1. Panorama
  2. Coronavirus

Corona-Liveblog: Auslastung der Intensivbetten erreicht höchsten Stand seit Pandemie-Beginn

Corona-Newsblog : Auslastung der Intensivbetten erreicht höchsten Stand seit Pandemie-Beginn

Intensivmediziner schlagen Alarm: Die Auslastung der Intensivbetten in Deutschland erreicht nach Angaben des Verbands den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Gute Nachrichten dagegen für schwer an Covid-19 Erkrankte: In Wien hat es bereits mehrere erfolgreiche Lungentransplantationen gegeben. Alle Entwicklungen im Newsblog.

  • Die Auslastung der Intensivbetten in Deutschland erreicht nach Angaben des Verbands DGIIN den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Zugleich breche das Personal weg, twittert der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis. Es müsse sofort gehandelt werden. "Selbst wenn es zu einem harten Lockdown kommt, steigen die Zahlen weiter für 10-14 Tage."

  • Gute Nachrichten und ein klein wenig Hoffnung für die ganz schwer an Covid erkrankten Menschen: Erste Lungentransplantationen waren erfolgreich.
  • Trotz steigender Corona-Patientenzahlen stehen in Nordrhein-Westfalen nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums zurzeit noch ausreichend freie Intensivbetten mit Beatmungstechnik zur Verfügung. Mit Stand Freitag seien es über 510, erklärte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag.

  • 4/10/21 4:56 PM
    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich hinter Pläne für bundesweit einheitliche Regelungen im Kampf gegen das Coronavirus gestellt. „Wir sind offen für die Gesetzesänderung, wir finden schon lange, dass bestimmte Beschränkungen und auch Instrumente in ein Bundesgesetz gehören. Zum Beispiel die Ausgangsbeschränkungen“, sagte die SPD-Politikerin den Sendern RTL und ntv. Schwesig fordert aber zugleich mehr Unterstützung vom Bund, zum Beispiel für die Gastronomie. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dürfe nicht nur vorschreiben, was verboten sei, sondern müsse auch sagen, wie sie helfe.
  • 4/10/21 4:31 PM
    Kritik gibt es bereits an der Idee der nächtlichen Ausgangssperre.
  • 4/10/21 1:30 PM
    Die Bundesschülerkonferenz hat eine bundesweite Testpflicht für Schülerinnen und Schüler in der Corona-Pandemie gefordert. "Angesichts der gestiegenen Infektionsgefahr durch die Virusmutation reichen freiwillige Testangebote nicht aus", sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland . Nötig sei daher eine bundesweite Testpflicht an Schulen und zwar "mindestens drei Mal die Woche".
    "Möglichst bald" müsse sogar an jedem Tag getestet werden, forderte Schramm. Die Tests müssten zudem kostenlos sein.
  • 4/10/21 1:29 PM
    Die AfD hat in einer Corona-Resolution den Regierenden eine "Politik der Angst" vorgeworfen. Es solle den "mündigen Bürgern überlassen bleiben, in welchem Maße sie sich selbst schützen möchten", heißt es in dem Papier, das der AfD-Bundesparteitag in Dresden am Samstag beschloss. Der Lockdown müsse sofort beendet werden. Gefordert wird zudem, "jedweden, auch indirekten Zwang" zu Impfungen, Tests oder Apps zu unterlassen. "Maskenbefreite" sollten nicht benachteiligt werden.
  • 4/10/21 1:16 PM
    Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich vor drei Wochen als erster deutscher Regierungschef gegen das Coronavirus impfen lassen - allerdings ging die Impfung nicht ganz spurlos an ihm vorbei. Gefragt nach Nebenwirkungen, berichtete er am Rande des Parteitags der Südwest-Grünen am Samstag in Heilbronn von Gliederschmerzen und davon, dass er sich schlapp gefühlt habe. „Ich musste einen Tag Homeoffice machen“, sagte Kretschmann. „Aber es lohnt sich für den Schutz, den man dadurch bekommt.“ Der 72 Jahre alte Grünen-Politiker hatte sich gemeinsam mit seiner Frau den Impfstoff von Astrazeneca spritzen lassen. Müdigkeit, Kopfweh sowie Schmerzen an der Einstichstelle gehören zu häufigen Nebenwirkungen der Impfung. Solche Begleiterscheinungen sind Impfexperten zufolge üblich.
  • 4/10/21 11:49 AM
    Die Polizei hat in Paris eine Versammlung von mehr als einhundert Menschen in einem illegalen Restaurant aufgelöst. Veranstalter und Besitzer des Lokals wurden in der Nacht zu Samstag festgenommen, wie die Polizei auf Twitter schrieb. Die Gäste der Versammlung im Pariser Nordosten erhielten demnach gebührenpflichtige Verwarnungen.

