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Corona: Lehrerverband kritisiert Hygienekonzept von Kultusministern

Corona-Maßnahmen in der Schule : Lehrerverband kritisiert Hygienekonzept von Kultusministern

Der Deutsche Lehrerverband kritisiert das von der Kultusministerkonferenz vorgelegte Hygienekonzept. Fraglich sei, ob die Maßnahmen umzusetzen sind.

„Ich bin sehr skeptisch, ob die darin vorgesehenen Maßnahmen ausreichen beziehungsweise überhaupt umgesetzt werden können", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger in einem Interview am Freitag. „Mein Gefühl ist, dass derzeit nach dem Prinzip Hoffnung gehandelt wird, es werde schon nicht zu einer zweiten Welle kommen, wenn die Abstandsregel an Schulen fällt."

Insgesamt stelle der Schulstart nach den Sommerferien, egal, in welcher Form er erfolge, eine große Herausforderung für die Länder, die Schulträger und Kommunen sowie den Bund dar, so der Schulleiter des Robert-Koch-Gymnasiums im bayerischen Deggendorf. Es gehe nicht nur darum, die hygienischen Rahmenbedingungen an Schulen zu verbessern, sondern auch darum, die digitale Ausstattung zu modernisieren. Sein Verband setze darauf, „dass der Sanierungs- und Modernisierungsstau, auch was die digitale Ausstattung und die Abrufung von Mitteln aus dem Digitalpakt betrifft, schnellstens aufgelöst wird", betonte Meidinger.

Der Deutsche Lehrerverband vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 160.000 Lehrern. Zu den Mitgliedsverbänden gehört auch die Katholische Erziehergemeinschaft KEG.

(ahar/kna)