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Corona: Laumann bekräftigt Impfangebot für alle NRW-Bürger bis Ende September

Corona in NRW : Minister Laumann kündigt Lockerungen für Altenheime an

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat bekräftigt, dass bis Ende des Sommers jedem Bürger im Land ein Impf-Angebot gemacht werde. Zudem verwies Laumann darauf, dass in den kommenden Tagen die Auflagen für Altenheime gelockert werden könnten.

Trotz der derzeitigen Knappheit bei den Impfstoffen solle dieses Angebot bis zum 21. September stehen, sagte er am Donnerstag in Düsseldorf. Noch im Laufe des März sollten zudem weitere Gruppen für Impftermine „in den Fokus“ genommen werden. Dazu werde es Angebote für zu Hause lebende Pflegebedürftige der Pflegegrade 4 und 5 geben, die über Hausärzte oder in den Impfzentren immunisiert werden sollen.

Ende März will das Land zudem 150.000 Impfdosen an die Hausarztpraxen liefern, um dort chronisch Kranke impfen zu lassen. Wie groß diese Bevölkerungsgruppe ist, konnte der Minister nicht sagen.

Überdies soll ab April die Vergabe von Impfterminen an die über-70-jährigen Bürger anlaufen. Hier werde nach Jahrgängen vorgegangen und zunächst erhielten die Ältesten eine Impfung. Laut Laumann umfasst diese Bevölkerungsgruppe rund 1,6 Millionen Menschen.

Derzeit wird vor allem das Vakzin von Astra-Zeneca verimpft. In dieser Woche seien 200.000 Dosen des Impfstoffes in NRW angekommen. Bis Ende März sollen alle derzeit vorrätigen Dosen des britisch-schwedischen Pharmakonzerns verimpft worden sein. Mit Blick auf die anstehende Zulassung des Vakzins von Johnson & Johnson erklärte Laumann, dass derzeit unklar sei, wann Dosen dieses Serums geliefert werden können.

Dem Minister zufolge hat sich die Situation bei der Behandlung von Covid-19-Kranken in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern unterdessen entschärft. Derzeit würden 2.400 mit Corona infizierte Personen in den Kliniken und knapp 600 auf Intensivstationen behandelt. Aktuell stünden mehr als 900 freie Intensivbetten in NRW zur Verfügung - davon zwei Drittel mit Beatmungsgeräten. Die Sieben-Tage-Inzidenz liege in NRW bei 69,9.

Zugleich verwies Laumann darauf, dass in den kommenden Tagen die Hygiene-Auflagen für Altenheime gelockert werden könnten. Nach seinen Angaben ist die Mehrheit der Bewohner und Beschäftigten in den Einrichtungen mittlerweile geimpft, es herrsche dort „Herdenimmunität“. Das zeige auch der Blick auf die Infizierten in den Heimen: Am 23. Dezember habe es in NRW etwa 5.000 mit Corona infizierte Bewohner in den Einrichtungen geben, derzeit seien es noch 400. Mit der Lockerung in den Heimen werde den Bewohnern eine Rückkehr zu „mehr Normalität“ ermöglicht. Auch die Regelungen für Besucher würden gelockert, Corona-Tests vor dem Besuch seien aber weiter notwendig.

(ahar/epd)