnet. Bis Freitag gab es den slowakischen Gesundheitsbehörden zufolge 303.420 bestätigte Corona-Fälle seit Ausbruch der Pandemie. In dem Land leben 5,5 Millionen Einwohner. Nach Angaben der EU-Agentur ECDC lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der Slowakei binnen 14 Tagen zuletzt bei 526 - und damit mehr als viermal so hoch wie in Deutschland. Mit 239,3 Corona-Toten pro eine Million Einwohner in den vergangenen 14 Tagen liegt die Slowakei derzeit vor allen anderen Staaten in Europa.
  • 2/26/21 3:40 PM
    Nach Debatten über vorzeitige Corona-Impfungen ist der 49-jährige nordrhein-westfälische FDP-Landespolitiker Ralph Bombis von seinen Parteiämtern zurückgetreten. Dies teilte der Landtagsabgeordnete bei einer digitalen Vorstandssitzung der FDP Rhein-Erft am Donnerstag mit, wie der FDP-Kreisverband am Freitag auf seiner Internetseite bestätigte. Bombis begründete seinen Schritt demnach "mit einem neuen Sachstand bezüglich der Berichterstattung zu Corona-Schutzimpfungen betreffend seiner Person".

  • 2/26/21 3:36 PM
    In Hamburg hat es einen umstrittenen Corona-Einsatz gegeben: Ein Jugendlicher habe „ganz bewusst“ seine Bekannten umarmt und abgeklatscht. Deshalb sollte er kontrolliert werden - flüchtete allerdings. Auf einem bei Twitter geposteten Video ist zu sehen, wie ein Streifenwagen mit Sirene und Blaulicht einem flüchtenden Jugendlichen hinterher fährt. Auch wirkt es so, als ob der Abstand zwischen dem Flüchtenden und dem Fahrzeug teilweise nur wenige Zentimeter beträgt.
  • 2/26/21 3:23 PM
    Bürgerinnen und Bürger Kanadas können künftig auch mit dem Vakzin von Astrazeneca und der Universität Oxford gegen das Coronavirus geimpft werden. Die kanadische Gesundheitsbehörde genehmigte den Impfstoff am Freitag zur Anwendung bei Menschen über 18 Jahren. Es ist das dritte in Kanada zugelassene Mittel im Kampf gegen die Pandemie, vorher waren die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna auf den Markt gelassen worden.

    In manchen Ländern ist das von Astrazeneca und der Universität Oxford entwickelte Mittel nur für Menschen unter 65 erlaubt worden, darunter etwa in Frankreich. Sie sagen, es gebe zu wenig Belege dafür, ob es bei älteren Menschen wirkt. Belgien hat es lediglich für Menschen unter 55 Jahren genehmigt. Kanada und viele europäische Länder haben Probleme, ihre Bevölkerung ebenso schnell zu impfen wie Großbritannien, Israel, die USA und andere.
  • 2/26/21 3:05 PM
    Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung das beliebte Urlaubsland Malta ab Sonntag als Hochrisikogebiet eingestuft. Das bedeutet, dass dann schon bei der Einreise nach Deutschland ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden muss. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, von der man sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren Test befreien kann, bleibt unverändert bestehen.

    Das Robert-Koch-Institut gab diese und einige weitere Änderungen der Corona-Risikoliste am Freitag im Internet bekannt. Als „Hochinzidenzgebiete“ gelten die Länder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Inzidenz) über 200 lag. Malta wird am Sonntag als 29. Land in diese Kategorie aufgenommen.

    Die Inselgruppe im Mittelmeer zwischen Sizilien und Nordafrika hat rund 500.000 Einwohner. In dem kleinen EU-Land gab es in den vergangenen Tagen jeweils um die 200 neue Infektionsfälle innerhalb von 24 Stunden, am Freitag waren es 258. Gesundheitsminister Chris Fearne warnt, dass die Ausbreitung neuer Virus-Varianten, besonders der britischen, Malta vor große Probleme stelle. Ärzte klagen, dass die Situation in den Intensivstationen kritisch sei: Die Krankenhäuser könnten die Patientenzahl bald nicht mehr bewältigen. Und das, obwohl die Impfkampagne in Malta gut vorankommt: Rund 10 Prozent der Menschen haben bisher nach offiziellen Angaben die erste Impfstoffdosis erhalten, mehr als 4 Prozent sind vollständig geimpft.
  • 2/26/21 2:19 PM
    Brauereien bekommen wegen der Corona-Beschränkungen die Kosten für verdorbenes Bier ersetzt. Dies sei bei einer Schalte der Länder mit den zuständigen Bundesministerien beschlossen worden, sagte ein Sprecher des bayerischen Wirtschaftsministeriums am Freitag. Dies soll im Rahmen der Überbrückungshilfe III geschehen. Das Bundesfinanzministerium bestätigte, dass „Hersteller und Großhändler von verderblicher Ware für die Gastronomie und den Garten- und Gemüsebau“ die Überbrückungshilfe für verderbliche Waren in Anspruch nehmen können.