    Bereits am Freitag hatte die Polizei eine Zusammenkunft etlicher Menschen in einem Restaurant in Saint-Ouen-sur-Seine nördlich von Paris beendet. Auch hier kam es zu Geldstrafen und zu Festnahmen. Der Sender BFMTV berichtete von 62 Gästen der illegalen Versammlung. Wegen der angespannten Corona-Situation sind Restaurants und Bars in Frankreich geschlossen.
  • 4/10/21 11:21 AM
    Die Bundesschülerkonferenz fordert eine bundesweite Testpflicht für Schüler in der Corona-Pandemie. "Angesichts der gestiegenen Infektionsgefahr durch die Virusmutation reichen freiwillige Testangebote nicht aus", zitiert das RedaktionsNetzwerk Deutschland den Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm. Jeder Schüler müsse mindestens drei Mal die Woche kostenlos in der Schule auf Corona getestet werden. Ziel müsse sein, dass möglichst bald an jedem Tag getestet werde. "Schülerinnen und Schüler, die den Corona-Test verweigern, können nicht zum Unterricht in der Schule kommen, sondern müssen in den Distanzunterricht gehen." Diese Forderung falle den Schülervertretern nicht leicht. "Aber es geht darum, dass wir das Recht auf Bildung und Gesundheitsschutz möglichst gut zusammenbringen."
  • 4/10/21 11:19 AM
    Trotz einer Zusage per Termin hat ein 59-Jähriger in Mönchengladbach keine Impfung erhalten. Das sorgt für einige Verwirrung.
  • 4/10/21 9:53 AM
    In Deutschland sind jetzt mindestens 15,2 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft worden. Das teilt das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Website impfdashboard.de mit (Stand: 10. April 2021, 10:40 Uhr). Demnach sind am Freitag, 9. April, insgesamt 547.726 Impfdosen verabreicht worden – seit Impfstart sind es mehr als 17,5 Millionen Impfdosen gewesen.
  • 4/10/21 8:44 AM
    Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) fordert größere Anstrengungen bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. "Auch in dieser Altersgruppe gibt es zahlreiche Vorerkrankte und damit besonders gefährdete Mädchen und Jungen, die meiner Ansicht nach noch viel zu wenig in den Blick genommen wurden", sagte Weil der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Es gebe Ankündigungen von Herstellern, dass bereits im Herbst erste Impfstoffe für unter 16-Jährige zugelassen werden könnten. Solche Impfstoffe müsse der Bund sich über die EU sichern, "damit wir dann nicht erneut erleben, dass wir zu spät und zu wenig bestellt haben", forderte Weil.


  • 4/10/21 8:21 AM
    EU-Ratspräsident Charles Michel hat den Aufstieg der Europäischen Union zu einem führenden Impfstoffproduzenten der Welt vorausgesagt. "Wenn wir die Produktion in den nächsten Wochen weiter beschleunigen, wird Europa ein führender, vielleicht sogar der weltgrößte Impfstoffhersteller sein", sagte Michel dem "Handelsblatt" und anderen europäischen Wirtschaftsmedien (Samstag).

    Zum Vergleich mit den USA beim Abschneiden in der Corona-Krise meinte Michel, man müsse "alle Elemente" der Krisenpolitik berücksichtigen. Dazu zählten auch die großzügigeren europäischen "sozialen Schockabsorber" wie die Sozialleistungen.

  • 4/10/21 8:05 AM
    Der neue Prozess zur Nachschärfung des Infektionsschutzgesetzes könnte aus Sicht von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) bis zu zwei Wochen dauern. "Ich gehe schon davon aus, dass innerhalb der nächsten 10, 14 Tage wir das gemeinsam - Bundestag und Bundesrat - auch bewältigen werden und dass wir damit dann auch einen Rahmen haben, mit dem wir alle gemeinsam gut arbeiten können", sagte Müller am Freitagabend im ZDF-"Heute Journal". Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hatte sich ebenfalls am Freitag noch zuversichtlich geäußert, die Änderungen auch innerhalb einer Woche umsetzen zu können.

    Müller äußerte sich dahingehend zurückhaltend. "Wenn sich im Bundestag die Situation so darstellt, dass man wirklich schnell dort auch zu einem Ergebnis kommt, geht es sicherlich auch schneller", betonte er. Aber auch der Bundesrat müsse noch beschließen.
  • 4/10/21 7:48 AM
    Die NRW-Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4558 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind rund 600 mehr als vor einer Woche (3957). Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen in NRW bei 115. Damit ist die Sieben-Tage-Inzidenz im bevölkerungsreichsten Bundesland gegenüber dem Vortag (Freitag: 108,6, Donnerstag: 106,9) erneut gestiegen.