    Brauereien haben während der aktuellen Einschränkungen das Problem, dass Fassbier kaum zu verkaufen ist, weil Gaststätten geschlossen haben und es keine Volksfeste gibt. Da bei immer mehr Fässern das Ablaufdatum näher rückt oder überschritten wird, musste zuletzt nach Angaben der Brauer in Deutschland Bier im Millionenwert weggeschüttet werden. Manche Brauereien verschenkten das Bier auch.

    Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wertete es als „wichtigen Erfolg unserer Politik, dass die Stimmen der bayerischen Brauer in Berlin gehört wurden und sie nun eine Erstattung für ihr überschüssiges Fassbier erhalten“. Zudem forderte er eine Öffnungsperspektive für die Gastronomie. Auch aus anderen Bundesländern hatte es zuletzt Rufe nach Hilfen für die Brauwirtschaft gegeben.
  • 2/26/21 2:18 PM
    Geblitzt statt geimpft: Ein 88-jähriger Elsässer ist mit 191 Stundenkilometern in eine Radarfalle gerast, wie die französische Polizei am Freitag mitteilte. Als die Beamten ihn nahe dem Ort Bischoffsheim anhielten, begründete der Mann die massive Geschwindigkeitsübertretung mit einem Corona-Impftermin, zu dem er sonst zu spät kommen würde. Auf der Strecke waren maximal 110 Stundenkilometer erlaubt.

    Durch die Raserei verlor der Senior seinen Führerschein. Auch sein Auto wurde vorerst stillgelegt, sodass er seine Corona-Impfung nun zu einem späteren Termin nachholen muss.
  • 2/26/21 2:14 PM
    Bei den Corona-Tests in Österreichs Schulen sind seit der Rückkehr zum Präsenzunterricht am 8. Februar rund 1500 positive Fälle entdeckt worden. Allein in der nun dritten Woche seien es 904 gewesen - 619 bei Schülern sowie 285 bei Lehrern und Verwaltungspersonal, teilte ein Sprecher des Bildungsministerium am Freitag mit. Insgesamt wurden seit Montag 1,4 Millionen Tests in den Schulen gemacht. „Es ist gut, dass wir die Fälle finden. Nur so kann man die Schulen aufhalten“, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

    Alle 1,1 Millionen Schüler müssen sich selbst mindestens einmal die Woche mit einem sogenannten Nasenbohrer-Test in der Schule auf eine etwaige Infektion untersuchen. Dabei wird ein Abstrich aus dem vorderen Bereich der Nase genommen. Weil die Grundschüler die gesamte Woche über im Präsenzunterricht sind, müssen sie sich zweimal wöchentlich testen. „Die Kinder kommen irrsinnig gut damit zurecht“, meinte der Sprecher des Ministeriums.

    Anfängliche Skepsis sei schnell verflogen, hieß es. Im Fall eines positiven Ergebnisses würden die betroffenen Schüler in einem separaten Raum betreut sowie die Eltern und die Gesundheitsbehörden informiert. Die folgenden PCR-Tests zur Überprüfung eines Resultats bestätigten in 80 Prozent der Fälle den positiven Selbsttest.
  • 2/26/21 1:56 PM
    Portugals Regierungschef António Costa hat angekündigt, dass sein Land fünf Prozent der Corona-Impfstoffe mit afrikanischen Ländern teilen werde. Dabei habe er vor allem Länder im Blick, in denen Portugiesisch gesprochen werde, sagte er am Freitag nach zweitägigen Videoberatungen der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union. Damit folgt Portugal einem Vorschlag von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, der geworben hatte, die reicheren Länder sollten möglichst schnell vier bis fünf Prozent ihrer Impfstoffmengen abgeben. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warb dafür, Impfstoffe zu teilen.

    Am Donnerstagabend hatten sich die 27 Staats- und Regierungschefs in einer Erklärung zu internationaler Hilfe bekannt. „Wir bekräftigen unsere Solidarität mit Drittländern und betonen, dass wir entschlossen sind, unsere globale Reaktion auf die Pandemie zu verstärken“, heißt es in dem Schreiben. Die EU sei bereit, einen „fairen“ Anteil für den sogenannten ACT-Accelerator (Access to Covid-19 Tools Accelerator) beizutragen. Die Bemühungen für eine gerechte Verteilung der Impfstoffe in der Welt sind im ACT-A mit der Covax-Initiative gebündelt, die die WHO und die Impfallianz Gavi vorantreiben.
  • 2/26/21 1:49 PM
    Die Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin erhalten das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Auszeichnung soll dem Forscher-Ehepaar am 19. März in Schloss Bellevue durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht werden, wie das Bundespräsidialamt am Freitag in Berlin mitteilte.

    Die beiden Wissenschaftler „verbinden medizinische Grundlagenforschung mit deren Übersetzung in eine praktische Nutzung“, heißt es in der Begründung. Mit der Entwicklung und Zulassung eines Impfstoffes gegen Covid-19 hätten Türeci und Sahin einen „entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie geleistet“. Die Preisverleihung ist laut Bundespräsidialamt die erste persönliche Ordensaushändigung des Bundespräsidenten in diesem Jahr.
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