    Vor einer Woche lag die Kennziffer höher - bei 128,0. Wegen der vergangenen Feiertage und der Schulferien könnten die Corona-Zahlen des RKI allerdings noch nicht vergleichbar mit den Werten vor Ostern sein. Bundesweit lag die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Samstagmorgen bei 120,6.

  • 4/10/21 5:17 AM
    Die Berliner Charité betrachtet mit großer Sorge die Entwicklungen in der dritten Pandemie-Welle. "Wenn die Anzahl schwer kranker Covid-Patienten die zweite Welle übertrifft, kommen wir in eine kritische Situation", sagte Martin Kreis, Vorstand für die Krankenversorgung in Deutschlands größter Uniklinik.

    Anfang des Jahres sei an der Charité durch die hohe Zahl an schweren Covid-Fällen auf Intensivstationen eine absolute Grenzbelastung erreicht gewesen. So habe die Charité im Januar nicht alle Patienten aus bereits überlasteten Kliniken anderer Bundesländern aufnehmen können. Sie selbst habe aber selbst keine Corona-Kranken in andere Bundesländer verlegen müssen. "Wir werden weiter alles daran setzen, Patienten aus der Region auch in Berlin zu versorgen", sagte Kreis.

    Die Zahl der Neuzugänge auf den Intensivstationen der Charité sei in den vergangenen beiden Wochen deutlich gestiegen, sagte Kreis. Besonders betroffen sei nun die Altersgruppe zwischen 30 und 60, die bislang wenig Chancen auf Impfungen hatte. "Der Trend ist eindeutig, und er zwingt uns, zu reagieren", ergänzte das Vorstandsmitglied. So sei eine Reserve-Intensivstation wieder vollständig geöffnet worden. Darüber hinaus wurden planbare Operationen, die aufgeschoben werden können, abgesagt.

  • 4/10/21 3:30 AM
    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 24.097 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 246 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Samstagmorgen hervor. Wegen der Feiertage und der Schulferien könnten die Corona-Zahlen des RKI noch nicht vergleichbar mit den Werten vor Ostern sein. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 18.129 Neuinfektionen und 120 neue Todesfälle verzeichnet.

    Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.08 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 120,6. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 110,4 an, vor einer Woche lag sie noch bei über 130. Der Inzidenzwert ist momentan noch mit Vorsicht zu genießen und dürfte wegen weniger Tests und Meldungen über Ostern zu niedrig ausfallen.

    Das RKI erwartet, dass der Inzidenz-Wert im Laufe der kommenden Woche wieder belastbar sein wird. Am Freitag hatte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin betont, dass es schon jetzt ausreichend weitere Daten gebe, die Aufschluss über die tatsächliche Situation gäben. "Diese Entwicklung zeigt leider, dass die Lage sehr, sehr ernst ist." Nach Daten aus rund 70 Kliniken bundesweit müssten immer mehr und auch immer jüngere Menschen wegen schweren Atemwegsinfektionen in Krankenhäusern behandelt werden. Die Intensivstationen füllten sich rasant.

  • 4/10/21 3:11 AM
    "Wir werden in den Kliniken jetzt eingeholt von den Infektionen, die vor vier Wochen stattgefunden haben."
    Angesichts steigender Patientenzahlen in der dritten Corona-Welle warnt der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, vor einer Zuspitzung der Lage in den deutschen Krankenhäusern. Gegenüber der "Passauer Neuen Presse" (Samstag) sagte Montgomery, auch die Triage werde "mit Sicherheit" wieder im Raum stehen. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen. "Wir waren sehr dankbar, dass sie in den ersten beiden Wellen nicht gebraucht wurde. Es ist vorstellbar, dass es zu Situationen kommt, in denen sie angewendet wird." Es sei deshalb richtig, dass sich die Kliniken auf einen Ansturm einstellen, sagte Montgomery.

    Europas größte Uniklinik, die Berliner Charité, hatte angekündigt, in der kommenden Woche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder vermehrt in Covid-19-Bereichen einzusetzen und planbare Eingriffe zurückzufahren.

  • 4/10/21 2:10 AM
    Der Tübinger Impfstoffhersteller Curevac hält eine europäische Zulassung seines Corona-Impfstoffes angesichts von Fortschritten in den erforderlichen Studien noch im Mai oder Juni für möglich. "Wir sind bereits sehr fortgeschritten in der dritten klinischen Testphase und erwarten die Daten für das finale Zulassungspaket", sagte Curevac-Sprecher Thorsten Schüller der "Augsburger Allgemeinen" laut Vorabbericht. Die Virus-Varianten hätten die Komplexität für die laufende klinische Studie drei erhöht. Curevac plane weiter mit der Produktion von bis zu 300 Millionen Impfdosen in diesem Jahr. Auch Bayer werde den mRNA-Impfstoff produzieren.
Tickaroo Live Blog Software